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Auf Kurs 01/2017

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BBW im Überblick Mehr als Sport: therapeutisches Bogenschießen im BBW Training für Körper, Seele und Geist Es gibt weder Medaillen noch Verlierer, und das Ziel ist nicht die Scheibe, auf die die Pfeile fliegen: Im BBW wird Bogenschießen als therapeutisches Instrument eingesetzt. Schuss um Schuss stärken Jugendliche mit besonderem Teilhabebedarf ihr seelisches, geistiges und körperliches Gleichgewicht. „Nocken! Spannen! Lösen!“ Auf Kommando von BBW-Ausbilder Valentin Dölker schießen die fünf Jugendlichen ihre Pfeile ab, die alle nach einem kurzen lautlosen Flug in der Zielscheibe stecken bleiben. Und wenn mal einer im Netz dahinter landet, macht das auch nichts. „Ziel bei uns ist es, dass der Pfeil den Bogen verlässt“, erklärt Dölker. „Und das tut er immer.“ Dutzende von Schülern und Azubis haben in den vergangenen Jahren das Bogenschießen für sich entdeckt. Doch es ist nicht „nur“ eines der vielen Freizeitangebote im BBW, sondern hat einen therapeutischen Hintergrund – und eigens dafür geschulte Mitarbeiter. Ein- bis zweimal pro Woche gehen Dölker, der Arbeitserzieher Dietrich Bross und die Ergotherapeutin Corinna Kallup mit Teilnehmern aus Ausbildung oder Berufsvorbereitung – in der Gruppe oder im Einzelcoaching – zum Üben an die frische Luft. Schießen nach Gefühl Statt Leistung und Perfektion stehen Selbsterfahrung und meditative Aspekte im Vordergrund. Geschossen wird ohne Hilfsmittel, nach Gefühl und Intuition. Das Timing, die gespannte Sehne loszulassen, soll aus dem Bauch heraus kommen. Nur manchmal wird zeitgleich auf Kommando geschossen. Dieses „intuitive Volle Konzentration, zur Ruhe kommen, loslassen – darum geht es beim Therapeutischen Bogenschießen. Dieses Angebot gilt auch für BBW-Mitarbeiter, um ihnen den Abbau von Stress und einen gewissen Ausgleich zu ermöglichen. Foto: Klaus Bogenschießen“ gilt als die älteste Art des Bogenschießens. Gingen Menschen einst so auf die Jagd, verfolgt man heute in der Therapie ganz andere Ziele: „Es geht um Achtsamkeit im Umgang mit sich selbst“, erklärt Dr. Stefan Thelemann, Leiter des BBW-Fachdienstes Diagnostik und Entwicklung. So stärke das Bogenschießen nicht nur Koordination und Konzentration, sondern ermögliche ein intensives Erleben des eigenen Körpers. Die Jugendlichen können zur Ruhe kommen und für einen Moment alles andere um sich herum ausblenden. Auch das Sozialverhalten wird trainiert, und mit jedem weiteren Pfeil steigt das Selbstwertgefühl. Bogenschießen als „Türöffner“ Dabei ist das Verhalten der Teilnehmer beim Schießen auch oft ein Spiegel ihrer Persönlichkeit. Einer, der die Bogensehne krampfhaft festhalte, habe womöglich auch im Alltag Schwierigkeiten damit, Dinge loszulassen, so Dölker. So sei das Bogenschießen ein guter „Türoffner“ für die Behandlung psychischer Probleme und die dadurch entstandenen maladaptiven Verhaltensweisen. Auf jeden Fall aber macht es den Jugendlichen viel Spaß, und die kleine Auszeit tut ihnen gut – gerade wenn sie manchmal noch ganz aufgedreht, gestresst oder sogar aggressiv aus Schule und Werkstatt ankommen: „Hier können sie dann entspannen“, sagt Corinna Kallup. Dietrich Bross berichtet von der positiven Wirkung des Bogenschießens auf Autisten oder Menschen mit ADHS. Auch körperliche Beeinträchtigungen wie Rückenbeschwerden oder chronische Schmerzen können durch diesen Sport gelindert werden. Und Valentin Dölker weiß von Jugendlichen, die wegen einer motorischen Einschränkung sportlich nicht so aktiv sein können und dann nach den ersten Erfahrungen mit Pfeil und Bogen sagen: „Endlich habe ich etwas gefunden, das ich machen kann.“ Christof Klaus 10 | Auf Kurs Dezember 2016

Einen Augenblick bitte... Seit wann sind Sie im BBW? Seit 2010. Ihr Arbeitsplatz? Berufsvorbereitung Schreiner. Was finden Sie interessant an Ihrer Arbeit? Sie ist sehr abwechslungsreich, fordernd. Dann zu sehen, wie sich die Jugendlichen mit der Zeit entwickeln und dann nach ein paarJahren ihre Ausbildung erfolgreich abschließen – das entschädigt für viele anstrengende Tage. Was machen Sie in Ihrer Freizeit? Wandern, Bogenschießen, Kochen, Tischtennis… aber manchmal auch gar nix! Ihr Lieblingsbuch? Immer das, was ich gerade lese. Derzeit ist das „Der Garten im Himmel. Eine Kindheit in der Toskana“. Valentin Dölker, 42 Jahre Foto: privat Welche Musik hören Sie gerne? Alles… wenn sie niemanden beleidigt. Sie arbeiten in einem sozialen Unternehmen, das zur Stiftung Liebenau gehört. Warum? Wegen der Wertschätzung und des Arbeitsklimas im Team. Ihr Lieblingsessen? Alles außer Meeresfrüchte. Ihr Lieblingsfilm? Da reicht der Platz nicht aus. Spenden für die Ausbildung: www.bbw-rv.de/helfen-und-spenden Auf Kurs Dezember 2016 | 11

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