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Anstifter 2, 2019 der Stiftung Liebenau Österreich

Schwerpunkt Guten Tag

Schwerpunkt Guten Tag Herr Linhart. Vor genau 100 Jahren hat sich die Gemeinde Rieden und die Siedlung Vorkloster mit der Stadt Bregenz vereinigt. Wie feiern Sie dieses Ereignis? Wir feiern das gesamte Jubiläumsjahr mit vielen einzelnen Veranstaltungen.Wir möchten zeigen, dass das Miteinander der Schlüssel zum Erfolg war und sich bis heute nichts daran geändert hat. Da gibt es etwa Ausstellungen im öffentlichen Raum, wie die Installation „Eiserne Fische“ am Bodenseeufer. Ende September gibt es Volksfeststimmung mit Musik, ´nem Schluck Bier und Würstle und im November geben die drei Bregenzer Musikkapellen zusammen mit den Bregenzer Chören und musikbegeisterten Bürgerinnen und Bürgern ein Gemeinschaftskonzert. Dazwischen haben wir eine ganze Reihe an Kleinprojekten. Eines, das mir besonders gut gefällt, ist der digitale Entdeckungs spaziergang der HAK-Bregenz (Handelsakademie, Anm. d. Red.) durch 100 besondere Orte der Stadt (www.100geschichten.bregenz.at, Anm. d. Red.). Oder die „Odyssee – ein Stück über Heimat“, eine Aufführung mit Geschichten aus dem Stadtteil, die dann im Theater KOSMOS von Regisseur Philipp Jenkins mit den Versen der Odysee verknüpft wurden. Sozial vernetzt in Mariahilf Interview mit Bürgermeister Markus Linhart Gemeinwesenarbeit, Bürgerbeteiligung und vielfältige Kooperationen: In den vergangenen 20 Jahren hat sich der Stadtteil Rieden-Vorkloster mit dem Stadtteilzentrum Mariahilf zu einem lebendigen Quartier entwickelt. Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums ist es für zahlreiche Vereine, Gruppen, Künstlerinnen und Künstler daher auch selbstverständlich, an den Feierlichkeiten mitzuwirken. Im Interview beschreibt Bürgermeister Markus Linhart, unter welchen Umständen die Gemeinde Rieden und die Siedlung Vorkloster zu Bregenz kamen, wie sich dieser Stadtteil entwickelt hat und welche Rolle die Stiftung Liebenau dabei spielte und spielt. Wow! Allein die Feierlichkeiten zeugen ja schon von einem großen Miteinander. Wie ist denn der Stadtteil zu dem geworden, was er heute ist? Der Zusammenschluss vor 100 Jahren war vollkommen freiwillig. Die einen, nämlich die Menschen der Stadt Bregenz, hatten keinen Platz und schauten neidig auf Rieden und Vorkloster. Diese wiederum hatten viel Platz, waren aber relativ arm, ohne Zentrum und schauten neidig auf den Reichtum der Stadt. Das Zusammenlegen brachte beiden Seiten nur Vorteile; heute würde man von einer Win-win-Situation sprechen. Natürlich braucht jeder Stadtteil auch ein Stadtteilzentrum … Ja, denn das ist ein zentraler Ort der Identifikation, das Herz des Quartiers, ein Begriff der Heimat, der subsumiert: Hier bin ich zuhause. Es fasziniert mich, dass es uns in den letzten 20 Jahren gelungen ist, gerade in Vorkloster solch ein lebendiges Stadtteilzentrum zu entwickeln. Heute stehen die Kirche und das Stadtteilbüro im Mittelpunkt, daneben das Sozial zentrum mit Pflegeheim und Kindergarten, die Lebensräume für Jung und Alt – vieles davon Konzepte, die wir zusammen mit der Stiftung Liebenau entwickelt haben. Zum Zentrum gehört außerdem der Gewerbepark auf dem ehemaligen Areal der Firma Schoeller. Hinzu kommt der rege Wohnbau, der rund um das Quartier stattgefunden hat. Mit einem neuen Kindergarten, einer neuen Bank und demnächst einer neuen Schule mit innovativem Gesamtkonzept. Die Fragen stellte: Elke Benicke 8 anstifter ÖSTERREICH 2 | 2019

Schwerpunkt Quartiersentwicklung 2019 werden die von der Bürgerbeteiligung entwickelten Ideen realisiert. Unter anderem sollen Begegnungsräume als verkehrsbe ruhigte Zonen mit Sitzbänken und Brunnen geschaffen werden. Die Stadtratsitzung beschließt in Absprache mit der Stiftung Liebenau, der Bewohnervertretung der Lebensräume und des Pflegeheims sowie dem Bauunternehmen VOGEWOSI einen Gemeinschaftsgarten zu erstellen. Der Stadtteil Rieden-Vorkloster feiert seine 100-jährige Dazu gehö rigkeit zur Stadt Bregenz. 2018 installiert die Stadt eine Begleitgruppe für das Projekt Quartiersentwicklung Mariahilf. Seit 2016 beteiligen sich Bürgerinnen und Bürger aktiv an der Quartiersentwicklung. Die regelmäßigen Treffen finden im Sozialzentrum Mariahilf und im Festspielhaus statt. 2015 eröffnet die Stiftung Liebenau eine Pflegewohngemeinschaft für ältere Menschen mit niedrigem Pflegebedarf sowie Betreute Wohnungen in der neu erstellten Wohnanlage Blumenegg; eine Gemeinwesenarbeiterin moderiert das Zusammenleben in der Gemeinschaft. 2014 wird der Garten des Sozialzentrums Mariahilf mit einem Sinnespfad und Hochbeet für die älteren Menschen sowie einem Zauberwald und Holzspielhaus für die Kinder des Kindergartens Rieden-Regenbogen aufgefrischt. An den Gartenarbeiten beteiligen sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stiftung Liebenau, des Kindergartens, der Stadtgärtnerei und von Integra, gemeinnützige Gesellschaft für arbeitsmarktpolitische Integration. 2012 eröffnet die Stadt den Kindergarten Mariahilf und verdoppelt damit das bestehende Angebot an Kindergartenplätzen im Quartier. 2010 vereinbaren die Stiftung Liebenau und die Stadt Bregenz offiziell eine noch engere Zusammenarbeit. Auf dem Areal der Firma Schoeller entsteht der Geschäftspark „schoeller2welten“ mit einem breiten Branchenmix. 2009 errichtet die Stadt den Generationenpark Mariahilf mit einem Spielbereich für Kleinkinder, Kletter-, Bewegungselementen und einer Spielwiese für die größeren. Es gibt Sitz bänke, Wasserbecken und ein Schachfeld, einen offenen Bücherschrank und weitere Angebote. Hier finden regelmäßig Veranstaltungen wie das Vorklöschter Fest oder das Interkulturelle Frühstück statt. Seit 2005 bietet die Stiftung Liebenau im Café des Sozial zentrums einen offenen Mittagstisch. 2004 eröffnet die Stiftung Liebenau die generationenübergreifende Wohnanlage Lebensräume für Jung und Alt. Das Konzept basiert auf dem Prinzip der Nachbarschaftlichkeit; eine Gemeinwesenarbeiterin moderiert das Zusammenleben in der Gemeinschaft. 2001 eröffnet die Stiftung Liebenau das Sozialzentrum Maria hilf. Das Erdgeschoss wird öffentlich genutzt. Hier befinden sich Geschäftsflächen, ein Café und der Lebensraum Bregenz, ein kostenloser Service der Stadt zur Vernetzung sozialer und gesundheitlicher Dienste. Seit 2000 laufen Überlegungen, wie der Stadtteil Rieden-Vorkloster umgenutzt und die Lebensqualität für die dort lebenden Menschen verbessert werden kann. 1919 wird Rieden-Vorkloster mit der Stadt Bregenz vereinigt. Bis 1918 wurde der selbstständige Ort Rieden-Vorkloster vor allem industriell genutzt. Hier standen die Fabriken des Trikotwarenherstellers Benger, der Firmen Maggi, Elektra Bregenz und der Wollgarnspinnerei Schoeller. anstifter ÖSTERREICH 2 | 2019 9

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