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Anstifter 2, 2017 der Stiftung Liebenau

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Der Anstifter ist die Hauszeitschrift der Stiftung Liebenau mit Themen aus den Bereichen Bildung, Familie, Gesundheit, Lebensräume, Pflege, Service und Teilhabe.

Stiftung Liebenau Lebensräume Reparieren - eine coole Sache Ob Bügeleisen, Staubsauger oder Pullover: Im Haushalt geht immer mal wieder was kaputt. Manchmal scheinen Geräte und Textilien nicht mehr reparabel. Doch im Repair-Café in den Lebensräumen in Tettnang wird mancher Besitzer eines Besseren belehrt. Und nimmt dann ein funktionstüchtiges Gerät mit nach Hause. Nicht zu unterschätzen sind die sozialen Kontakte und Netzwerke, die beim Reparieren geknüpft werden. Der Weg führt in den Keller, vorbei an einer Reihe von Fahrrädern. Vom Ende des Flurs kommt Stimmengewirr. Eine Frau wartet bei der Annahme. Rechts um die Ecke befindet sich das Repair-Café. Es ist kein gewöhnlicher Kellerraum. Tageslicht erhellt ihn und er gleicht einer privaten Werkstatt mit integriertem Café. Emsiges Treiben herrscht. Mehrere Männer sitzen an ihren Werktischen, inspizieren einen Toaster oder schrauben an einer Fotovoltaik-Leuchte. Ein Helfer untersucht zusammen mit der Besucherin den privaten Laptop. Die Besucher sollen einbezogen werden, das ist ein Anliegen der Aktiven. Eine junge Frau hat ihren kleinen Fotoapparat mitgebracht, dessen Zoom sich nicht mehr bewegen ließ. „Das ist eine coole Sache“, meint sie nach der Reparatur. Seit eineinhalb Jahren gibt es das Repair-Café in Tettnang. Einmal im Monat für drei Stunden können Tettnanger ihre Geräte bringen. Ein Mann der ersten Stunde ist Wolfgang Rohwer. „Ich halte das für eine gute Idee“, erzählt der ehemalige Seemann und Kapitän. Und ergänzt nicht ohne Stolz: „Zwei Drittel der Geräte können wir reparieren.“ Pro Termin bearbeiten die Helfer im Schnitt 23 so genannte Jobs. Gleichzeitig stellt Rohwer klar, dass das Angebot nicht mit Fachbetrieben konkurrieren soll. Es sind oft ausgefallene Gegenstände oder Lieblingsstücke, die gebracht werden. So wie der 20 Jahre alte Grundig-Fernseher. Doch bei dem mussten auch die ehemaligen Radiound Fernsehtechniker im Team passen. Auch bei Kühlschränken gelingt die Reparatur nicht immer, und einen Gartenhäcksler mussten die Aktiven auch schon abschreiben. Manchmal fehlt es aber nur an einem Widerstand in einem modernen Flachbildschirm. Ein Vorteil des Teams: Einige Aktive haben die nötige Ausbildung, um die notwendige Endprüfung bei Elektrogeräten vorzunehmen. Eines der rechtlichen Themen, die im Repair-Café berücksichtigt werden. Reparieren fürs Gemeinwohl Die Ursprungsidee von Repair-Cafés ist eigentlich ein ökologischer Gedanke. Unserer Wegwerfgesellschaft soll damit etwas entgegengehalten werden. Doch auch die soziale Komponente der Selbstund Nachbarschaftshilfe und dem aktiven Miteinander ist nicht zu unterschätzen. Perfekt passen Repair-Cafés daher in die Lebensräume für Jung und Alt. An vielen Standorten gibt es sie bereits, weitere sind in Planung. Auch in Tettnang fiel die Idee sofort auf fruchtbaren Boden: angestoßen und fachlich begleitet von Irene Eichhorn, Gemeinwesenarbeiterin der Lebensräume, und von Melanie Friedrich von der Anlaufstelle für Bürgerengagement. Abwechselnd sind 19 Freiwillige im Einsatz. Unter ihnen sind viele Rentner. Aber auch junge Frauen sind im Team, kümmern sich um die Wartenden und schenken Kaffee aus. Dazu gibt es selbstgebackenen, gespendeten Kuchen. „Ich möchte der Gesellschaft etwas zurückgeben“, meint Manfred Aumüller. Wie er freuen sich die älteren Aktiven darüber, dass sie noch etwas leisten können. „Das Schönste ist: Wenn das Team Lösungen findet, die unmöglich schienen“, ergänzt er. Brunhilde Michelberger geht es ähnlich: „Ich mag den Leuten was Gutes tun.“ Die ehemalige Pelznäherin und Handarbeitslehrerin hilft bei Flicksachen, ausgerissenen Hemdenknöpfen oder zu langen Ärmeln an der Strickjacke. Wichtig ist ihr, die Besitzer in ihre Tätigkeiten einzubeziehen: Hilfe, die in die Gesellschaft ausstrahlt. (ao) 18 anstifter 2 | 2017

Stiftung Liebenau Lebensräume Leichte Sprache Reparieren im Café In Tettnang gibt es eine Wohn-Anlage für Jung und Alt. Sie gehört zur Stiftung Liebenau. Dort leben unterschiedlich alte Menschen zusammen. Sie unternehmen einiges miteinander. Das ist wichtig, damit das Zusammen-Leben funktioniert. Ein Angebot in der Wohn-Anlage ist das Reparier-Café. In Englisch heißt das Repair-Café (Ripär-Café). Dort bringen Bürger von Tettnang kaputte Geräte hin. Zum Beispiel: - Wasser-Kocher und Bügel-Eisen - Computer und Kühl-Schränke - Pullover und Kleider. Einige Männer und Frauen reparieren die kaputten Sachen. Sie machen das ehren-amtlich. Das heißt, es kostet nichts. Sind die Sachen wieder ganz, entsteht nicht so viel Müll. Das ist gut für die Umwelt. Reparier-Café ist gut für Kontakte Wer auf die Reparatur wartet, bekommt Kaffee und Kuchen. Die Leute reden und lachen miteinander. Manchmal helfen sich die Leute dann auch bei anderen Sachen. Die Idee vom Reparier-Café hatten zwei Frauen, die es auch begleiten: Irene Eichhorn ist Mitarbeiterin in der Wohn-Anlage in Tettnang. Melanie Friedrich ist von der Anlauf-Stelle für das Ehren-Amt in Tettnang. anstifter 2 | 2017 19

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