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Anstifter 2, 2017 der Stiftung Liebenau

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Der Anstifter ist die Hauszeitschrift der Stiftung Liebenau mit Themen aus den Bereichen Bildung, Familie, Gesundheit, Lebensräume, Pflege, Service und Teilhabe.

Stiftung Liebenau Das Glück üben von Prälat Michael H. F. Brock Wieviel Lächeln braucht ein Tag? Oder besser: Welches Lächeln braucht dein Tag? Es gibt Tage ohne Lächeln. Es sind diese ganz normalen Tage gelangweilter Normalität. Aufstehen, viel zu früh. Schweigen beim Frühstück. Der Gang unter die Dusche notwendig, aber nicht belebend. Die Fahrt zur Arbeit über verstopfte Straßen. Die Gedanken an Frau Werner nerven. Sie wird wieder nörgelnd im Bett sitzen. Sie will weder gepflegt noch angezogen werden. Sie wird schimpfen über die Einsamkeit und den Kaffee. Irgendwas ist immer falsch. Nur ich soll immer freundlich sein. Heute werde ich nicht freundlich sein, denke ich. Ich werde meine Arbeit machen. Aber warum soll ich freundlich sein. Wir sind sowieso zu wenige auf Schicht und Veronika, die aus dem zweiten Ausbildungsjahr, steht nur im Weg herum. Nach der Arbeit soll ich noch einkaufen. Gerade fällt mir ein, dass ich noch Wäsche in der Maschine habe, und überhaupt, wenn jetzt die Sonne wieder scheint, bedeutet es eigentlich nur Arbeit: Fensterputzen und so. Lächeln kostet extra, denke ich. Und der Gedanke an mein Gehalt lässt kein Lächeln zu. Basta! Abends noch das Länderspiel im Fernsehen. Wenigstens das. Ich kann schon wieder nicht schlafen. Immer das Gleiche. Endlich um zwei Uhr morgens kann ich schlafen. Aber da klingelt ja fast schon wieder der Wecker. Frau Werner habe Christine erzählt, dass ich gelächelt haben soll beim Betten machen. Und irgendwie hat sie heute nur drei Mal genörgelt. Ich hab doch nicht gelächelt, denke ich. Nicht wissentlich und schon gar nicht absichtlich. Aber Gertrud hat gelächelt, das ist mir aufgefallen. Obwohl Veronika Schicht hatte. Das ist außergewöhnlich. Morgen will ich mal was probieren. Aufstehen wie immer. Frühstück: Schweigen. Aber das Duschen will ich heute mal genießen. Wenigstens das. Nicht einfach reinigen, denke ich. Ich will das Wasser spüren auf meiner Haut. Ich will es warm und kalt und wohltuend. Und ich werde zehn Minuten früher wegfahren von zuhause zur Arbeit. Ich nehme mir fest vor, mich nicht mehr jagen zu lassen durch den Verkehr. Ich schaue mich im Rückspiegel meines Autos an und muss lächeln. Na, sagen wir, schmunzelnd. Frau Werner ist Frau Werner, denke ich und Veronika bleibt Veronika. Aber ich kann auch Lieder singen. Wenigstens leise, denke ich. Und wenn es nur ein Summen sein wird, kaum hörbar. Meine Arbeit ist stinklangweilig und schwer, denke ich. Aber es ist mein Tag! Und bei Astrid Lindgren habe ich gelesen: „Lass dich nicht unterkriegen, sei frech und wild und wunderbar.“ Und musste lachen. Der Spruch steckte in meiner Jugend immer am Spiegel im Bad. Waren das Zeiten! Da werde ich ihn mir wieder hinstecken, den Spruch. Und lächeln möchte ich wieder lernen. Ja, es war verlorengegangen. Und ich will es mir nicht einfach „aufsetzen“. Auch das Glück muss man üben! Ich übe lächeln!!!! Wie es geht? Ich möchte lernen, mich selbst zu mögen. So wie ich bin. Unausgeschlafen. Stumm beim Frühstück, und manchmal vergesse ich die Wäsche in der Maschine. Aber ich bin ich. Und ich möchte lernen, mich wieder zu mögen. Ich bin ich. Und ein Lächeln wert! 14 anstifter 2 | 2017

Stiftung Liebenau Das Erbe in guten Händen Zustifterrente: Immobilienverrentungsmodell mit Zukunft Mit der Zustifterrente ist die Stiftung Liebenau seit 2004 am Immobilienmarkt aktiv. Alleinstehenden oder Paaren ab etwa 65 Jahren wird beim Verkauf ihrer Immobilie ein lebenslanges Wohnrecht im Grundbuch gesichert, dazu erhalten sie eine befristete oder lebenslange Rentenzahlung. Noch ist das Modell relativ unbekannt. Im Rahmen eines Fachtages in Liebenau tauschten sich Fachleute aus verschiedenen Branchen über die Zukunft der Zustifterrente aus. Was mit der Anfrage einer einzelnen Seniorin in finanziellen Nöten begann, wurde von der Stiftung Liebenau zu einem Produkt entwickelt, für das pro Jahr inzwischen gut 200 bis 300 Anfragen aus dem gesamten Bundesgebiet in Liebenau eingehen. „Ich wünsche mir einen offenen Austausch, Kritik und einen gemeinsamen Ausblick in die Zukunft“, sagte Dr. Markus Nachbaur, Vorstand der Stiftung Liebenau bei der Begrüßung. Es gebe für das Modell der Zustifterrente zwar eine wachsende Nachfrage, seriöse Anbieter seien jedoch derzeit rar gesät. Für die Finanzjournalistin Barbara Sternberger-Frey ist das Interesse an Immobilienverrentung keine Überraschung. „Gut 60 Prozent der Rentner leben derzeit in Deutschland im Wohneigentum. Gleichzeitig zeichnet sich aber auch ein deutlicher Trend zum sinkenden Alterseinkommen ab. So verfügt ein Großteil der Rentner zwar über Vermögen, jedoch nicht in Form liquider Mittel, sondern von Immobilien. Der steigende Bedarf an Zusatzeinkommen im Alter lässt sich daraus nicht kompensieren“, so Sternberger-Frey in ihrem Vortrag. Gleichzeitig verwies sie aber auch auf die Schwierigkeiten aus Verbrauchersicht. „Der Immobilienmarkt ist in weiten Teilen nicht transparent, eine Vergleichbarkeit der Angebote ist da nicht gegeben.“ Umso wichtiger ist die Vertrauensbasis zwischen Anbieter und Immobilienbesitzer. Die Stiftung Liebenau ist für Christoph Sedlmeier, Leiter der Abteilung Zustifterrente und Projektentwicklung, ein logischer Partner, der verschiedene Kompetenzen bündelt. Insbesondere bei Immobilienbesitzern aus der Region sei die Vertrauensbasis daher erfahrungsgemäß größer als gegenüber klassischen Finanzdienstleistern. Dass die Nachfrage keineswegs ein lokales Phänomen ist, erläuterte die Hamburger Immobilienmaklerin Dr. Claudia Schulz. Seit 2014 ist sie Kooperationspartnerin der Stiftung Liebenau im Norden der Republik, nimmt den Erstkontakt zu möglichen Kunden auf und gibt erste Einschätzungen über die Realisierbarkeit des Vertrages ab. „In Hamburg ist die Stiftung natürlich kein Begriff, da wollte auch ich mir erst einen Eindruck verschaffen, um guten Gewissens tätig werden zu können“, erzählte Schulz über den Beginn der Zusammenarbeit. Seit ihrem Besuch auf dem Stiftungsgelände in Meckenbeuren kann sie die typische erste Frage der Interessenten nach der Seriosität dieser „Stiftung irgendwo am Bodensee“ eindeutig bejahen. Unter den Gästen und Rednern waren jedoch nicht nur Fachleute aus der Immobilien-, Banken- und Versicherungsbranche, Notare und Rechtsanwälte, sondern auch der erfolgreich „verrentete“ Dr. Ulrich Kypke. Sein emotionaler Vortrag bewies, dass es bei der Zustifterrente der Stiftung auch darum geht, einen gesellschaftlichen Mehrwert zu schaffen. In Kellinghusen, gut 60 Kilometer nördlich von Hamburg, lebt er mit seiner Frau in einem Mehrgenerationen-Quartier. Ihr Haus der Stiftung zu übertragen, spiegelte vor allem den Wunsch wider, das materielle Erbe in die verantwortungsvollen Hände einer wohltätigen Organisation zu übergeben. (dk) Dr. Markus Nachbaur, Vorstand der Stiftung Liebenau, begrüßte 40 Fachleute zum Fachtag Immobilienverrentung. anstifter 2 | 2017 15

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