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Anstifter 2, 2016 der Stiftung Liebenau

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Der Anstifter ist die Hauszeitschrift der Stiftung Liebenau mit Themen aus den Bereichen Altenhilfe, Behindertenhilfe, Bildung, Gesundheit, Familie und Dienstleistungen.

Ursula Cantieni brachte

Ursula Cantieni brachte in der Jodokskirche Bibeltexte zum Klingen. Foto: Kästle Kunstgenuss für die gute Sache Benefizabend hilft der Sozialmedizinischen Nachsorge von Helga Raible RAVENSBURG – „Musik ist die schönste Gabe Gottes“, hat Martin Luther gesagt. Und in der Tat war es ein Geschenk, das Ursula Cantieni und Steffen Mark Schwarz den Gästen des Benefizabends in der St. Jodokskirche bereiteten. Mit biblischen Texten und improvisatorischer Orgelmusik warben sie damit für die Sozialmedizinische Nachsorge „Gemeinsam für Kinder“, ein Dienst für Familien in Krisensituationen. Wer Ursula Cantieni nur als Altbäuerin Johanna in der SWR-Serie „Die Fallers“ kannte, lernt an diesem Abend eine ganz andere Seite der Schauspielerin kennen. Wort für Wort lässt Cantieni Bibeltexte lebendig werden. Da ertönen Klagelieder, triumphale Siegesgesänge, sehnsüchtige Lieder der Liebe – die Schauspielerin hat bekannte und unerwartete Bibelstellen aus dem Alten und Neuen Testament zusammengestellt und füllt das Kirchenschiff mit ihrem Klang. Die Orgel korrespondiert auf ganz eigene Weise damit. Organist Steffen Mark Schwarz improvisiert virtuos – mal zart-schmeichelnd, mal leidenschaftlich-furios. Im Zusammenspiel von Texten und Tönen entstehen Bilder – von der orientalischen Stadt oder den Beduinenzelten in der Wüste, von König David mit der Harfe, von der Prophetin Mirjam mit der Pauke. Seit drei Jahren arbeiten Cantieni und Schwarz zusammen. Und doch ist das Programm immer wieder anders. „Es entwickelt sich mit dem, was um die Texte herum ist“, sagt Ursula Cantieni, die vor Beginn ihrer Theater- und Filmkarriere Sprecherziehung studiert hat. Und auch das Orgelspiel entsteht immer wieder neu, interaktiv-improvisatorisch, bestätigt Steffen Mark Schwarz, Kantor und Organist an der Martins- und Kapellkirche in Albstadt-Ebingen. In Ravensburg waren sie zum ersten Mal zu Gast. Anlass war ein Benefizabend zugunsten der Sozialmedizinischen Nachsorge. Dieser Dienst, den die Stiftung Liebenau in Kooperation mit der Oberschwabenklinik eingerichtet hat, begleitet Familien mit Frühgeborenen, kranken oder behinderten Kindern nach einem langen Klinikaufenthalt in den häuslichen Alltag. Die Leistungen der Krankenkasse reichen jedoch nicht aus, um alle hilfebedürftigen Familien zu begleiten, die Nachsorge ist daher dauerhaft auf Spenden angewiesen. Ursula Cantieni ist es ein Herzensanliegen, diese Arbeit zu unterstützen. Seit 2012 setzt sich die Schauspielerin als Botschafterin für die sozialen Aufgaben der Stiftung Liebenau ein. 18 Stiftung Liebenau

Bibel und Musik für die gute Sache Ursula Cantieni ist aus der SWR-Serie „Die Fallers“ bekannt. Sie spielt die Alt-Bäuerin Johanna. Die Schau-Spielerin hat noch andere Talente. Sie spricht Bibel-Texte: Klage-Lieder, Sieges-Gesänge, Lieder von Liebe. Mit ihrer Stimme füllte sie eine Kirche in Ravens-Burg. Steffen Mark Schwarz spielte Orgel dazu. Er ist Orgel-Spieler an einer Kirche in Albstadt-Ebingen. Wenn die beiden zusammen spielen, entstehen Bilder: zum Beispiel von Zelten in der Wüste oder von König David. Seit drei Jahren arbeiten die beiden zusammen. Ihr Programm ist immer anders. In Ravens-Burg waren sie zum ersten Mal zu Gast. Das Geld vom Konzert war für die Sozial-Medizinische Nach-Sorge. Die Stiftung Liebenau und die Ober-Schwaben-Klinik machen den Dienst. Er hilft Familien mit Kindern bei schweren Krisen. Zum Beispiel, wenn ein Kind krank oder behindert ist. Oder zu früh geboren wurde. Nach dem Krankenhaus müssen sich Familien allein zurecht-finden. Dann kommt für eine Weile der Dienst nach Hause. Die Hilfe ist oft sehr teuer. Das Geld von der Kranken-Kasse ist meistens zu wenig. Der Dienst ist deshalb auf Spenden angewiesen. Ursula Cantieni unterstützt die Arbeit sehr gerne. Seit 2012 ist sie Botschafterin für die Stiftung Liebenau. Stiftung Liebenau 19

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