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Anstifter 2, 2016 der Stiftung Liebenau

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Der Anstifter ist die Hauszeitschrift der Stiftung Liebenau mit Themen aus den Bereichen Altenhilfe, Behindertenhilfe, Bildung, Gesundheit, Familie und Dienstleistungen.

Umringt von Festgästen:

Umringt von Festgästen: Jubilar Monsignore Dr. h. c. Norbert Huber (2.v.l.). Glückwünsche aus Berlin von Verena Bentele. Künstlerin Scarlett Schäfer aus der Kreativwerkstatt Rosenharz überbringt ein Gemälde. Analytisch, menschlich, christlich Monsignore Dr. h. c. Norbert Huber feiert 90. Geburtstag Mit einem Gottesdienst eröffnete Bischof Dr. Gebhard Fürst den Festtag. Er dankte Huber für sein Wirken als Priester und für seine Tätigkeit als Vorstand der Stiftung Liebenau. Mit Herz und Hand, Glauben und Verstand habe Huber den kirchlichen Auftrag zur Diakonie und Caritas umgesetzt in kompetentes zeitvon Helga Raible LIEBENAU – Ein Festtag für einen außergewöhnlichen Jubilar: Den 90. Geburtstag ihres ehemaligen Vorstands Monsignore Dr. h. c. Norbert Huber feierte die Stiftung Liebenau am 22. April 2016 im Katholischen Gemeindezentrum St. Gallus in Tettnang. Zu den Gästen zählten auch Bischof Dr. Gebhard Fürst (Diözese Rottenburg-Stuttgart) und Verena Bentele, die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen. Mit hohem Respekt, fachlicher Anerkennung und großer persönlicher Zuneigung würdigten die Gäste Hubers Lebensleistung, der sich auch ein zu diesem Tag neu erschienenes Buch widmet. Jubilar Monsignore Dr. h. c. Norbert Huber. genössisches Handeln. Mit seiner ganzen Person stehe Huber „für den Liebesdienst am Menschen als Wesensausdruck der Kirche“. Als „besonnener hellwacher Denker und authentischer kritischer Geist“ reiche sein Wirken weit über kirchliche Kreise hinaus, so der Bischof, der Huber in Anerkennung seiner herausragenden Dienste mit der Silbernen Martinusmedaille auszeichnete. Die Verbindung von Kirche zur Politik zog Verena Bentele, Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen: Beiden gemeinsam sei der Einsatz für die Menschenrechte. Der Anspruch der Behindertenrechtskonvention, allen Menschen ein Leben zu ermöglichen in der Mitte der Gesellschaft, sei bereits vor 40 Jahren Hubers Anliegen gewesen. Er sei ein „Wegbereiter der Inklusion“, sagte Bentele und lud dazu ein, wachsam zu bleiben und sich einzumischen, wenn im Umgang mit Menschen mit Behinderung zu sehr auf Unterschiedlichkeit eingegangen werde, statt die Stärken und Potenziale in den Vordergrund zu stellen. Einige Schlaglichter auf Hubers Leben und Wirken warf Dr. Joachim Senn, Aufsichtsratsvorsitzender der Stiftung Liebenau. Geboren am 8. April 1926 in Stuttgart hat Huber nach Kriegsdienst und Kriegsgefangenschaft Theologie und Psychologie studiert, in verschiedenen Bildungseinrichtungen der Diözese Rottenburg-Stuttgart gewirkt. Von 1968 bis zu seinem Ruhestand 1996 leitete er die Stiftung Liebenau, ab 1992 gemeinsam mit seinem Vorstandskollegen Helmut Staiber. In dieser Zeit habe sich die Stiftung 12 Stiftung Liebenau

„Die Außergewöhnlichen“ spielen Szenen aus dem „ganz normalen Alltag“. Pontifikalamt mit Bischof Dr. Gebhard Fürst. Der Liebenauer Chor im Festgottesdienst. Fotos: Mehl auf vielen Ebenen verändert, so Senn. „Und viele der Spuren, die Sie damals gelegt haben, sind noch heute prägend für ihr Gesicht und ihr Handeln.“ Beispielhaft nannte er neben einer tiefgreifenden fachlichen Modernisierung auch die zahlreichen Neubauten – Wohnhäuser und Werkstätten für Menschen mit Behinderung, die St. Lukas-Klinik, die „Lebensräume für Jung und Alt“. Auch habe Huber den Anstoß für eine umfassende Professionalisierung der sozialen Berufe gegeben und das Institut für Soziale Berufe in Ravensburg mit heute über 2 000 Studierenden aufgebaut. Mit der Umwandlung der Stiftung in eine Holding mit operativ tätigen Tochtergesellschaften habe Huber die Stiftung Liebenau zukunftsfähig gemacht. Besonders dankte Senn Monsignore Huber für die zugewandte Haltung. Seine Analyse sei nach wie vor klar und pointiert, aber immer aus einer menschlichen Perspektive und partnerschaftlichen Haltung, „getragen von Anteilnahme und christlicher Nächstenliebe.“ Ein Vorbild für Mitarbeiter Die Glückwünsche der Geschäftsführer der Tochtergesellschaften überbrachte Jörg Munk, Geschäftsführer der St. Gallus-Hilfe. Huber sei für viele ein Vorbild – als Mensch, als gläubiger Christ, als Mann der Kirche, als Experte für soziale Fragen oder als Manager eines sozialen Werkes. In seinen Worten und in seinem Handeln sei es ihm stets um die Menschen gegangen, „um ein respekt- und würdevolles Umgehen im Miteinander und darum, dass jeder Mensch seinen Platz, seinen Entfaltungsraum, in und durch die Stiftung Liebenau, in der Gemeinschaft findet.“ Die Menschen, die in den Einrichtungen der St. Gallus-Hilfe betreut werden, trugen auf vielfältige Weise zur Gestaltung des Festes bei. So überreichte Munk dem Jubilar ein Gemälde von Scarlett Schäfer aus der Kreativwerkstatt Rosenharz, die das Logo der Stiftung Liebenau künstlerisch interpretiert hat. Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes lag beim Liebenauer Chor, dessen Mitglieder zusammen mit der Gemeinde sangen. Das Theater „Die Außergewöhnlichen“ aus Rosenharz präsentierte in einer szenischen Collage Erfahrungen, die Menschen mit Behinderungen im „ganz normalen Alltag“ machen. Pointiert bis bissig, aber humorvoll und mit großer Spielfreude zeigten die Schauspieler zum Beispiel, wie es dem Rollstuhlfahrer geht, der aus gut gemeinter Hilfsbereitschaft, aber gegen seinen Wunsch über die Straße gefahren wird. Ehrenzeichen für Monsignore Huber Im Dank für seinen „außerordentlichen Einsatz“ überreichten die Vorstände Prälat Michael H. F. Brock, Dr. Berthold Broll und Dr. Markus Nachbaur dem Jubilar das Ehrenzeichen der Stiftung Liebenau und ein erstes Exemplar des Buches „Zugewandt – Norbert Huber, Direktor und Vorstand der Stiftung Liebenau 1968–1996 – Biografische Begegnungen“. Es basiert auf einer Reihe von Interviews, die die Stuttgarter Autorin Heike Schiller mit Huber geführt hatte, und zeigt, dass Huber bereits vor 40 Jahren Themen aufgegriffen hat, die bis heute unvermindert aktuell sind. „Die Arbeit an dem Buch hinterlässt bei mir nicht nur den Respekt vor einer großen Persönlichkeit, sondern hat mir die Augen dafür geöffnet, dass die Welt nur dann ein Stückchen besser wird, wenn Menschen wie er nicht aufhören, das auch zu wollen“, so die Autorin in ihrem Vorwort. Der Jubilar bedankte sich bei den Anwesenden für ihre Begleitung und Anregung, „für das, was Sie für mich getan haben.“ Auch er bezog sich auf das jüdisch-christliche Gebot der Nächstenliebe als eine der Wurzeln der Stiftung Liebenau. In Erinnerung daran und an den Heiligen Gallus, nach dem das Liebenauer Schloss im Jahr 1870 benannt worden war, schenkte er der Stiftung ein Faksimile der ersten Vita des Heiligen. Stiftung Liebenau 13

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