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Anstifter 1, 2018 der Stiftung Liebenau

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Der Anstifter ist die Hauszeitschrift der Stiftung Liebenau mit Themen aus den Bereichen Bildung, Familie, Gesundheit, Lebensräume, Pflege, Service und Teilhabe.

Stiftung Liebenau Ein Bildnis von Johann Caspar Bueble erhielt die Familie Bueble bei der Gedenkfeier an ihren Vorfahren. Ein Mann, der die Stiftung Liebenau prägte Der Tettnanger Johann Caspar Bueble (1830 bis 1918) war zusammen mit Kaplan Adolf Aich maßgeblich an der Gründung der „Pfleg- und Bewahranstalt für Unheilbare“ in Liebenau beteiligt und prägte sie in seiner Zeit als Vorstand. Die Stiftung Liebenau und die Volksbank Tettnang, für die sich Bueble ebenfalls verdient gemacht hat, gedachten seiner anlässlich seines Todestages. Johann Caspar Bueble erblickte am 15. September 1830 in Tettnang das Licht der Welt. Über seine Kindheit und Jugend ist nichts bekannt. Als Kaufmann betrieb er das vom Vater 1837 gegründete Textilgeschäft, das sich bis heute in Familienbesitz befindet. Fünfzehn Kinder gehen aus der Ehe mit Sophia, geborene Jehle hervor. Sechs von ihnen sterben jedoch bereits im Kindbett. Im Alter von nur 29 Jahren wurde Bueble in den Tettnanger Gemeinderat gewählt. Mit Unterbrechung gehörte er dem Gremium bis 1905 an. Von 1889 bis 1900 war er außerdem Mitglied im württembergischen Landtag, wo er sich auch vehement für den Bau der Eisenbahnlinie zwischen Meckenbeuren und Tettnang einsetzte. Den Weitblick, der sein Denken und Handeln beeinflussen sollte, schärfte er auch mit verschiedenen Auslandsreisen, etwa nach Paris, Wien und Rom. Mitte des 19. Jahrhunderts begann mit der Industrialisierung eine Landflucht in die Städte und nach Übersee. Auf dem Land und in den Städten herrschte große Not, verursacht auch durch Missernten. Um Landwirtschaft und Handwerk mit dem erforderlichen Kapital zu fördern, entstanden vielerorts genossenschaftliche Banken. Bueble war als eifriger Verfechter dieser Idee bei der Gründung der „Creditbank für Landwirtschaft und Gewerbe in Tettnang“ dabei und wurde auf Anhieb in den Vorstand und zum Kassierer gewählt. Für den erst 40-Jährigen ein großer Vertrauensbeweis. Erst 83-jährig verzichtete er auf eine Wiederwahl. In die gleiche Zeit fiel die Gründung der „Pfleg- und Bewahranstalt" in Liebenau. Um seine Idee eine „Pfleg- und Bewahranstalt“ zu realisieren, überzeugte er zwölf Tettnanger Bürger, jährlich für diesen Zweck zu spenden. Unter ihnen: Kaufmann Bueble, der zu Aichs engstem Vertrauten und Mitstreiter wurde. 1866 gründeten die beiden den St. Johann-Verein. Bueble wird auch hier Kassierer und später Vorstand der Einrichtung in Liebenau: von 1877 bis 1889 und von 1901 bis 1904. In dieser Zeit fällt er wegweisende Entscheidungen zu Grunderwerb und Bauvorhaben. Für seine Verdienste wurde Bueble unter anderem vom württembergischen König Wilhelm II. mit einem goldenen Pokal ausgezeichnet. Außerdem bekam er das päpstliche Ehrenkreuz „Pro Ecclesia et Pontifice“. Johann Caspar Bueble verstarb am 2. Januar 1918 im Alter von 87 Jahren. (ao) 4 anstifter 1 | 2018

Stiftung Liebenau Ein Dorfmensch von Welt Bürgermeister a.D. ist in seinem Briefkopf zu lesen. Außer Dienst, das klingt nach Rheumadecke und Entenfüttern im Park – nicht so Paul Locherer. Seit 2012 ist er Mitglied des Aufsichtsrats der Stiftung Liebenau, 2016 wird er stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender. Auch darüber hinaus wird es ihm nicht langweilig. Auf seinem Schreibtisch liegen gerade der Entwurf für einen Fachartikel und die Klausuren seiner Verwaltungsschüler, die er noch zu korrigieren hat. Vor dem Besuch des Seniorenkreises in der nahegelegenen Wohnanlage für Jung und Alt bleibt aber Zeit für ein Gespräch mit dem Anstifter. „Wenn man mich nach meiner Berufsbezeichnung fragt, sage ich: Renntner mit drei n“. Paul Locherer muss lachen, als er über seinen aktuellen Status sinniert. Politische Ämter und Mandate hat er zwar aufgegeben, sein gesellschaftliches Engagement und die Freude am Gestalten sind jedoch ungebrochen. 31 Jahre in politscher Verantwortung, davon 24 Jahre als Bürgermeister von Amtzell, 20 Jahre im Kreistag und 10 Jahre als Mitglied des Landtages. Ein politischer Marathonlauf! 2016 beendet er ihn ebenso konsequent, wie er ihn bestritten hat. „In der Rückschau war es sehr klug, zu einem Zeitpunkt aufgehört zu haben, als die Leute das noch mit einem ‚Schade' quittiert haben“, so Paul Locherer. Als die Amtzeller ihn 1986 zu ihrem Gemeindeoberhaupt wählen, ist er gerade 31 Jahre alt. Schon damals gibt es erste Berührungspunkte mit der Stiftung Liebenau. Innovative Projekte, wie die Wohnanlagenkonzeption für die „Lebensräume für Jung und Alt“, werden gemeinsam entwickelt. Amtzell nimmt dabei eine regelrechte Vorreiterrolle ein, auf die der ehemalige Bürgermeister mit Stolz verweist: „Wir haben hier schon seit über 20 Jahren sozial-integratives Wohnen, weil wir das so wollten. Eine Gemeinde muss dahinterstehen.“ Die Schaffung der Infrastruktur sei da stets nur eine Seite der Medaille. „Wir haben ganz bewusst eine Kommunikationskultur unter den Generationen geschaffen und die Menschen zusammengebracht.“ Für sein Engagement als „Gestalter des Gemeinwesens“ wird Paul Locherer im Jahr 2011 mit dem Ehrenzeichen der Stiftung Liebenau ausgezeichnet. Immer wieder gelingt es ihm, seine Mitmenschen dafür zu begeistern, sich selbst als Engagierte in der Gesellschaft zu bewegen. Dieses Schneeball-System, ganz positiv verstanden, funktioniert auch in einem seiner jüngeren Projekte, dem Verein „Füreinander – Miteinander in Amtzell“. In gemeinsamer Trägerschaft bringen hier katholische und evangelische Kirchengemeinden, sowie die bürgerliche Gemeinde, professionelle Dienste und bürgerliches Engagement zusammen. „Wir leisten nachbarschaftliche Unterstützung, begleiten die soziale und kulturelle Seniorenarbeit, organisieren Besuchsdienste aber auch Hospizarbeit“, erläutert Paul Locherer. Von Kirchturmdenken kann, bei allem Lokalkolorit, in Amtzell aber keine Rede sein: Mit einer langjährigen Partnerschaft in Kenia und aktuell über das Projekt „Kommunales Know-how für Nahost“ im Libanon bringen sich Ehrenamtliche intensiv in der Entwicklungs- und Flüchtlingshilfe ein. Eine innovative Denkweise, der Wille, mit Menschen etwas aufzubauen und sie für die gute Sache zu begeistern: All dies sind Dinge, die Paul Locherer stets ausgezeichnet haben. Ob in der katholischen Jugendarbeit, als Politiker oder auch als Mitglied des Aufsichtsrates der Stiftung Liebenau. „Ein Stück musst du ein Leben lang mutiger Gestalter bleiben“, sagt Paul Locherer, “Das ist gut, das tut gut und steht für Bewegung!“ (dk) anstifter 1 | 2018 5

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