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Anstifter 1, 2016 der Stiftung Liebenau

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Der Anstifter ist die Hauszeitschrift der Stiftung Liebenau mit Themen aus den Bereichen Altenhilfe, Behindertenhilfe, Bildung, Gesundheit, Familie und Dienstleistungen.

Hilfebedarf bei

Hilfebedarf bei „wellcome“ nimmt weiter zu Helfen, auch wenn es schwierig wird von Claudia Wörner BODENSEEKREIS – Seit fast sechs Jahren nehmen junge Familien im Bodenseekreis das Angebot von „wellcome“ in Anspruch und erhalten stundenweise Unterstützung in Form von moderner, ehrenamtlicher Nachbarschaftshilfe. Zunehmend auch Familien mit Migrationshintergrund nutzen den Dienst, der zum Liebenauer Netzwerk Familie gehört. Das stellt neue Anforderungen an Haupt- und Ehrenamtliche. Entsprechend steigt der Spendenbedarf – denn für „wellcome“ gibt es keinerlei öffentliche Mittel. Im vergangenen Jahr flossen rund 20.000 Euro aus Spendenerträgen der Stiftung an „wellcome“ im Bodenseekreis. 41 Familien freuten sich im vergangenen Jahr im Bodenseekreis über einen ganz persönlichen wellcome-Engel. „Insgesamt 28 Ehrenamtliche standen den Familien bei ihren wöchentlichen Besuchen helfend zur Seite“, berichtet wellcome-Koordinatorin Marion Behrendt. Dabei leisteten sie mehr als 1500 Stunden – geschenkte Zeit für die jungen Mamas. wellcome ist grundsätzlich ein Angebot für alle Familien. 2015 hatte knapp die Hälfte einen Migrationshintergrund. „Wegen Sprachbarrieren reicht ein telefonisches Vorgespräch oft nicht aus. Zusätzlich sind Hausbesuche nötig geworden“, sagt die Koordinatorin, die Familien und Ehrenamtliche passgenau zusammenführt. Besonders erinnert sich Marion Behrendt an Julika R. (Name geändert), die kurz vor der Entbindung ihrer Zwillinge nach Deutschland gekommen war. Eines ihrer Babys war krank und muss in den folgenden Monaten mehrmals operiert werden. „Die Ehrenamtliche war bei Arztgesprächen dabei und hat die Mutter zu den Untersuchungen ins Krankenhaus begleitet“, berichtet sie von dem besonders zeitintensiven Einsatz. Der Fall von Julika R. ist außerdem ein Beispiel für die gelungene Kooperation verschiedener Dienste. So vermittelte wellcome eine ehrenamtliche Dolmetscherin und einen Sprachkurs im Friedrichshafener Familientreff INSEL. „Häufig sind wir durch unseren niederschwelligen Ansatz eine Art Türöffner für weitere professionelle Hilfen.“ Ein weiterer Vorteil: „wellcome“ ist unabhängig von Behörden, das senkt die Zugangsschwelle und mindert Berührungsängste. Maximal bis zum ersten Geburtstag des Kindes bleiben die Ehrenamtlichen in einer Familie. „Durch die gestiegene Nachfrage sind ihre Einsätze jedoch kürzer geworden“, so Behrendt. Sei doch das erklärte Ziel, keiner Familie absagen zu müssen. Daher ist die wellcome-Koordinatorin immer auf der Suche nach weiteren Ehrenamtlichen. „Mitbringen müssen sie neben Lebenserfahrung eigentlich nur ein großes Herz und Begeisterung für die Idee.“ Treffen und Schulungen, die die Ehrenamtlichen stärken, werden ebenfalls mit Hilfen von Spenden finanziert. Für Marion Behrendt ein Einsatz der sich lohnt: Die Freude und Dankbarkeit der Eltern zeige ihr tagtäglich, wie wichtig der Dienst der wellcome-Engel sei. wellcome-Koordinatorin Marion Behrendt hat alle Hände voll zu tun: Immer mehr Familien nutzen nach der Geburt eines Kindes den ehrenamtlichen Dienst der Stiftung Liebenau, der im Bodenseekreis und im Schussental aktiv ist. Foto: Wörner Spendenkonto: Sparkasse Bodensee IBAN: DE35 6905 0001 0020 9944 71 BIC: SOLADES1KNZ Stichwort: wellcome www.netzwerkfamilie.de 22 Stiftung Liebenau

Wie in einer großen Familie Leben in der Gemeinschaft als Wohnform von Claudia Wörner und Elke Benicke DEUTSCHLAND/ÖSTERREICH – Viele alte Menschen, die in ein Pflegeheim ziehen, befürchten, dass sie als Person nicht mehr wahrgenommen werden und im Pflegealltag untergehen. Die Altenhilfe der Stiftung Liebenau nimmt diese Sorgen sehr ernst. Möglich ist die individuelle Begleitung in besonderem Maße in den Wohn- und Pflegegemeinschaften der Altenhilfe Deutschland und in den Hausgemeinschaften der St. Anna-Hilfe Österreich. Fach- und Hilfskräfte aus Pflege und Hauswirtschaft arbeiten Hand in Hand und werden von Alltagsbetreuern unterstützt. Ein Blick hinter die Kulissen. Die Atmosphäre im Haus St. Sebastian in Wittenhofen ist gemütlich. Auf beiden Etagen ist der gemeinsame Wohnbereich mit einer offenen Küche beliebter Treffpunkt. Hier kommen Bewohnerinnen und Bewohner schon am Vormittag zusammen. Aus dem Radio erklingt flotte Schlagermusik. Heute ist Betreuungskraft Thea Rosenbaum im Dienst. Sie sitzt zusammen mit den Senioren am Tisch und spielt mit ihnen. Im Dienst ist auch Pflegehilfskraft Laura Forcini, die zur Gruppe an den Tisch kommt. Sie sieht das leere Glas einer Bewohnerin und fragt, ob sie nachschenken darf. Ebenso wie ihre Kolleginnen geht sie mit offenen Augen durchs Haus und sieht, wo ihre Unterstützung nötig ist. Im Erdgeschoss arbeitet Hauswirtschaftskraft Angela Gerstmeier. Eben wurde das Mittagessen vom Franziskuszentrum in Friedrichshafen geliefert und sie verteilt den Nachtisch. Von der offenen Küche aus sieht sie, dass Bewohner Helmut Pohl mit seinem Rollator unterwegs ist. Schnell legt sie den Löffel zur Seite und begleitet ihn auf dem Weg zu seinem Zimmer. „Mir ist es viel lieber, Mädchen für alles zu sein“, erklärt die Hauswirtschaftskraft. Abwechslungsreich und vor allem familiär empfindet sie die Arbeit im Haus St. Sebastian. Bald ist Zeit für das Mittagessen. Bewohnerin Anita Beckert faltet noch ein paar Servietten, Betreuungskraft Gabi Manz Betreuungskräften und Pflegekräften liegt das Wohl der Bewohner der Wohn- und Pflegegemeinschaft St. Sebastian in Wittenhofen am Herzen. Foto: Wörner deckt die Tische im Wohnbereich. Eine Mitarbeiterin verteilt am Nebentisch Medikamente – eine der Aufgaben, die auch in einer Wohn- und Pflegegemeinschaft ausschließlich von Pflegefachkräften geleistet werden darf. Auch in den Häusern der St. Anna-Hilfe Österreich leben die Senioren alltagsnah und individuell. Auch hier teilen sich Pflege- und Hauswirtschaftskräfte die Arbeit im Wohnbereich. Seit rund zehn Jahren wird in allen neu erstellten Häusern zudem das Hausgemeinschaftsmodell realisiert, das eine geräumige und gut ausgestattete Wohnküche in den Mittelpunkt des Wohnbereichs rückt: Hier kümmert sich eine Alltagsmanagerin um das Essen von der Suppe bis zum Nachtisch und unterhält sich, scheinbar nebenbei, mit den Senioren. Sie hackt Zwiebeln, rührt in Töpfen, schält Äpfel. Es dampft, zischt und köchelt. Die Bewohner sehen, hören und riechen, was vor sich geht, beteiligen sich oder sind einfach dabei. „Das Konzept hat sich bewährt“, resümiert Geschäftsführer Klaus Müller, „denn der Alltag selbst fordert die Menschen immer wieder aufs Neue.“ Altenhilfe 23

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