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Anstifter 1, 2016 der Stiftung Liebenau

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Der Anstifter ist die Hauszeitschrift der Stiftung Liebenau mit Themen aus den Bereichen Altenhilfe, Behindertenhilfe, Bildung, Gesundheit, Familie und Dienstleistungen.

Zusammen mit Pater

Zusammen mit Pater Provinzial Hubert Veeser (links) und Pfarrer Josef Hänsler (rechts) zelebrierte Prälat Michael H. F. Brock den Jubiläumsgottesdienst in der Heilig-Geist-Kapelle. Foto: Kästle „Manifestation der Barmherzigkeit“ 440 Jahre Stiftung Hospital zum Heiligen Geist in Kißlegg von Claudia Wörner KISSLEGG – Fast ein halbes Jahrtausend im Sinne christlicher Nächstenliebe: Die Stiftung Hospital zum Heiligen Geist in Kißlegg ist 440 Jahre alt. Im festlichen Rahmen des Kißlegger Neuen Schlosses feierte sie im Dezember 2015 das Jubiläum zusammen mit vielen Gästen. „Jenen die Hand reichen, die sich nicht selbst helfen können im Namen der Heiligen Dreifaltigkeit – dies war der Wunsch von Hans Ulrich von Schellenberg“, sagte Vorstand Prälat Michael H. F. Brock über die Idee des Gründers der Stiftung Hospital zum Heiligen Geist. Zusammen mit Pater Provinzial Hubert Veeser und Pfarrer Josef Hänsler hielt er den Jubiläumsgottesdienst in der Heilig-Geist-Kapelle. Brock sprach von einer Manifestation der Barmherzigkeit. „Menschen in Not haben aus christlicher Sicht ein Recht auf Fürsorge.“ Heute gelte es mehr denn je, die unbedingte Würde des Einzelnen zu achten und zu bewahren. Im barocken Ambiente des Kißlegger Neuen Schlosses trafen sich die Gäste dann zum Empfang. Mit Blockflöte und Gitarre setzten Larissa und Julia Ziegler, beide Bundespreisträgerinnen von „Jugend musiziert“, klingende Akzente zwischen die Grußworte. S. D. Johannes Fürst von Waldburg-Wolfegg-Waldsee begrüßte die Geladenen als Aufsichtsratsvorsitzender und ehemaliger Kurator der Stiftung Hospital zum Hl. Geist. „An der christlichen Motivation hat sich im Laufe der Jahrhunderte nichts geändert.“ Im Jahr 1999 habe er die Kuratur an die Stiftung Liebenau übergeben. Mit einem Betreuungsdienst, Häusern der Pflege in Kißlegg, Wolfegg und Bad Wurzach und der Übernahme der Rhein-Main-Bildung gGmbH in Frankfurt hat die Hospitalstiftung neue Aufgaben übernommen. „Auch sie sind ganz im Sinne des Gründers“, bekräftigte S. D. Fürst Johannes. „Zur Zeit der Gründer waren Sozialsysteme unbekannt und die Bedürftigen von Almosen abhängig“, erinnerte Regierungspräsident Dr. Jörg Schmidt an die Zeit, als Adlige ihr Vermögen in Hospitalstiftungen eingebracht hatten, motiviert durch das Gebot christlicher Nächstenliebe. Nach wie vor gehe es der Hospitalstiftung darum, ihr Vermögen einem guten Zweck zuzuführen. Nicht zuletzt sei sie ein wichtiger Arbeitgeber und Teil der gemeindlichen Infrastruktur. Zukunftsfähigkeit und Professionalität bescheinigten auch Kißleggs Bürgermeister Dieter Krattenmacher und Thomas Ducrée, Mitglied des Beirats des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen, der Stiftung Hospital zum Heiligen Geist. Das Tuba-Quartett der Jugendmusikschule Württembergisches Allgäu unter der Leitung von Thomas Räth spannte einen musikalischen Bogen von der Renaissance über Barock und Klassik bis zur Moderne. Thomas B. Weiland gab humorvolle Kostproben aus seinem Buch „Das Hospital zum Heiligen Geist in Kißlegg. Ein Streifzug durch die Geschichte“. Auf dem Speisezettel von 1722 stand Milchsuppe, „Brennt’s Mus“, Knöpfle und fast täglich Kraut. Alkoholgenuss, „unnötiges Geschwätz“ und „Ausschwärmen bei Nacht“ waren gar nicht gern gesehen – im Gegensatz zu heute, wo das selbstbestimmte Wohnen im Alter eine Selbstverständlichkeit ist. 16 Stiftung Liebenau

Endlich clean – Familie wieder vereint Bulgarisch-Deutsches Sozialwerk unterstützt Familie einer Ex-Drogenabhängigen von Elke Benicke KITSCHEVO/BULGARIEN – Verwahrlost und verängstigt kommt Bozhidar mit sieben Jahren ins Kinderzentrum „Glaube, Hoffnung und Liebe“ nach Kitschevo nahe Varna. Seine Mutter ist drogenabhängig, seine zwei Schwestern leben verstreut in anderen Heimen. Den Mitarbeitern des Bulgarisch-Deutschen Sozialwerks (BDS), an dem auch die Stiftung Liebenau beteiligt ist, geht es nicht nur darum, den Roma-Jungen zu versorgen, sondern die Familie nachhaltig zu unterstützen. Die Sozialarbeiterinnen aus dem Kinderzentrum „Glaube, Hoffnung und Liebe“ in Kitschevo waren schockiert, als sie Bozhidars Familie auf ein Signal des Sozialamts hin im Jahr 2005 das erste Mal besuchten: Der Sechsjährige wurde von seiner bettlägerigen Großmutter „versorgt“, niemand wusste, wo sich die drogenabhängige Mutter aufhielt, der Vater ist unbekannt. Bozhidar selbst war sehr verängstigt. Als er ins Kinderzentrum in Kitschevo kam, traute er sich anfangs nicht, mit anderen Kindern zu spielen, und weinte oft. Das Team in Kitschevo, das aus Psychologen, Pädagogen und Krankenschwestern besteht, versuchte, Gespräche mit der Mutter zu führen und sie für ihre eigene Situation und die ihrer Familie zu sensibilisieren. Zunächst zeigte sie sich jedoch wenig kooperativ, wollte nicht, dass Bozhidar im Kinderzentrum bleibt. Es stellte sich heraus, dass der Junge noch zwei Schwestern hat, die bereits in verschiedenen Heimen lebten. Erst als das Team der Mutter vorschlug, die Familie wieder zusammenzuführen, willigte sie in die Zusammenarbeit ein. Ein Jahr lang nahm sie am so genannten Mutterkurs teil, machte einen Entzug, ließ sich therapieren und begann, sich selbst im Kinderzentrum zu engagieren, Ausflüge, Unterricht oder Freizeiten für die Kinder zu organisieren. Währenddessen fand das Team die beiden Schwestern in zwei verschiedenen Städten in der Nähe von Varna. Gemeinsam mit dem Jugendamt, der Gemeinde und Psychologen wurde ihr Umzug ins Kinderzentrum „Glaube, Hoffnung und Liebe“ vorbereitet. All das dauerte fast drei Jahre. Bozhidars zehnter Geburtstag stand bevor und so wurde entschieden, ihm die Zusammenführung zum Geschenk zu machen. Ani und Tsveti, die Schwestern, umarmten ihren Bruder bei diesem Anlass zum ersten Mal. Die Mutter war dabei und alle vier weinten vor Freude. Die drei Geschwister leben nun zusammen im Kinderzentrum und besuchen die örtliche Schule. Bozhidar, inzwischen 17 Jahre alt, möchte bald auf eine Berufsschule in Varna gehen. Die Mutter nimmt keine Drogen mehr und arbeitet wieder. Sie besucht ihre Kinder häufig. Ihr Lächeln ist dem Team der schönste Dank. Bozhidar, inzwischen 17 Jahre, mit seiner Mutter Todorka. Im Rahmen des Mutterkurses, den das Kinderzentrum „Glaube, Hoffnung und Liebe“ bietet, hat sie ein neues Leben ohne Drogen beginnen können. Foto: privat Die Projekte des Bulgarisch-Deutschen Sozialwerks, darunter das Kinderzentrum, eine Sozialstation und die Mobile Jugendarbeit werden durch Spenden finanziert. Spendenkonto: Freundeskreis des Bulgarisch- Deutschen Sozialwerks e. V. IBAN: DE75650920100320148009, BIC: GENODES1WAN, Volksbank Allgäu West eG Stiftung Liebenau 17

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