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Anstifter 1, 2016 der Stiftung Liebenau

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Der Anstifter ist die Hauszeitschrift der Stiftung Liebenau mit Themen aus den Bereichen Altenhilfe, Behindertenhilfe, Bildung, Gesundheit, Familie und Dienstleistungen.

Verlässliche Begleitung

Verlässliche Begleitung Foto: Christoph Maisenbacher, www.ottmar-hoerl.de von Prälat Michael H. F. Brock Machen Schutzengel eigentlich gelegentlich Urlaub, wurde ich gefragt. Ja, grundsätzlich würde ich ja an Schutzengel glauben, und doch gäbe es so Vieles, was dagegen spricht. Vom Mann geschlagen, der Betrieb insolvent gegangen, die Wohnung viel zu klein und der Arbeitsplatz nur befristet. Von Anfang an war Vieles schief gelaufen. Der neue Lebenspartner meldet sich nur noch sporadisch und der Verdacht liegt nahe, dass auch das bisschen Vertrauen, das gerade wieder aufgebaut wurde, schon wieder bröckelt. Und mein Schutzengel meldet sich nicht mehr. Jedenfalls spüre ich keinen Halt mehr in meinem Leben. In meinem Herzen sind nur noch Chaos und Sorgen. Nur ein Beispiel. Es steht für viele. Menschen, die mitten aus dem Leben gerissen werden durch Krankheit und erfahrenes Leid. Aus der Bahn geworfen nennen wir es dann, weil wir es nicht verstehen, einfach Schicksal. Gibt es ein Schicksal, dem ich mich nicht entziehen kann? Ist am Ende auch der Himmel nicht mehr verlässlich? Muss ich mich trösten mit dem Gedanken, dass die Schutzengel immer da sind, und es ohne sie noch viel schlimmer wäre? Ich forsche nach: Eine Befragung des Meinungsforschungsinstitutes Forsa im Auftrag des Magazins GEO ergab, dass etwa zwei Drittel aller Deutschen an Schutzengel glauben. Aber die Tendenz sinkt. Aber immerhin glauben noch mehr Menschen an Schutzengel denn an Gott. Die Theologin Christa A. Thiel sieht das darin begründet, dass Engel „greifbarer als Gott“ seien. Immerhin sind sie in unserer Religionsgeschichte immer verstanden worden als Boten Gottes. Sie würden Gottes Willen den Menschen zu erkennen geben, heißt es. Schlussendlich steht hinter der Vorstellung eines Schutzengels der tiefe Glaube verankert, dass Gott sich um jeden Menschen kümmert. In Liedern werden sie bis heute besungen: „Denn er befiehlt seinen Engeln, dich zu behüten auf all deinen Wegen“ – Personenschutz von Gott her und Fürsorge Gottes für all jene, die das noch glauben können. Zutiefst dankbar bin ich für den Gedanken, dass die für uns greifbare und erlebbare Welt noch eine Tiefendimension besitzt, die in Gott gründet und jeden einzelnen Menschen vor Gott als wertvoll beschreibt. Und doch werde ich als Mensch auch ernstnehmen müssen, dass manche Menschen ihr ganz konkretes Leben als unbegleitet und geradezu im Stich gelassen empfinden. Denen darf ich nicht mit einem Glauben, auch nicht mit meinem Glauben an Schutzengel, kommen und sie in ihrem Empfinden geradezu anstößig vertrösten. In meinem Glauben lege ich zum Glauben an Gott und seiner Schutzengel auch immer neu die „Menschwerdung Gottes“ hinzu. Wenn Gott Mensch wurde für uns Menschen in Jesus, dann finde ich den Gedanken sympathisch ob es nicht auch eine „Menschwerdung der Schutzengel“ geben mag. Ich jedenfalls empfinde manche Menschen in meiner Nähe durchaus so. Menschen, die mir verlässlich zur Seite stehen auch in den Niederlagen meines Lebens. Menschen, die trösten, wenn mir nur noch nach Tränen ist. Menschen die Kraft geben, wo meine Kräfte versagen. Menschen die Treue noch schätzen. Menschen, denen es wirklich um mich geht und nicht um eigene Interessen. Daran möchte ich mich auch messen lassen: Ob unsere Verkündigung unseres Glaubens auch ablesbar ist in meinem Verhalten. Natürlich mit allen menschlichen Grenzen. Und dennoch: Ich bin bereit Schutzengel zu sein in menschlicher Gestalt. Und wünschte mir, es würden noch mehr Menschen daran glauben. Dass Menschen auch dazu Begabung haben Boten Gottes zu sein. 14 Stiftung Liebenau

Ideen wachsen lassen Stiftungstag zum Thema Innovation von Susanne Droste-Gräff LIEBENAU – Warum wollte Jesus eigentlich Veränderung? Dieser Frage ging Prälat Michael H. F. Brock in seiner Predigt beim Gottesdienst zum 13. Stiftungstag in Liebenau nach. Er setzte damit einen geistlichen Impuls für den Tag, der unter dem Thema „Innovation“ stand. Neben einem Vortrag gab es Workshops für die rund 150 Führungskräfte aus dem Stiftungsverbund. Anreizsysteme, Belohnungssysteme, Wertschätzung: Diese drei Dinge braucht es für Innovation, so die Hypothese von Dieter Czogalla, Vorstandssprecher i. R. des Sozialwerks St. Georg. Er gestaltete mit seinem Vortrag den ersten Teil des Tages. An zahlreichen Beispielen aus seiner langjährigen Tätigkeit an der Spitze eines großen Trägers sozialer Einrichtungen machte er deutlich, dass es entscheidend auf die Unternehmenskultur ankomme, um Innovationen einen fruchtbaren Boden zu bereiten. Auch brauche es ein Fehlermanagement, das konstruktiv mit Fehlern umgehe. Als Innovationskiller nannte er Regelungswut, Besitz- Die rund 150 Führungskräfte beteiligen sich aktiv beim Stiftungstag in Liebenau. Foto: Droste-Gräff standsdenken, lange Entscheidungswege und das Fehlen von Lob und Wertschätzung. Und auch auf die Frage, was ein innovatives Unternehmen auszeichne, hatte Czogalla mehrere Hypothesen zu bieten: Demnach nehmen innovative Unternehmen Entwicklungen in ihrer Umwelt wahr, interpretieren sie und sind in der Lage sich zu vernetzen. Wichtig sei auch die Unternehmenskultur, die wesentlich von Führungskräften geprägt wird. Und schließlich bescheinigte er innovativen Unternehmen eine Magnetfunktion: Sie zögen die „richtigen“ Mitarbeiter an. Im zweiten Teil des Stiftungstages hatten dann die Führungskräfte Gelegenheit, sich über innovative Projekte ihrer Kolleginnen und Kollegen zu informieren. So ging es zum Beispiel in einem Workshop von Roland Hund und Rodrigo Otey über die gelungene Integration eines Asylbewerbers im Altenpflegeheim St. Konrad in Kressbronn oder im Workshop von Doris Szaukellis und Olaf Fischer um ein Beispiel für intensiv betreutes Wohnen für Menschen mit komplexem Hilfebedarf. Aus dem Berufsbildungswerk Adolf Aich berichteten Marion Schuler und Dr. Stefan Thelemann über ein personenzentriertes Coaching schwerbehinderter Menschen. Elisabeth Anders und Armin Osswald stellten eine Ambulante Wohngruppe der Ordensgemeinschaft der Pallottiner in Immenstaad vor. Unter dem Namen „MobiproEU“ erläuterten Matthias Friedetzky und Manfred Haas ein Projekt zur Ausbildung ausländischer Jugendlicher aus Mitgliedsstaaten der EU und Winfried Grath von der Liebenauer Altenhilfe in Österreich präsentierte verschiedene Projekte des „Marketings nach innen“ im Rahmen einer Arbeitgebermarke. Ihre Erfahrungen mit einem „beinahe“ inklusiven, sozialtherapeutischen Projekt teilten Sabine Schampel und Sebastian Schlaich von der St. Lukas-Klinik mit. Und über ein neues Konzept, das „QuBiKu“, einer Förderwerkstätte für Menschen mit Behinderungen unter dem Dach eines Dienstleistungszentrums mitten in Ravensburg, berichteten Doris Kaiser und Stefan Fricker. Stiftung Liebenau 15

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