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Anstifter 1, 2016 der Stiftung Liebenau

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Der Anstifter ist die Hauszeitschrift der Stiftung Liebenau mit Themen aus den Bereichen Altenhilfe, Behindertenhilfe, Bildung, Gesundheit, Familie und Dienstleistungen.

Schiele: Pionier

Schiele: Pionier der Gemeinwesenarbeit Geschäftsführerwechsel in der Liebenauer Altenhilfe von Anne Oschwald LIEBENAU – Geschäftsführerwechsel in der deutschen Altenhilfe der Stiftung Liebenau: Zahlreiche Gäste feierten die Verabschiedung von Gerhard Schiele als Geschäftsführer und die Einführung seines Nachfolgers Dr. Alexander Lahl. Mitarbeiter, Führungskräfte der Stiftung Liebenau sowie Bürgermeister und Weggefährten waren dabei. Ein hohes Maß an Pioniergeist bescheinigte Dr. Berthold Broll (Vorstand Stiftung Liebenau) dem ehemaligen Geschäftsführer Gerhard Schiele. Seine Erfahrungen aus der gemeindepsychiatrischen Arbeit bildeten die Grundlage für die Entwicklung der Gemeinwesenarbeit und der Lebensräume für Jung und Alt: ein generationenübergreifendes Wohnen, das auf Selbst- und Nachbarschaftshilfe aufbaut. Diese Prinzipien übertrug er dann später im Rahmen der Quartiersarbeit auf ganze Wohnbezirke. Bundesweit hat das Konzept Anklang gefunden und die Person Schiele hohe Achtung gewonnen. Broll zählte einige herausragende Ereignisse auf: 2002 der Besuch des damaligen Bundespräsidenten Johannes Rau in den Lebensräumen in Meckenbeuren oder 2009 der Besuch von Familienministerin Ursula von der Leyen im Mehrgenerationenhaus Veringenstadt. Das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) – unter der Schirmherrschaft des jeweiligen Bundespräsidenten – interessierte sich schon 1997 für das Konzept der Lebensräume. Gerhard Schiele „Die Liebenauer Altenhilfe nimmt die gesamte Dr. Alexander Lahl ist der neue Geschäftsführer der Liebenauer Altenhilfe. Foto: Kästle Herr Dr. Lahl, Sie sind seit November Geschäftsführer der deutschen Altenhilfegesellschaften der Stiftung Liebenau. Wie waren die ersten 100 Tage? Vor allem sehr dicht! Ich habe versucht, in dieser Zeit die Altenhilfe so gut wie möglich kennenzulernen, habe Einrichtungen besucht, Gespräche mit Mitarbeitern geführt, die Kollegen in der Stiftung Liebenau kennen gelernt – und mich in viele unterschiedliche Sachthemen einzuarbeiten begonnen. Und wie ist Ihr erster Eindruck? Die Liebenauer Altenhilfe ist sehr gut aufgestellt. Wir haben individuelle Häuser der Pflege mit persönlicher Atmosphäre. Und überall gibt es sehr hohe Kompetenz. In den verschiedenen Bereichen habe ich motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter getroffen, die ihre Arbeit mit viel Engagement leben. Das gibt uns eine gute Basis, um auf zukünftige Veränderungen reagieren zu können. Welche Veränderungen sehen Sie da konkret? In der Altenhilfe sind ja wesentliche politische Entscheidungen gefallen: Im Pflegestärkungsgesetz II wird Pflegebedürftigkeit neu definiert und nicht mehr nur auf physische Einschränkungen reduziert. Damit wird ein Perspektivwechsel in der Altenhilfe vorgenommen. Besonders spannend finde ich dabei auch die neuen Möglichkeiten, ambulante Angebote zu entwickeln beziehungsweise weiter zu entwickeln. Das Hospiz- und Palliativgesetz bringt Verbesserungen für unsere Arbeit im Hospiz. Veränderungen ergeben sich auch durch die Landespersonalverordnung. Neben starren Personalvorgaben lässt sie eine Flexibilisierung im so genannten Personal- Mix zu. Das heißt: eher weg von einer Spezialisie- 12 Stiftung Liebenau

Zahlreiche Gäste feierten in Liebenau die Verabschiedung von Gerhard Schiele und die Einführung von Dr. Alexander Lahl: (vorne v.l.) Joachim Senn und Prof. Volker Faust (Aufsichtsräte Stiftung Liebenau); Gerhard Schiele mit Stefanie Locher und Dr. Alexander Lahl (Geschäftsführung Altenhilfe); (hinten v.l.) Prälat Michael H. F. Brock, Dr. Berthold Broll, Dr. Markus Nachbaur (Vorstände Stiftung Liebenau). Foto: Kästle selbst wurde 2014 in dieses Gremium berufen. Die Stiftung Liebenau hat es in Österreich realisiert. International ist das Interesse an dem Modell groß. Auch innerhalb der Altenhilfe-Unternehmen hat Schiele Spuren hinterlassen. Er setzte eine Regionalisierung um, die es ermöglicht, dem Einzelnen in seiner individuellen Lebenslage maßgeschneiderte Hilfen anbieten zu können, sei es in stationären Einrichtungen, durch Sozialstationen oder in den Lebensräumen. Heute gehören zur Altenhilfe der Stiftung Liebenau in Deutschland 33 Pflegeheime, vier Sozialstationen und 27 Lebensräume. Nach 22 Arbeitsjahren bleibt Schiele der Stiftung Liebenau als beratender Mitarbeiter erhalten. Gerhard Schiele gab sich bei seiner Verabschiedung bescheiden. Auch er habe nur als Teil eines Ganzen effektiv arbeiten können, sagte er. Sein Dank galt daher allen Mitarbeitern, allen voran seiner Geschäftsführungskollegin Stefanie Locher. Seinem Nachfolger Dr. Alexander Lahl versprach er eine komplexe und spannende Arbeit und wünschte ihm zusammen mit seiner Kollegin Stefanie Locher viele gute Entscheidungen. Gesellschaft in den Blick“ rung hin zu einer gemeinsamen, zu einer integrativen Gestaltung des Lebensalltags. Dabei bleiben natürlich bestimmte Aufgaben den entsprechend ausgebildeten Personen vorbehalten. Wohin geht die fachliche Entwicklung in der Liebenauer Altenhilfe? Wir werden langfristig immer stärker vernetzt denken. Mit unseren Lebensräumen für Jung und Alt, den ambulanten Dienstleistungen bis hin zur stationären Pflege werden auf den Bedarf angepasste Formen des Zusammenlebens ermöglicht – immer verbunden mit dem Anspruch, Autonomie zu wahren und ein gesellschaftliches Miteinander im Wohnquartier zu fördern. So verstanden, ist Altenhilfe dann eine Hilfe, die die gesamte Gesellschaft in den Blick nimmt. Sie geschieht dann nicht ausschließlich durch hochspezialisierte Pflegeprofis – was überhaupt nicht als Kritik an unseren Altenpflegerinnen und -pflegern verstanden werden darf – sondern ist ein im Gemeinwesen verankertes Hilfenetz für alle im Quartier lebenden Menschen. Und mit einem solchen Verständnis von Altenhilfe lässt sich die gesellschaftliche Herausforderung des demografischen Wandels meistern. Stichwort Personal: Was ist da vordringlich? Die große Aufgabe ist, Personal zu gewinnen, zu halten und Jugendliche für einen Ausbildungsberuf in der Pflege zu begeistern. Das ist in einer auf Spaß und Erlebnis ausgerichteten Gesellschaft nicht einfach. Und die anstehende gemeinsame Ausbildung von Altenpflege, Krankenpflege und Kinderkrankenpflege, bringt neben positiven Effekten sicherlich auch noch Übergangsschwierigkeiten mit sich. Stiftung Liebenau 13

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