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Anstifter 1, 2015 der Stiftung Liebenau

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Der Anstifter ist die Hauszeitschrift der Stiftung Liebenau mit Themen aus den Bereichen Altenhilfe, Behindertenhilfe, Bildung, Gesundheit, Familie und Dienstleistungen.

Inklusion ist und bleibt

Inklusion ist und bleibt spannend Förderung von Aktion Mensch leistet wichtige Starthilfe von Anne Oschwald DUSSLINGEN/LEUTKIRCH/SALEM/ULM – Damit Inklusion nicht zum Schlagwort wird, muss sie gemeinsam gestaltet werden. Zusammen mit Aktion Mensch, die inklusionsfördernde Projekte finanziell unterstützt, ist die St. Gallus-Hilfe als kompetenter Träger von Hilfen für Menschen mit Behinderung auf dem Weg. Vier Beispiele zeigen, wie Inklusion im Gemeinwesen gelingen kann. Die Projekte der St. Gallus-Hilfe mit wohlklingenden Titeln verraten bereits die Ziele. Menschen jeder Couleur sollen an der Gesellschaft teilhaben können: Menschen mit einer Einschränkung oder starken Behinderung, Menschen mit Migrationshintergrund, junge und alte Mitbürger. Teilhabe findet dort statt, wo Menschen miteinander leben, aktiv sind, sich einbringen möchten oder Unterstützung brauchen. Also im Sozialraum. Und der ist immer einzigartig geprägt. Durch die Vernetzung vieler unterschiedlicher Akteure kann im Gemeinwesen eine tragfähige Basis für Inklusion geschaffen werden. Susanne Kick, zuständig für Förderungen bei der St. Gallus-Hilfe, schildert das Anliegen von Aktion Mensch: „Nicht die Institution soll im Mittelpunkt stehen.“ Vielmehr sollen Kooperationen Alle an einem Strang – ein Netzwerk für Inklusion in Leutkirch SCHWERPUNKTE: Behindertenbeirat, DRK-Kleiderladen, NeLe – Informationsplattform für Nachbarschaftshilfe, Gremium von Schirmherren für repräsentative Aufgaben IDEEN: Arbeit für Menschen mit Behinderung im Kleiderladen, inklusives Kinderferienprogramm u.v.a. die Inklusion tragen: Träger von Hilfen für Menschen mit Behinderung, aber ebenso Sport- und Musikvereine oder Bildungsträger. Als Kooperationspartner sei die entsprechende Stadt oder Gemeinde immer unerlässlich. Deren Unterstützung des Projekts ist Aktion Mensch besonders wichtig. Aber am wichtigsten sind die betroffenen Menschen, die Partner und Akteure schlechthin sein sollen, weil den Bedarf und die Erfordernisse am besten kennen. Große Bereitschaft vor Ort Daniel Ohmayer vom Projekt in Leutkirch berichtet: „Es gab in Leutkirch schon eine gute Ausgangssituation, bevor das Projekt gestartet ist. In der Stadtverwaltung gibt es eine große Bereitschaft für Veränderungen zum Thema Inklusion. Die St. Gallus-Hilfe unterstützt die Stadt mit ihrem Know-how bei der Umsetzung ihrer inklusiven Ziele.“ Inzwischen gibt es den Behindertenbeirat als Gremium der Mitbestimmung. Ein Projekt ist auch der Kleiderladen mit dem Deutschen Roten Kreuz als Partner. NeLe – eine Internetplattform für Nachbarschaftshilfe in Leutkirch – soll Mitte dieses Jahres online gehen. Andere Gemeinden oder Städte haben eine andere Ausgangsbasis. Im Vorlaufprojekt in Dußlingen, das ebenfalls von Aktion Mensch gefördert wurde, standen die Suche nach Kooperationspartnern und eine Befragung aller Haushalte im Mittelpunkt. Die Verantwortliche vor Ort, Teresa Roth, hat über die zurückgesendeten Bögen erfahren, dass die Gemeindemitglieder sich mehr Begegnungs- und Kontaktmöglichkeiten wünschen. Auch die bauliche Barrierefreiheit ist hier ein wichtiges Thema der Bürger. Teresa Roth will daher mit Interessierten und Engagierten vor Ort eine Bestandsaufnahme bezüglich Barrieren machen. Für mehr Begegnungen stößt sie Angebote an, wie etwa das Inklusions-Café im vergangenen Jahr oder eine Lesung in der örtlichen Bücherei mit einer Autorin mit Asperger Syndrom. Beide Aktivitäten wurden sehr gut von Bürgern angenommen. „Wir fangen in den Projekten oft klein an. Daraus ergeben sich womöglich neue Aktivitäten 24 Menschen mit Behinderung

Dußlingen auf dem Weg zur inklusiven Gemeinde SCHWERPUNKTE: Begegnungsmöglichkeiten schaffen wie Inklusionscafé, Erhebung von Barrieren vor Ort IDEEN: Initiierung eines Runden Tisches, Inklusionsverantwortliche der Gemeinde, Vernetzung mit Kreisbehinderten-beauftragten, Wegweiser in Einfacher Sprache u.v.a. P!NK – Projekt Inklusion in Ulm SCHWERPUNKTE: Inklusiver Mittagstisch in Ulmer Weststadthaus IDEEN: Kooperation mit Bildungsträgern und Kirchengemeinden, Freizeitbegleiter für Menschen mit Behinderung in Vereinen, Sensibilisierung der Bevölkerung, Inklusionsfachtag u.v.a. oder Kooperationen. Es ist oft wie ein Schneeball-System“, so die Erfahrungen von Teresa Roth. Ihre Kollegen pflichten ihr bei. In Ulm ist für Christiane Zeman ein zentrales Projekt die Umsetzung eines inklusiven Mittagstischs im Ulmer Weststadthaus. Junge Menschen, die im Regionalen Ausbildungszentrum (RAZ) die Berufsvorbereitende Einrichtung (BVE) besuchen, kochen einmal die Woche unter Anleitung einer Küchenmeisterin. Die kompetente Fachfrau leitet die Jugendlichen beim Schneiden und Hacken, Kochen und Servieren an. Für den künftigen Berufsweg möglicherweise ein Plus. Besonders, dass die Jugendlichen vermehrt im Service tätig sein werden, ist für Christiane Zeman wichtig: Hierbei können sich Gäste und Jugendliche begegnen. „Heute läuft der Mittagstisch von selbst“, so Christiane Zeman. Es kommen regelmäßig etwa 45 Gäste. Die Bekanntheit ist sicher auch dem medialen Interesse zu verdanken. Christiane Zeman sieht sich bestätigt, dass Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung der Bevölkerung beim Prozess der Inklusion wichtig sind. Allein an diesem einzelnen Projekt sind bereits etliche Kooperationspartner beteiligt. Eine gute Basis, weitere Akteure ins Boot zu holen. Starthilfe für drei Jahre Die Verantwortlichen haben in dem jeweiligen Projektzeitraum von drei Jahren die Aufgabe, Aktivitäten anzustoßen, die danach möglichst alleine laufen sollen. Dafür braucht es Akteure, die sich der Sache annehmen. So berichtet etwa Daniel Ohmayer von einem Mann in Leutkirch, der seit einem Unfall mit 18 Jahren selbst eingeschränkt ist. Er kenne ausgesprochen viele Menschen in Leutkirch und sei sehr interessiert. Ohmayer konnte ihn als ehrenamtlichen Mitarbeiter gewinnen, und somit als einen wichtigen Multiplikator für Inklusion. Ähnliches berichtet Teresa Roth von einer sehr regen Bewohnerin im Wohnhaus der St. Gallus-Hilfe. Von ihrer Fortbildung „Bürger in der Gemeinde“ in Liebenau kehre sie immer voller Inspirationen und Ideen zurück. Aber zum Beispiel auch die Apothekerin in Dußlingen, die gleichzeitig im Vorstand der Bürgerstiftung ist, sei eine zentrale Person im örtlichen Netzwerk. Inklusion brauche solche Schlüsselpersonen. Salem – Das Miteinander gewinnt SCHWERPUNKTE: Freizeitangebote für Kinder, Jugendliche/junge Erwachsene, z. B. Tanzgruppe „Alle in Bewegung“, inklusive Erlebnistage für Jugendliche/junge Erwachsene IDEEN: Freizeit- und Begegnungsmöglichkeiten für erwachsene Menschen, Begleitung von Migranten, Theateraktionen, Inklusionspaten für Vereine, Zusammenarbeit mit Trägern der Erwachsenenbildung, World-Café für Austausch u.v.a. Beim Projekt in Salem im westlichen Bodenseekreis ist Felix Heckenberger verantwortlich. Derzeitige Schwerpunkte liegen im Bereich Freizeitmöglichkeiten für junge Menschen, etwa mit inklusiven Märchenerlebnistagen und Jugendtagen. Partner sind zum Beispiel die Erleb- Menschen mit Behinderung 25

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