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Anstifter 1, 2015 der Stiftung Liebenau

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Der Anstifter ist die Hauszeitschrift der Stiftung Liebenau mit Themen aus den Bereichen Altenhilfe, Behindertenhilfe, Bildung, Gesundheit, Familie und Dienstleistungen.

„Wir möchten keine

„Wir möchten keine Familie abweisen!“ Spenden ermöglichen Sozialmedizinische Nachsorge Die Fragen stellte Svenja Kranz RAVENSBURG – Wenn Kinder zu früh geboren werden oder schwer krank sind, ist die Situation für die Eltern meist belastend und voller Ängste. Gerade nach einem langen Krankenhausaufenthalt sind die ersten Wochen zu Hause eine große Herausforderung. Immer häufiger betreut die Sozialmedizinische Nachsorge auch Familien mit Migrationshintergrund. Aber für Familien, die die deutsche Sprache wenig beherrschen, ist es noch schwieriger, mit der Situation klarzukommen. Oft herrscht kulturbedingt eine andere Einstellung zu Krankheit oder Behinderung, die Mütter leben isoliert und nutzen kaum Hilfsangebote von außen. Zu ganz normalen Nachsorge-Themen kommen andere Probleme, und im Zuge der Flüchtlingswelle verschärft sich die Situation. Susanne Dietrich und Nadja Nobis von der Sozialmedizinischen Nachsorge helfen in solchen Situationen, sind dafür jedoch auf Spenden angewiesen. Rund 50.000 Euro aus Spendenmitteln der Stiftung Liebenau sind 2014 in die Nachsorge geflossen. Was belastet diese Familien am meisten? Nadja Nobis: Die Familien sind vielfältigen Stress- Faktoren ausgesetzt: Wohnungsnot, Arbeitssuche, die Unsicherheit über den Asyl-Status oder Existenzangst. Hinzu kommt meistens ein Gefühl von Entwurzelung und die Ratlosigkeit, wie man all die Dinge finanziert, wenn man mit dem Frühgeborenen aus der Klinik nach Hause geht. Solche Sorgen stehen viel mehr im Vordergrund als das kranke Kind und müssen erst geklärt werden. Gibt es Erlebnisse, die Sie besonders bewegten? Susanne Dietrich: Ich habe eine Flüchtlingsfamilie betreut, die mit einem Frühgeborenen mit Atemproblemen in einem Wohnheim lebte. Überall in den Wohnräumen war Schimmel, und da stellt sich die Frage, wo man mit Helfen anfangen soll. Nadja Nobis: Seit ein paar Monaten betreue ich eine Wir sagen Danke! Peter Ziemer aus Tettnang unterstützt die Werkstatt der Liebenauer Arbeitswelten Rosenharz mit einer großzügigen Spende. In einer Feierstunde überreichte Ziemer (Bildmitte) den Verantwortlichen einen Spendenscheck in Höhe von 6.000 Euro für die Verschönerung der Gartenanlage auf dem Gelände der Werkstatt. Spenden statt Geschenke: Nach diesem Grundsatz hat sich die Firma F. K. Systembau (im Bild links Geschäftsführer Frank Bechle) entschieden, in diesem Jahr auf Weihnachtsgeschenke an ihre Kunden zu verzichten und stattdessen die Stiftung Liebenau mit einer Spende in Höhe von 2.000 Euro zu bedenken. 18 Stiftung Liebenau

Wenn sie Flüchtlingsfamilien betreuen, stoßen Susanne Dietrich und Nadja Nobis von der Sozialmedizinischen Nachsorge auf vielfältige Probleme. Foto: Kranz Flüchtlingsfamilie aus Syrien mit einem mehrfach behinderten Kind. Die Familie gehört zu den sogenannten Kontingentflüchtlingen, ist legal nach Deutschland eingereist, weil ein hier lebender Bekannter für sie und alle aufkommenden Kosten bürgt. Die Situation ist dramatisch, weil dringende Krankenhausaufenthalte anstehen und alles privat finanziert werden muss. Meine Unterstützung für die Familie wurde durch Spendengelder möglich. Auf welche Schwierigkeiten stoßen Sie? Nadja Nobis: Unsere Arbeit ist auf 20 Stunden begrenzt, und in dieser Zeit müssen wir die Familien so gut vernetzen, dass die Hilfe anschließend weitergeht. Manchmal bräuchten wir mehr Zeit, die wird aber von den Kassen nicht finanziert. Und bei Flüchtlingsfamilien wird der Antrag auf Nachsorgeleistungen von den Ämtern oft gar nicht erst genehmigt. In dem Fall sind wir über Spenden sehr dankbar, denn wir möchten keine Familie abweisen, die Nachsorge möchte und braucht. Susanne Dietrich: Eine große Schwierigkeit ist die sprachliche Barriere. Wie soll ich einen Termin vereinbaren, wenn niemand zum Übersetzen da ist? Wir brauchen dringend ehrenamtliche Dolmetscher, vor allem für Arabisch, denn auch das zahlt die Krankenkasse nicht. Die Sozialmedizinische Nachsorge ist eine Kooperation der Stiftung Liebenau und der Oberschwabenklinik (OSK). Damit die Nachsorge schnell und unbürokratisch helfen kann, ist der Dienst auf Spenden angewiesen. www.netzwerkfamilie.de/nachsorge.html Spendenkonto: Sparkasse Bodensee IBAN: DE35 6905 0001 0020 9944 71 BIC: SOLADES1KNZ Stichwort: Nachsorge Die Baden-Württembergische Bank (BW-Bank) in Ravensburg und Friedrichshafen hat dem Berufsbildungswerk Adolf Aich 4.000 Euro gespendet. Edmund Rupp (vorn l.: BW-Unternehmenskunden Kreise Ravensburg und Bodensee) und Markus Kistler (hinten 3.v.r.; Unternehmenskundengeschäft Baden-Württemberg Süd-Ost) überbrachten die Spende. Der Ambulante Kinderhospizdienst im Landkreis Ravensburg und im Bodenseekreis freut sich über Spenden aus der Aktion Radio 7 Drachenkinder. Einen Scheck über 5.000 Euro überbrachte Projektleiterin Ilona Leicht (2.v.r.) von Radio 7 den Verantwortlichen des Kinderhospizdienstes, der von der Stiftung Liebenau und den Maltesern getragen wird. Stiftung Liebenau 19

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