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Anstifter 1, 2015 der Stiftung Liebenau

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Der Anstifter ist die Hauszeitschrift der Stiftung Liebenau mit Themen aus den Bereichen Altenhilfe, Behindertenhilfe, Bildung, Gesundheit, Familie und Dienstleistungen.

Dr. Markus Nachbaur,

Dr. Markus Nachbaur, Vorstand der Stiftung Liebenau, war Teil einer nationalen Expertengruppe, die im Auftrag der G8-Staaten Empfehlungen zu künftigen Finanzierungsmöglichkeiten gab. Foto: Kästle Zum einen, um die Investitionen zu legitimieren, zum anderen, um (potenzielle) Investoren zu überzeugen. Für die Finanzierung der Gemeinwesenarbeit in den „Lebensräumen für Jung und Alt“, die seit vielen Jahren durch die Stiftung Liebenau und die jeweilige Gemeinde gedeckt und neuerdings über Bürgerstiftungen und künftig durch Genossenschaftsmodelle finanziert wird, ist dieser Beweis bereits erbracht. Eine SROI (Social Return on Invest)-Analyse, die die Stiftung Liebenau in Auftrag gegeben hatte, hat unter anderem ergeben, dass bei älteren Bewohnern Pflegebedürftigkeit hinausgezögert oder unter Umständen verhindert werden kann. Wünschenswert wäre nun die Bereitschaft des Leistungsträgers beziehungsweise des Staates, die Rendite zu zahlen, die sich aus den vermiedenen Kosten der Pflege ergibt. „Denkbar wäre zum Beispiel, dass die Pflegeversicherung eine Ausschüttung an die Lebensräume tätigt“, erläutert Nachbaur. Um vermiedene Kosten im Gesundheitssystem geht es zum Beispiel auch beim Projekt „Discovering Hands“, das der Frauenarzt Dr. Frank Hoffmann iniziiert hatte: Blinde Frauen, die häufig auf dem Arbeitsmarkt schwer Fuß fassen können, werden zu medizinischen Tastuntersucherinnen für die Brustkrebsfrüherkennung ausgebildet. Das Projekt vereint Arbeitsintegrationsziele, und senkt durch die frühzeitige Entdeckung von Karzinomen hohe Behandlungs- und Folgekosten. Möglich war das Projekt nur durch Privatinvestoren. Die Rendite der vermiedenen Kosten zahlen hier bereits die Krankenkassen. Je wirksamer die präventive Maßnahme für eine bestimmte Zielgruppe ist und je bedeutsamer die Kosten für die Solidargemeinschaft wären, desto mehr tritt der Staat als Renditegeber auf den Plan. „Es gilt also, Sozialleistungen mit präventivem Charakter vorzufinanzieren und den Beweis zu erbringen, dass die angebotenen Leistungen wirksam sind“, fasst Nachbaur zusammen. So könne zum Beispiel langfristig auch der von der Stiftung Liebenau aus Überzeugung vorangetriebene Bürger-Profi-Mix in ein regelfinanziertes System überführt werden – immer unter der Voraussetzung, dass der Nutzen nachgewiesen ist. Etablierte Finanzierungsquellen der Sozialen Arbeit Social Impact Investment ist zusätzlich eine Möglichkeit, privates Kapital zu nutzen. Bereits etabliert sind: Entgelte/Pflegesätze Nutzungsentgelte EU-Förderung Vermögenserträge Kirchensteuern Wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb Mitgliedsbeiträge Sponsoring Spenden Testate Quelle: Halfar (1999) Hintergrund Vertreter aus Sozial- und Finanzwirtschaft, Stiftungen, Wissenschaft und öffentlicher Hand haben im Rahmen eines „National Advisory Boards (NABs)“ für die „Social Impact Investment Taskforce“ der G8-Staaten vor einem guten halben Jahr einen Bericht vorgelegt, der innovative Finanzierungsinstrumente für die sozialen Dienstleistungen darlegt, diskutiert und bewertet. Vorstand Dr. Markus Nachbaur war Mitglied in diesem Gremium. WirkungsorientierteS InvestiEREn: Neue Finanzierungsquellen zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen Der Abschlussbericht kann unter www.stiftung-liebenau.de unter News (10.10.2014) als pdf heruntergeladen werden. 10 Stiftung Liebenau

In unserer Mitte – Der Mensch Stiftungstag zum Leitwort der Stiftung Liebenau von Susanne Droste-Gräff LIEBENAU – „In unserer Mitte – Der Mensch“. Vor nahezu 25 Jahren fasste die Stiftung Liebenau ihre Haltung in diesem Leitwort zusammen. Es ist seitdem Wegweiser für die Arbeit, für den Umgang mit Bewohnern, Mitarbeitern und auch mit sich selbst. Beim Stiftungstag 2014, zu dem traditionell Führungs- und Leitungskräfte eingeladen werden, nahm die Stiftung Liebenau nun dieses Leitwort in ihre Mitte. Rund 200 Teilnehmer waren eingeladen seine Bedeutung zu entdecken, wiederzuentdecken und zu überprüfen. Mit unterschiedlichen Aussagen von Philosophen, Theologen und Schriftstellern ging Prälat Michael H. F. Brock, Vorstand der Stiftung Liebenau, der Die Bedeutung von Frage nach, was der Mensch sei. Brock machte auf Begegnung stellte diese Weise Widersprüche und Ambivalenzen deutlich, die sich dabei ergeben, wenn über den Men- Prälat Michael H. F. Brock ins Zentrum schen geredet wird. seiner Gedanken zum Sichtbar machte Brock die Vielfalt menschlichen Leitwort der Stiftung Daseins anhand von 100 Menschenfotos: Glück, Verzweiflung, Macht, Ohnmacht, Grausamkeit und Lie- Liebenau. Foto: Droste-Gräff benswürdigkeit waren auf diesen Bildern zu sehen. Brock forderte die Anwesenden anschließend auf, den Blick nun auf sich selbst zu richten: Mittels Taschenspiegeln begaben sich die Teilnehmer auf „Selbst-Entdeckung“, die bewusst machen sollte, dass jeder Mensch am Anfang seines Lebens auf Hilfe angewiesen ist. Deutlich wurde so auch: Noch vor dem eigenen Wirken steht das Empfangen. Brock ging in dem Zusammenhang ein auf die Gefahr der Selbstaufgabe in Bezug auf andere Menschen: Über Generationen galt es als christlich, sich selbst aufzuopfern und nicht wichtig zu nehmen. Das Leitwort der Stiftung Liebenau, häufig in caritativer Verengung ausschließlich verstanden als das Handeln aus der Nächstenliebe heraus, soll aber jeden Menschen in die Mitte stellen. Denn Zuwendung und Beziehung im Sinne von Martin Bubers Satz „Der Mensch wird am Du zum Ich“ könne nur gelingen, wenn man sich manchmal auch selbst in die Mitte stelle und Zuwendung durch andere erhalte. Die vier Grundsätze des Leitwortes – christliche, wirtschaftliche, gesellschaftliche und individuelle Aspekte – sollen dabei keine Widersprüche darstellen. Es gehe um die Wiederentdeckung des dialogischen Lebens, immer im Bewusstsein, dass die Stiftung Liebenau inmitten von Regelsystemen dieser Welt handle. Im zweiten Teil des Stiftungstages stellten Mitarbeiter aus den unterschiedlichsten Tätigkeitsbereichen der Stiftung Liebenau in kurzen Statements Erfahrungen, Geschichten, Prozesse aus ihrer Arbeit vor. Immer auf das Leitwort „In unserer Mitte – Der Mensch“ bezugnehmend, reflektierten sie Begegnungen, fachliche Entwicklungen, Bemühungen um individuelle Lösungen. So kamen auch Spannungsfelder zur Sprache, die entstehen, wenn zum Beispiel im Einzelfall abgewägt werden muss zwischen Kundenwunsch und Arbeitsbelastung des Mitarbeiters. Die Schauspieler Jutta Klawuhn und Alexander Niess vom Theater Ravensburg setzten diese Schilderungen in kurze, burlesk improvisierte Szenen um und gaben ihnen so überraschende Wendungen und neue Perspektiven. Stiftung Liebenau 11

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