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annalive 02/2018

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Lesenswertes aus der Stiftung Liebenau Österreich

26 PRAXIS VORARLBERG

26 PRAXIS VORARLBERG Rückblick und Aufbruch Seniorenheim Schmidt schließt: Interview mit der Hausleiterin VANDANS – Die Hälfte der Bewohnerinnen und Bewohner ist bereits in das Haus St. Fidelis nach St. Gallenkirch gezogen. Die verbliebenen 14 älteren Menschen ziehen gegen Ende des Jahres in das neue Haus St. Anna nach Bartholomäberg. Wenn Anfang des kommenden Jahres alles abgewickelt ist, tritt Hausleiterin Andrea Jochum ihre Pension an. Im folgenden Interview blickt sie noch einmal zurück – und nach vorn. Die Fragen stellte: Elke Benicke/Foto: privat Frau Jochum, Sie haben neun Jahre im Seni orenheim Schmidt gearbeitet, seit Januar 2014 als Hausleiterin. Zuvor waren Sie im Haus St. Josef als Wohnbereichsleiterin beschäftigt. Nun schließt „Ihr“ Haus und Ihre Pension steht an. Sind in beruflicher Hinsicht noch Wünsche offen geblieben? Andrea Jochum: Nein, als diplomierte Krankenschwester habe ich alles erreicht, was man erreichen kann. Ich schätze sehr, dass ich bei der Stiftung Liebenau die Möglichkeit hatte, den Master of Science im Pflegemanagement zu absolvieren. Gleichzeitig war mir die Nähe zu meinen Kollegen und „meinen“ Bewohnern immer sehr wichtig und diese habe ich auch gelebt. Welche Neuerungen haben Sie im Seniorenheim Schmidt umgesetzt? Andrea Jochum: Ein größeres, sehr wichtiges, aber auch schönes Projekt war die BOA-Schulung (Bewohnerorientiertes Arbeiten, Anm.d.Red.), weil alle Mitarbeiter daran teilgenommen haben und wir uns, unsere Arbeit und unsere Bewohner noch besser kennengelernt haben. Was hat Ihnen während Ihrer Zeit im Seniorenheim Schmidt außerdem besonders gut gefallen? Andrea Jochum: Großen Spaß hat mir das Gestalten der Wohnbereiche gemacht. Für die sehr unterschiedlichen Bewohner haben wir im Team jeweils individuelle Wohlfühlnischen entwickelt. Gut gefallen haben mir auch unsere spontanen Ausflüge, das Raclette-Essen am Nikolausabend oder die gemütlichen Weihnachtsfeiern mit anschließendem Zusammensitzen der Mitarbeiter. Gab es auch Krisen? Andrea Jochum: Ja, kleine und größere Herausforderungen gibt es immer wie etwa personelle Engpässe. Allerdings konnte ich gerade dann auf meine Mitarbeiter zählen; da gab es einen großen Zusammenhalt. Wie bereiten Sie den Abschied vom Haus für die Bewohner und die Mitarbeiter vor? Andrea Jochum: Ich bin derzeit in ständigem und regelmäßigem Austausch mit Dennis, Winfried und Florian (Dr. Dennis Roth, Leiter der Qualitätsentwicklung, Winfried Grath, Wirtschaftlicher Leiter, und Florian Seher, Hausleiter des Seniorenheims Bartholomäberg, Anm. d. Red.). Wir besprechen, was jeder Bewohner individuell in dieser Phase vor dem Umzug braucht und wie wir diese Bedürfnisse bestmöglich erfüllen können. Die einen brauchen mehr emotionale Unterstützung, andere mehr Informationen oder auch eine Alternative. Für die aktuellen und auch ehemaligen Mitarbeiter planen wir ein Abschiedsfest. Ich bin sehr froh und dankbar, dass ich diesen Austausch mit dem Führungsteam habe. Wenn der Umzug und die Schließung des Hauses Anfang kommenden Jahres abgewickelt ist, gehen Sie in Pension. Welche Pläne haben Sie für diese Zeit? Andrea Jochum: Ich habe einige Erwachsenenvertretungen übernommen und halte so automatisch und gerne den Kontakt zu Bewohnern und Kollegen. Ich habe wieder mehr Zeit für meine Hobbys wie Nähen, Stricken oder Radfahren und die Familie. Ich habe mir auch vorgenommen, wieder öfter Saxophon zu spielen. Alles Gute! Und vielen Dank für das Gespräch, Frau Jochum. Gerne mittendrin: Hausleiterin Andrea Jochum (Mitte) mit zwei Bewohnern im Seniorenheim Schmidt.

27 PRAXIS VORARLBERG Auszeit für pflegende Angehörige Neue Plätze in der Tagesbetreuung BREGENZ / NÜZIDERS – Abwechslung für Pflegebedürftige: Ab September bietet die Stiftung Liebenau in Bregenz und Nüziders insgesamt 18 neue Plätze in der Tagesbetreuung. Kompetente Pflege, einfühlsame Begleitung und das gemeinschaftliche Alltagserleben sorgen dafür, dass sich die älteren Menschen auch außerhalb des gewohnten Umfelds wohlfühlen – und das von Mal zu Mal mehr. Text: Elke Benicke/Fotos: Felix Kästle Die neu erstellte, moderne Wohnanlage Keltengasse liegt im Zentrum von Nüziders. Sie bietet sieben betreute Wohnungen und ab September acht Plätze in der Tagesbetreuung. Pflegende Angehörige brauchen Auszeiten, um beruflich am Ball zu bleiben und auch um die eigene Gesundheit sowie ein ausgeglichenes Familienleben zu erhalten. Wenn der dauernde Aufenthalt in einem Pflegeheim (noch) keine Option ist, kann die tage- oder auch halbtageweise Betreuung wesentlich zur Entlastung der pflegenden Angehörigen beitragen. Gleichzeitig profitiert auch die Seniorin oder der Senior von neuen Anreizen, wird gefördert und gefordert. Persönlich und freundlich Die ersten Tagesgäste treffen morgens in der Tagesbetreuung ein, in der Wohnanlage Keltengasse ab acht Uhr, in der Wohnanlage Brändlepark ab neun Uhr. An beiden Standorten stehen dafür geräumige, Wohnungen mit Balkon, Wohnküche und Ruheräumen zur Verfügung. „Genug Raum, um den Alltag gemeinsam zu erleben, aber auch, um sich bei Bedarf zurückziehen zu können“, sagt Astrid Voraberger, Pflegedienstleiterin im Seniorenheim Tschermakgarten sowie Verantwortliche für die nahegelegene Tagesbetreuung im Brändlepark. Gegen neun Uhr sind fast alle Tages- oder Halbtagesgäste angekommen. Der Tag beginnt mit einem gemeinsamen Frühstück. Wenn nötig, erhalten sie dabei kompetente Unterstützung von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stiftung Liebenau. Nähe und Orientierung Nach dem Frühstück können das Gedächtnis und die Beweglichkeit trainiert werden. Jeder kann mitmachen, keiner muss. Auch ein gemeinsamer Spaziergang oder Einkauf für das Mittagessen im Supermarkt ist möglich. Im Wohnbereich rund um die gemeinsame Wohnküche sind die Betreuerinnen und Betreuer den ganzen Tag über stets anwesend. Vor allem Menschen mit Demenz profitieren von der Präsenz und Gesprächsbereitschaft einer Bezugsperson. „So finden sie Nähe und Orientierung, fühlen sich geborgen und angenommen“, weiß Doris Zotter, Leiterin der Tagesbetreuung Keltengasse, aus ihrer Erfahrung als Wohnbereichsleiterin im nahegelegenen Sozialzentrum St. Vinerius. Gelebter Alltag Am späteren Vormittag beginnt eine Mitarbeiterin mit dem Kochen. „Wichtig ist uns, dass die älteren Menschen den Alltag rund um die Wohnküche unmittelbar und recht familiär erleben“, erklärt die künftige Leiterin. „Hier wird Gemüse geputzt, Kuchenteig gerührt, gekocht und gegessen. Wir kümmern uns um die Mahlzeiten, während die älteren Menschen sehen, hören und riechen, was passiert und sich nach ihren Wünschen und Fähigkeiten beteiligen können. Für die individuelle Betreuung und im Bedarfsfall auch Pflege steht gleichzeitig qualifiziertes Personal zur Seite.“ Friseur und Fußpflege Nach dem Mittagessen können sich die Tagesgäste zum Ausruhen in einen der Ruheräume zurückziehen oder einfach auf der Couch im Wohnzimmer ausruhen. Später gibt es Kaffee- und Kuchen. Auch am Nachmittag gibt es die Möglichkeit das nahe gelegene Dorfcafé (Nüziders) oder das Café im Tschermakgarten (Bregenz) zu besuchen. Nach Voranmeldung kommt die Fußpflegerin oder die Friseurin in die Tagesbetreuung. Auch therapeutische Leistungen wie die Physiotherapie können nach Zuweisung durch den Hausarzt im nahen Sozialzentrum absolviert werden. „So vergeht der Tag sicher wie im Flug“, sagt Doris Zotter. Nach und nach werden die Tagesgäste von ihren Angehörigen oder einem Hol- und Bringdienst bis spätestens 17 Uhr im Brändlepark und 18 Uhr in der Keltengasse abgeholt. Viele haben am Abend dann so einiges zu erzählen. ❏ Den Alltag gestalten, Nähe und Orientierung erfahren: Tagesbetreuung rund um die gemeinsame Wohnküche.

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