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annalive 02/2018

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Lesenswertes aus der Stiftung Liebenau Österreich

10 DAS THEMA Konzept

10 DAS THEMA Konzept Hausgemeinschaft Alltagsnah und individuell: Seit über zehn Jahren leben die älteren Menschen in den neu erstellten Häusern in Stadl- Paura, Gmunden, Nüziders, St. Gallenkirch und demnächst in Bartholomäberg nach dem Konzept der Hausgemeinschaften in kleinen, familiären Gruppen rund um eine gemeinsame Wohnküche. Sofern dies baulich möglich war, wurde das Konzept nachträglich auch auf andere Häuser der Stiftung Liebenau übertragen. Hier ein Auszug aus dem Interview zum zehnjährigen Jubiläum der Hausgemeinschaften (siehe anna live 2/2015) mit Geschäftsführer Klaus Müller und Regionalleiterin für Oberösterreich und Kärnten, Doris Kollar-Plasser. Was genau überzeugt Sie an dem Konzept? Doris Kollar-Plasser: Das Leben in den Hausgemeinschaften ist überschaubar und heimelig, soziale Kontakte ergeben sich leicht und schnell und auch verwirrte Menschen fühlen sich sicher und geborgen. Klaus Müller: Es liegt ja nahe, so normal wie möglich zu leben. Früher hatten wir sehr viele Aktivitäten auf dem Programm. Doch in den Hausgemeinschaften erübrigt sich ein solcher Umfang. Es gibt täglich an sich schon viel zu tun, all die hauswirtschaftlichen Dinge, die ohnehin jemand machen muss und die allen Menschen vertraut sind. Aktivitäten ergeben sich von selbst und die Bewohner sind involviert, sehen, hören und riechen, was passiert, egal, ob sie sich aktiv beteiligen oder nicht. Ein großer Vorteil ist auch, dass die Alltagsmanagerin den ganzen Tag über präsent ist und den Bewohnern, aber auch den Angehörigen als Ansprechpartnerin zur Verfügung steht. Solch ein ständiges Beieinandersein ist aber vielleicht nicht Sache jedes (älteren) Menschen … Klaus Müller: Die Hausgemeinschaft ist nur ein Angebot. Jeder kann sich jederzeit auch in das eigene Zimmer zurückziehen. Auffällig ist, dass das die wenigsten wollen und machen. Das heißt, Hausgemeinschaften eignen sich für alle Seniorinnen und Senioren? Doris Kollar-Plasser: Auch wenn es sich zunächst um eine Zweckgemeinschaft handelt, zeigt sich doch, dass es den älteren Menschen in diesem überschaubaren Rahmen leichter fällt, neue Freundschaften zu knüpfen. Wir erleben, dass Bewohner neu eingezogene Mitbewohner willkommen heißen und auch den neuen Angehörigen in der anfangs eventuell schwierigen Situation zur Seite stehen. ❏ 2005 2006 Eröffnung der Sozialzentren Kloster Nazareth und St. Vinerius Ab Januar beteiligen sich das Seniorenheim Tschermakgarten (Bregenz) und das Sozialzentrum Kloster Nazareth (Stadl-Paura) am europaweiten Pilotprojekt E-Qualin® für ein besseres Qualitätsmanagement. Im Mai wird das Sozialzentrum Kloster Nazareth in Stadl- Paura feierlich eröffnet. Es ist das erste Haus der Stiftung Liebenau Österreich, damals noch St. Anna-Hilfe, in dem nach dem Hausgemeinschaftsmodell gearbeitet wird. In Kooperation mit dem Land Oberösterreich findet ein Reflektionstag zum Thema Hausgemeinschaften statt. Im September wird das Sozialzentrum St. Vinerius in Nüziders eröffnet. Sozialzentrum Kloster Nazareth, Stadl-Paura Sozialzentrum St. Vinerius, Nüziders Klaus Müller wird alleiniger Geschäftsführer Im September erfolgt der Spatenstich für das Haus St. Josef in Gmunden. Die Bewohner des alten Hauses ziehen vorübergehend ins Sozialzentrum Kloster Nazareth nach Stadl-Paura. Im Dezember geht Geschäftsführer Manfred King in den Ruhestand. Klaus Müller wird alleiniger Geschäftsführer der St. Anna-Hilfe, die ab 2017 als Liebenau Österreich gemeinnützige GmbH firmiert.

23 11 DAS THEMA „Der Chef * persönlich hat mich aufgenommen. Ich habe ein schönes Zimmer.“ *(Hausleiter Florian Seher, Anm. d. Red.) Carmen Vogt lebt schon seit der Eröffnung des Sozialzentrums St. Vinerius dort im Pflegeheim. Bewohnerorientiertes Arbeiten Bewohnerorientiertes Arbeiten (BOA) und die wissenschaftlich begleitete Form Wahrnehmende Unternehmenskultur (WUK) sind fester Bestandteil im Fortbildungsprogramm der Stiftung Liebenau in Vorarlberg. Es geht darum, an einer wertschätzenden und ausgeglichenen Grundhaltung zu arbeiten, beginnend bei den Mitarbeitern der Führungsebene bis in alle Bereiche einer Einrichtung. „Unsere in BOA oder WUK geschulten Pflegenden lernen, sich auf den individuellen Menschen einzustellen – auf die Kollegin im Team ebenso wie auf den Bewohner“, sagt Dr. Dennis Roth, Leiter der Qualitätsentwicklung in der Stiftung Liebenau Österreich. „Das subjektive Wohlbefinden hängt wesentlich davon ab, ob sich jemand entsprechend seiner persönlichen Erwartungen, seiner Gewohnheiten und seinem Lebensstil aufgehoben und ernst genommen fühlt.“ ❏ „Ich bin zusammen mit meiner Mut ter in diese Wohnung gezogen. Inzwischen ist sie verstorben, aber ich komme gut klar.“ Friedrich Debus lebt schon seit der Eröffnung des Sozialzentrums St. Vinerius dort in einer heimgebundenen Wohnung. 2007 2008 Bewohnerorientieres Arbeiten Die Stiftung Liebenau Österreich, damals noch St. Anna-Hilfe, entwickelt Qualitätsstandards, die so genannten Anna-Standards, unter anderem wird das Projekt BOA (Bewohnerorientiertes Arbeiten) in mehreren Häusern umgesetzt. Auszug aus der trägereigenen BOA-Präambel: „Unsere tägliche Arbeit ist geprägt von Begeisterung, Humor, Kreativität und Ausdauer.“ Renovierung in Bregenz, Hauseröffnung in Gmunden Im Januar werden die umfassenden Renovierungsarbeiten am Seniorenheim Tschermakgarten abgeschlossen. Mit neuen Aufenthaltsräumen und Wohnküchen lässt sich dort jetzt ein wohngruppenorientiertes Pflegekonzept realisieren. Im September wird das Haus St. Josef in Gmunden offiziell eröffnet. Es ist nach den Sozialzentren Kloster Nazareth und St. Vinerius ein weiteres Haus, das nach dem Hausgemeinschaftsmodell arbeitet. Haus St. Josef, Gmunden

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