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annalive 02/2016

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Lesenswertes aus der Stiftung Liebenau Österreich

6 DAS THEMA aus der

6 DAS THEMA aus der Menge herausragen, war sich aber nicht sicher, ob das als Bäuerin geht. Ich habe ihr Kombinationen vorgeschlagen, die sie zunächst ablehnte, weil sie nicht attraktiver als die Anderen sein wollte. Sie musste erst den eigenen Wert erkennen und in sich und in den Stil, den sie tragen wollte, hineinwachsen. Das hat sie jetzt geschafft. Das geht nicht in einer halben Stunde, es ist ein Akt des Sich-Findens. Auch ich habe lange gebraucht, um meinen Stil zu finden, in dem ich mich schick und modisch, dem Anlass entsprechend fühle. Beraten Sie auch ältere Menschen über 70 oder 80 Jahre? Elisabeth Motsch: Ja, sie kommen meist auf Stil- Seminare. Einige haben von ihren Kindern oder ihrem Mann einen Gutschein für Stilberatung bekommen, zu Weihnachten, zum Geburtstag. Oder sie kommen aus Eigeninitiative, weil sie sich so etwas immer gewünscht und doch bisher nicht gegönnt haben. Ich finde, niemand ist zu alt für so etwas. Gerade im Alter sollten Frauen und Männer sich für ihre besten Tage schick machen. Die älteren Menschen kleiden sich heute viel jugendlicher als früher. Was empfehlen Sie ihnen? Elisabeth Motsch: Im Alter muss nicht immer alles grau oder beige sein. Es dürfen ruhig auch mal Farben sein, abgestimmt auf die Persönlichkeit. Die älteren Leute sollten sich öfter was gönnen, nicht so tun, als lohne es sich nicht mehr. Auch bei

7 DAS THEMA Gesundheitsschuhen gibt es schickere und weniger schicke, welche, die zu einem passen und andere, die das nicht tun. Dass eine Frau mit 80 ihre Haare nicht mehr schwarz färben sollte, leuchtet ein: Das passt einfach nicht mehr. Alle im Alter natürlichen Haarfarben wie mittelbraun oder hellbraun wirken natürlicher und damit attraktiver. Auch das Nicht- Färben ist eine große Option, die ich sehr empfehle. Ein anderes Thema ist der Ausschnitt bei einem Kleid oder einer Bluse: Entgegen ihrer eigenen Meinung können viele 80-Jährige noch gut einen Ausschnitt tragen. Warum nicht? Keine Frau braucht Ihr Alter verstecken. Die Modeikone und Innenarchitektin Iris Apfel aus New York zeigt uns mit Ihren 94 Jahren wie selbstverständlich Attraktivität im Alter sein kann. Mit dem Mut, sein Inneres nach außen zu kehren, steigt auch das Selbstwertgefühl. Kommen auch Menschen mit Behinderung zu Ihnen? Elisabeth Motsch: Ja, natürlich haben auch Menschen mit Behinderung das Bedürfnis für sich und andere attraktiv zu sein! Ein Beispiel: Da war diese Dame mit Multipler Sklerose. Sie saß im Rollstuhl und wünschte sich eine Stil- und Farbberatung. Jeden Tag ließ sie sich von ihrer Pflegerin ankleiden und schminken. Sie hat sich die Liebe für ihr Äußeres erhalten. Haben Sie noch einen Tipp für die Mitarbeiterinnen der St. Anna-Hilfe, die ja – bis auf die Führungskräfte – Arbeitskleidung tragen? Elisabeth Motsch: Auch Menschen, die Arbeitskleidung tragen, sollten darauf achten, dass die Kleidung sitzt und gebügelt ist, der Kragen eine Form hat. Ihre Persönlichkeit können sie im Kleinen akzentuieren, zum Beispiel, ein farblich und im Muster zur Person passendes Halstuch tragen oder mit anderen kleinen Accessoires ihre Persönlichkeit betonen. Sie sollten sich dezent aber individuell schminken und auf die Form der Augenbrauen achten. Ihr Engagement in Fragen des Stils scheint mehr Berufung als Beruf zu sein. Wann und aus welchen Gründen wurden Sie Stilexpertin? Elisabeth Motsch: Ich bin Stilexpertin geworden, weil ich selbst unter meinem fehlenden Kleiderstil gelitten habe. In jungen Jahren hatte ich einen sehr reichen Mann kennengelernt und lebte drei Jahre in Monte Carlo, galt dort aber immer als die stillose Österreicherin. Dann habe ich mich mit mir beschäftigt und festgestellt, dass es mir Spaß macht, einen Stil zu finden, dass ich ein Gespür dafür habe. Diese Freude am Finden eines eigenen Stils möchte ich an andere weitergeben. Welches Buch zum Thema Schönsein empfehlen Sie den Leserinnen der anna live? Elisabeth Motsch: „Make-up für jedefrau – Spass an Make-up von 13 bis 99 Jahre“ von Susanne Lamprecht, erschienen im Schlössli Verlag Zürich, 2015. Oder: „Typberatung, die anzieht – Ideen und Impulse für mehr Stilgefühl“ von Stephanie Palm, erschienen im Verlag Amaconda, 2010. Und dann auch: „Stil mit Gefühl. Kleider, die zur Seele passen“ von Olivia Goldsmith und Amy Fine Collins, erschienen im Wunderlich Verlag, 1999. Vielen Dank für das Gespräch, Frau Motsch!

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