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annalive 02/2016

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Lesenswertes aus der Stiftung Liebenau Österreich

4 DAS THEMA Schönsein

4 DAS THEMA Schönsein für sich und andere Schönheitstipps, die tiefer wirken „Frau H. muss einmal eine schöne Frau gewesen sein.“ – Was für ein unüberlegtes Kompliment! Woher will Frau M. das denn wissen? Sie erkennt es doch daran, dass sie die Betrachtete jetzt schön findet, jetzt mit ihren mehr als 80 Jahren. Das Schöne an einem Menschen zu erkennen, ist ein Ausdruck von Wertschätzung. „Frau H. ist eine schöne Frau“, muss es dann heißen, egal, ob sie älter, pflegebedürftig, geistig oder körperlich beeinträchtigt ist. Wer von anderen als schön empfunden wird, hat sich solch ein Kompliment jedenfalls verdient. Denn Schönsein ist Arbeit, Arbeit an sich selbst. Erst, wenn wir es schaffen, unsere inneren Werte durch unser Äußeres, durch die Frisur, Kleidung und das Auftreten zu spiegeln, wirken wir schön auf andere: Wir strahlen Harmonie aus, haben Stil. Im folgenden Interview erklärt die Stilexpertin Elisabeth Motsch diesen Sachverhalt näher und gibt Schönheitstipps, die tiefer wirken. Die Fragen stellte: Elke Benicke/Foto: Elisabeth Motsch

5 DAS THEMA Elisabeth Motsch: „Das Wissen um das Schöne gibt uns Würde und Kompetenz“ Guten Tag, Frau Motsch. Sie kennen sich aus mit dem Schönsein, bezeichnen sich selbst als Stilexpertin, geben Seminare, halten Vorträge und schreiben Bücher. Wie definieren Sie Schönsein? Elisabeth Motsch: Schönheit liegt im Auge des Betrachters; ich persönlich bevorzuge deshalb ja den Begriff Attraktivität. Die wichtigste Betrachterin meiner Person bin ich selbst. Dann kommen die Menschen, die mir wichtig sind und dann jene, bei denen ich ankommen will oder muss. Wenn ich in den Spiegel schaue und mich mag in meiner Kleidung, mit meiner Frisur, meinen Accessoires, wenn ich zufrieden bin und auch Zufriedenheit ausstrahle, dann fühle ich mich schön und bin attraktiv. Hat Schönheit einen Wert an sich? Elisabeth Motsch: Bei dieser Frage muss ich an früher denken: Viele der heutigen Seniorinnen sind mit dem Satz groß geworden: „Hochmut kommt vor dem Fall.“ Viele hatten damals ganz andere Herausforderungen, Attraktivität hatte keinen Platz im Alltag, war Luxus für den Sonntag. Damals war Kleidung auch noch kein Wegwerfartikel, so wie das heute oft ist. Die Leute haben sehr genau darauf geachtet, was sie kaufen, denn das musste dann auch lange halten. Wichtig war das Sonntagsgewand für die Kirche. Noch ein Spruch von früher fällt mir dazu ein: „Immer schön ist nie schön“. Einige Menschen machen gerade das Nicht- Schön-Sein-Wollen zu einer Lebenseinstellung, sagen: „Für mich zählen mehr die inneren Werte, ich brauche diesen ganzen Schnickschnack nicht“. Wie reagieren Sie auf solche Statements? Elisabeth Motsch: Darauf antworte ich: „Haben Sie die bei mir schon gesehen, die inneren Werte?“ Üblicherweise spiegeln wir unsere Seele durch unser Äußeres, die Kleidung, das Auftreten und Benehmen. Es gibt nur ganz wenig Menschen, die sich zwar unmöglich anziehen, weil sie sich nie mit Kleidung beschäftigt haben, ihr Innerstes aber trotzdem über die Ausstrahlung und die Güte in den Augen transportieren können. Dann geht es wieder um „das Auge des Betrachters“? Elisabeth Motsch: Richtig, wenn da zum Beispiel einer daherkommt, ein Mann, die Haare ungepflegt und die Kleidung unordentlich, sagen doch die meisten: „Den Gschlamperten, den mag ich nicht. So wie der aussieht, der kann nichts.“ Wer in der Gesellschaft einen Wert haben möchte, für den gehört das Äußere einfach dazu. Wie entdecken Sie die Persönlichkeit eines Menschen im Rahmen Ihrer Arbeit? Wie kehren Sie sein Inneres nach außen? Elisabeth Motsch: Zunächst beobachte ich, wie sich die Person bewegt, wie sie geht, wie sie steht und sitzt. Dann die Augen. Wenn jemand sehr offen ist, sehr neugierig, sieht man das an den Augen. Auch das Gesicht – ist es kantig oder rund? – und die Stimme – ist sie fest oder zart, rauchig oder dominant? – lassen Rückschlüsse auf den Charakter, das Innere zu. Das Äußere sollte nie auffälliger sein als die Person selbst. Wenn ich erste Eindrücke gesammelt habe, spreche ich mit ihr oder ihm darüber. Was will diese Person ausdrücken? Wie sieht sie sich selber? Sieht sie sich so, wie ich sie sehe? Kürzlich hatte ich eine Kundin, eine Bäuerin, die sich Rat bei mir holte. Ich habe sie gefragt, ob sie weiß, wer sie ist und sein möchte. Ich habe gespürt, sie möchte

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