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annalive 02/2016

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Lesenswertes aus der Stiftung Liebenau Österreich

12 DAS THEMA Friseur und

12 DAS THEMA Friseur und Fußpflege im Haus St. Josef, Gmunden Schönheitspflege im Pflegeheim Der kleine Friseursalon im Erdgeschoss ist Teil des Hauses St. Josef in Gmunden. Jeden Montag werden dort Frisur- und Farbträume erfüllt und am selben Ort zwei Mal im Monat Füße und Fußnägel nach allen Regeln der Kunst gepflegt und verschönt. Die Mitarbeiterinnen haben sich auf die Anliegen der Seniorinnen spezialisiert und beraten sie gerne. Text: Monika Kirchmayr Fotos: Felix Kästle, Monika Kirchmayr Jeden Montag ab acht Uhr startet die Friseurmeisterin Christine Holzinger mit einer Auszubildenden, derzeit Katrin Schönberger, und verschönert die Haare der Bewohnerinnen. Die beiden Damen waschen, schneiden und legen, ganz nach den Wünschen ihrer Kundinnen. Beliebt sind vor allem die Dauer- oder Wasserwelle. Friseurmeisterin Holzinger achtet stets auf eine typgerechte Beratung, ohne dass sie wesentliche Veränderungen von den Bewohnerinnen fordert. Sie empfiehlt: „Die Frisur sollte praktisch im täglichen Styling sein, um der Bewohnerin selbst, aber auch dem Pflegepersonal eine einfache Handhabe zu ermöglichen.“ Grau macht schön – jetzt auch Frauen Ein zentrales Thema für ältere Menschen ist das Ergrauen der Haare. Graue Haare waren für die meisten lange nur eine unerfreuliche Begleiterscheinung des Älterwerdens. „Wenn der Haarschopf mit den Jahren zunehmend seine jugendliche Farbe verliert, ist das aber kein Drama“, beruhigt Christine Holzinger. Bei Männern gelten graue Haare schon länger als attraktiv und machen sie erst interessant. Mittlerweile stehen auch immer mehr Frauen selbstbewusst zu ihren Silberwellen. „Mit der richtigen Frisur und entsprechender Pflege können graue Haare richtig gut aussehen“, weiß die Friseurmeisterin. „Damit niemand älter aussieht als sie oder er ist, sollte die Frisur, egal, ob klassisch oder extravagant, stets exakt geschnitten sein, denn graue Haare können schnell ungepflegt wirken.“ Regelmäßiges Nachschneiden ist daher etwa alle vier bis sechs Wochen Pflicht. Schöne Füße sind gesunde Füße Zweimal im Monat ist die Fußpflegerin Gabriele Hametinger im Friseursalon aktiv und bietet den Bewohnerinnen eine professionelle Rundum-Behandlung ihrer Füße. „Eine Pediküre ist etwas sehr Angenehmes. Vor allem im Alter sollte man nicht vergessen, seinen Füßen etwas Gutes zu tun, bevor die ersten Beschwerden oder gar Schmerzen auftreten“, betont Gabriele Hametinger. Die Behandlung beginnt mit einem Fußbad. „Neben der Reinigung und Erfrischung dienen Fußbäder der Durchblutungsförderung, Desodorierung und der Hornhauterweichung“, erklärt Hametinger, die auch ein eigenes Massage- und Fußpflege- Institut führt. Nach dem entspannenden Fußbad wird die überschüssige Hornhaut entfernt und die Nagelhaut zurückgeschoben. Zum Schluss werden die Seniorinnen mit einer Fußmassage verwöhnt.

13 Schönsein im Tod: individuelle Wünsche in Erfahrung bringen Für einen Abschied in Würde Früher wurden Verstorbene zuhause nach festgelegten Bräuchen aufgebahrt und danach ebenso rituell bestattet. Heute gibt es kaum mehr feste Richtlinien in der Bestattungskultur. Sterbende begleiten, mit ihnen über die eigene Bestattung sprechen, Wünsche notieren und weiterleiten, gehört daher zu den größeren Herausforderungen im pflegerischen Alltag. Text: Jutta Unger/Foto: Felix Kästle Die Mitarbeiterinnen in den Häusern der St. Anna- Hilfe pflegen und betreuen eine Generation, die in einer ihnen fremden Sterbe- und Bestattungskultur aufgewachsen ist. Und obwohl der Tod zu den letzten Tabuthemen gehört, gilt es, die individuellen Wünsche der jeweiligen Bewohnerin herauszufinden und zu akzeptieren, auch wenn sie nicht den eigenen Vorstellungen entsprechen. Ein Gespräch mit der Seniorin selbst, den Angehörigen oder Sachwalterinnen sollte möglichst frühzeitig stattfinden. Denn der Tod gehört zum Leben. Beobachten, zuhören, austauschen Während die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Religion oder Glaubensrichtung meist klar geäußert wird oder eindeutig aus der Biografie hervorgeht, sind konkrete Gespräche über die eigene Bestattung nur selten gewünscht. Vorlieben hinsichtlich Kleidung, Frisur und Accessoires der einzelnen Bewohnerinnen beobachten die Pflegekräfte vor allem im Alltag und persönlichen Gespräch. Sie tauschen sich im Team aus, dokumentieren konkrete Wünsche und was sonst relevant sein könnte. So weit möglich werden alle Wünsche und individuellen Bedürfnisse umgesetzt. Wichtig ist auch, dass die Verstorbene im Kreise der Lebenden feierlich verabschiedet wird. Kleiden, frisieren, schmücken Ist eine Bewohnerin verstorben, gehen die Pflegekräfte weiterhin ruhig und würdevoll mit ihr um. Sie kleiden sie mit dem, was sie sich gewünscht oder am liebsten (zu festlichen Anlässen) getragen hat. Sie richten ihr die Frisur, so, wie sie es gerne hatte und schmücken ihre Hände liebevoll mit einer Blume oder einem Rosenkranz. Falls keine anderen Wünsche vorliegen, schmücken sie auch ihre direkte Umgebung mit einer Kerze, einem Kreuz oder einem Rosenkranz. Vorher kundgegebene Musikwünsche werden erfüllt und das Zimmer nach den Bedürfnissen der Angehörigen vorbereitet. Wenn diese dann die Schönheit im Tod sehen oder spüren: das würdevolle Äußere, den friedlichen Gesichtsausdruck, eine tiefe Entspannung oder ein Lächeln, das geblieben ist – fällt ihnen der Abschied meist leichter. „Tod und Schönheit sind zwei hohe Dinge, die gleich viel Schatten und Licht enthalten, so dass man sie für zwei Schwestern halten könnte, gleich schrecklich und furchtbar, erfüllt von demselben Rätsel und demselben Geheimnis.“ (Victor Marie Hugo, Lyriker und Maler, 1802 – 1885)

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