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annalive 02/2009

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Lesenswertes aus der Stiftung Liebenau Österreich

6 DAS THEMA

6 DAS THEMA Lebensverlängerung. Dies sind für mich Basisqualifikationen, die das gesamte Personal haben muss. In Österreich kommt hinzu, dass das Pflegepersonal im Pflegeprozess und in der Pflegediagnostik geschult werden muss. Das ist eine sehr intensive Auseinandersetzung, bei der ich derzeit einige Häuser begleite. Wichtige Themen sind auch die Ernährung des alten Menschen, Schmerzerfassung und Schmerzmanagement, Wundmanagement und die Ursachenforschung bei Verhaltensauffälligkeiten. Jeannette Pamminger: „Es geht um Verbesserung der Lebensqualität, nicht um Lebensverlängerung.“ geeignete Referenten. Wenn ein Haus feststellt, dass es kommunikativ nicht so gut läuft, dann bieten wir Kommunikationsseminare an. Wenn es um eine Umorganisation der gesamten Strukturen eines Hauses von oben nach unten geht, dann mache ich vor Ort eine Einschätzung und empfehle in vielen Fällen das Projekt Wahrnehmende Unternehmenskultur (WUK), das allerdings mindestens drei Jahre dauert. Eine deutlich sichtbare Wirkung mit veränderten Zahlen stellt sich erfahrungsgemäß nach etwa zweieinhalb bis drei Jahren ein. Welche Kenntnisse erwarten Sie von allen Mitarbeitern eines Heimes? Alle im Haus müssen Grundkenntnisse in Validation haben, auch das Wirtschaftspersonal. Das Pflegeund Betreuungspersonal muss Kenntnisse in Basaler Stimulation ® haben und Kenntnis in Kinästhetik. Auch der Blick in Richtung Palliativpflege sollte dazu gehören. Denn: Lebensqualität ist Pflegequalität. Es geht um Verbesserung der Lebensqualität, nicht um All dies sind Themen, für die es Schulungen gibt und die zeigen, wie komplex die Sache ist. So komplex, dass sie nicht mit wenig geschultem Personal zu bewerkstelligen ist. Und wie sieht Ihre ganz persönliche Idealvorstellung vom optimalen Pflegepersonal im Heim aus? Die Führungskraft ist top-qualifiziert, hat spezielle Sonder- oder Weiterbildungen abgeschlossen. Sie weiß immer, worum es geht. Sie muss aber nicht alles selber machen, sondern sollte die Stärken ihrer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen herausfinden. Das kann eine Mitarbeiterin sein, der sie eine Schulung für den Validationsanwender vorschlägt und die anschließend Verantwortung für diesen gesamten Bereich übernimmt (wobei die anderen Mitarbeiter eine Basisschulung haben). Eine andere bringt Fähigkeiten im Palliativbereich mit, wird weiter fortgebildet und ist künftig für das gesamte Schmerzmanagement zuständig. Wieder eine andere wird zur Spezialistin für das Wundmanagement ausgebildet. Durch die „Experten“ erfahren die anderen Teammitglieder professionelle Unterstützung in ihrem Pflege- und Betreuungsalltag zugunsten der Pflege- und der Lebensqualität der Bewohner. ❑ Das Fortbildungsprogramm der St. Anna-Hilfe im Überblick Für gute Pflege lernen Viele Lehrgänge der St. Anna-Hilfe gehören zur Standardausrüstung von Pflege- und Führungspersonen. Standard sind aber auch Kurse über neue Trends in der Altenpflege, wie Basale Stimulation ® oder Kinästhetik, die jährlich mindestens ein Mal stattfinden. Sie werden meist als Einsteiger- oder Fortgeschrittenenkurse für die Pflegenden aller Fachbereiche angeboten. Die interne Fortbildung BOA – Bewohnerorientiertes Arbeiten – ist ein ständiger Entwicklungsprozess, der im Jahr 2006 begonnen hat. Im Folgenden werden alle Kurse im Angebot der St. Anna-Hilfe in alphabetischer Folge vorgestellt. Text: Dennis Roth, Elke Benicke/Foto: Sajda Zivkovic Aromapflege: Düfte wirken sowohl körperlich als auch seelischgeistig über die Haut und den Geruchssinn. Sie finden ihre Anwendungen als Aroma-Massage, Waschung, Bad, Wickel, Inhalation oder ätherische Haus- und Reiseapotheke. Dauer: zwei Tage; für Pflegende aller Fachbereiche. Basale Stimulation ® : Bei der Basalen Stimulation ® geht es darum, die Wahrnehmungsbereiche zu aktivieren, primäre Körper- und Bewegungserfahrungen anzuregen, sowie eine individuelle non-verbale Mitteilungsform herauszubilden. Dauer: drei Tage; für Pflegende aller Fachbereiche.

7 DAS THEMA Basales und mittleres Pflegemanagement für den Langzeitbereich: Die Teilnehmer lernen, ihre Mitarbeiter fachlich zu beraten, wissenschaftliche Erkenntnisse in der Praxis zu erproben oder einzuführen, Mitarbeitergespräche zu führen und eine verbindliche Teamkultur in der eigenen Einrichtung einzuführen. Dauer: 490 Stunden Theorie, 160 Stunden Praxis über drei Semester; für diplomierte Krankenschwestern und -pfleger mit mindestens 50-prozentiger Anstellung in leitender Position. BOA – Bewohnerorientiertes Arbeiten: BOA ist ein permanenter Entwicklungsprozess für alle Mitarbeiter des Unternehmens. Die Teilnehmer bilden sich in ihrer fachlichen, organisatorischen und sozialen Kompetenz sowie in ihrer emotionalen und spirituellen Intelligenz weiter. Sie lernen, so kompetent und flexibel als möglich auf heikle Situationen im Umgang mit Demenzkranken zu reagieren und sich für deren Bedürfnisse zu sensibilisieren. Dauer: sechs Tage; für alle Mitarbeiter. BOA-Mentorenschulung für Mitarbeiter aus den Leitungsebenen. Dauer: zwölf Tage. Führen mit Taktgefühl und Leidenschaft: Mitarbeiter brauchen Führung ebenso dringend wie das Symphonie-Orchester den Dirigenten. Inhaltlich geht es in diesem Seminar unter anderem um Mitarbeitergespräche, Wertesysteme, Persönlichkeitsmerkmale guter Führungskräfte und verschiedene Führungsstile. Dauer: zwei Tage; für Pflegepersonen mit Führungsaufgaben. Gerontologische Pflege: Ausbildung zur Fachkraft in der Gerontologischen Pflege. Inhaltlich geht es unter anderem um die Kommunikation mit und Betreuung von dementen Menschen, Palliative Care, Aggressionen und Gewalt in der Altenpflege, Ernährung bei älteren Menschen, Aktivierung, Konfliktmanagement und Gesprächsführung. Dauer: 240 beziehungsweise 204 Stunden; für diplomierte Krankenschwestern und -pfleger sowie Pflegehelfer. IBG-Lehrgang für EU Heimleiter mit E-Qalin ® - Qualifikation: Im Rahmen dieses Heimleiterlehrgangs lernen die Teilnehmer, ihre Leitungsaufgabe professionell und werteorientiert wahrzunehmen. Sie werden zum E-Qalin ® -Prozessmanager ausgebildet und sind somit qualifiziert, in ihrer eigenen Einrichtung ein maßgeschneidertes Qualitätsmanagement einzuführen. Dauer: 800 Stunden über fünf Semester; für Heimleiter, leitende Mitarbeiter der Administration, Trägervertreter oder Personen mit Leitungserfahrung und einer abgeschlossenen Berufsausbildung im Bereich Altenhilfe, Sozialarbeit, Krankenpflege und Behindertenarbeit. Fortbildung in Kinästhetik: Eine Bewohnerin stellt sich gerne zur Verfügung. Kinästhetik in der Pflege: Kinästhetik soll eine effektive körperliche Interaktion mit den Bewohnern ermöglichen. Dazu gehört auch, dass die Pflegenden persönliche Bewegungs- und Handlungsfähigkeiten entwickeln, um das Risiko von berufsbedingten Verletzungen oder Überlastungsschäden zu reduzieren. Dauer: drei Tage; für Pflegende aller Fachbereiche. Palliativ-Basislehrgang: In der Palliative Care wird mit interdisziplinären Maßnahmen versucht, ein Leben in Selbstbestimmung und Würde bis zuletzt zu ermöglichen. Dazu gehören Schmerztherapie, Kontrolle beeinträchtigender Symptome sowie die Wahrnehmung psychologischer, sozialer und spiritueller Aspekte. Dauer: zwölf Tage; für Pflegende aller Fachbereiche. Validation: Validation ist eine Kommunikationsmethode, die hilft, demente Menschen besser zu verstehen. Denn Validation heißt, sich selbst und den anderen für gültig erklären. Dauer: sechs Tage; für alle Pflegepersonen. ❑ Weitere Informationen: Dennis Roth, Assistent der Geschäftsführung Tel. 05574 42177-16

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