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annalive 02/2009

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Lesenswertes aus der Stiftung Liebenau Österreich

10 DAS THEMA Zwei

10 DAS THEMA Zwei Stimmen aus dem Betriebsrat zum Thema Fortbildungen „Bedarf ist vorhanden!“ Die St. Anna-Hilfe bemüht sich um ein umfassendes und ausgewogenes Fortbildungsangebot. Und wie kommen ihre Aktivitäten bei den Mitarbeitern an? Eine Anlaufstelle für jede Art von Rückmeldungen ist der Betriebsrat. Im Folgenden äußern sich die beiden Betriebsratsvorsitzenden aus Oberösterreich und Vorarlberg zu diesem Thema. Text: Elke Benicke/Fotos: privat Gerhard Ohneberg, Betriebsratsobmann bei der St. Anna-Hilfe Vorarlberg, sagt: „Meistens bekommen wir Rückmeldungen, wenn etwas negativ ist. Zu BOA – Bewohnerorientiertes Arbeiten beispielsweise gab es geteilte Meinungen. Die Idee ist sehr gut, höre ich immer wieder, allerdings auch sehr anspruchsvoll. Manche Mitarbeiter haben deshalb Probleme, sie in die Praxis umzusetzen.“ Positiv bewerten Teilnehmer die Lehrgänge Kinästhetik und Validation, weiß Ohneberg zu berichten. Da der Betriebsratsobmann in einer übergreifenden Kommission der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) Mitglied ist, kann er auch den Vergleich mit anderen Trägern ziehen. „Probleme gibt es überall“, sagt Ohneberg, „das Fortbildungsangebot der St. Anna-Hilfe ist nicht besser oder schlechter als das anderer Träger.“ Gerhard Ohneberg ist seit 1999 Betriebsratsobmann in der St. Anna-Hilfe Vorarlberg. Er hat bis Mai 2000 als Ergotherapeut im Alten- und Pflegeheim Tschermakgarten gearbeitet, ist seitdem freigestellt. Ohneberg ist außerdem Kammerrat der Arbeiterkammer Vorarlberg, Mitglied in der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) sowie Vorsitzender des Wirtschaftbereiches Soziales. Des Weiteren steht er auf der Dienstnehmerseite im Verhandlungsteam des Kollektivvertrags für Private Sozial- und Gesundheitsorganisationen (AGV). ❑ Hermine Pumberger, Betriebsratsvorsitzende und Zentralbetriebsrätin der St. Anna-Hilfe Oberösterreich, ist der Ansicht, dass „ganz grundsätzlich mehr Angebote im Bereich Fortbildungen nötig wären.“ Zu dieser Einschätzung kommt sie vor allem aufgrund des Austauschs mit anderen Betriebsratsvorsitzenden, die ebenfalls im Sozialbereich tätig sind. „Die internen Fortbildungen der St. Anna-Hilfe kommen sehr gut an. Dazu erhalten wir viele positive Rückmeldungen“, sagt sie, „doch die externen Angebote sollten breiter gefächert sein und mehr gefördert werden – denn Bedarf ist vorhanden.“ Hermine Pumberger ist seit acht Jahren Mitglied im Betriebsrat der St. Anna-Hilfe Oberösterreich. Seit zehn Jahren arbeitet sie als Fachsozialbetreuerin in Stadl Paura. Sie ist Kammerrätin in der Arbeiterkammer Oberösterreich und Mitglied im Verhandlungsteam des Kollektivvertrags. Des Weiteren arbeitet sie im Bundesfachgruppenvorstand für Soziales der Gewerkschaft VIDA mit.

11 DAS THEMA Neues Konzept bringt neue Berufsbilder Fortbildung zur Fachkraft Vor rund fünf Jahren gab es in Oberösterreich noch keine so genannten Alltagsmanagerinnen. Die St. Anna-Hilfe hat dieses Berufsbild mit der Einführung der ersten Hausgemeinschaften in den Alten- und Pflegeheimen erst geschaffen. Intern sind die damals erarbeiteten und ständig weiterentwickelten Fortbildungen inzwischen Standard und werden auch extern, zum Beispiel am Institut für Bildung im Gesundheitsdienst GmbH (IBG), angeboten. Text: Elke Benicke Die Hauptaufgabe zum Beispiel der Alltagsmanagerin ist es, den Alltag der Bewohner in deren jeweiligem Wohnbereich angemessen und abwechslungsreich zu strukturieren. Dazu gehört die Haushaltsführung ebenso wie die Tagesbegleitung der Bewohner. Die Alltagsmanagerin weiß um die besonderen Bedürfnisse älterer und an Demenz erkrankter Menschen, kennt bewohnerorientierte und dementengerechte Kommunikation und Gesprächsführung. Darüber hinaus reflektiert sie auch ihr persönliches Arbeitsumfeld und Tätigkeitsprofil, weiß sich selbst zu strukturieren. Trotz der vielseitigen Fähigkeiten, die eine solche Kraft im Alltag vereinen muss, gibt es eine Berufsausbildung zur Alltagsmanagerin im herkömmlichen Sinne noch nicht. „Als im Jahr 2004 das Hausgemeinschaftskonzept eingeführt wurde, haben wir unsere Anwärterinnen für das neue Berufsbild aus gelernten Fachsozialbetreuerinnen und Heimhelferinnen, also Mitarbeiterinnen aus dem Betreuungs- und Pflegeteam rekrutiert, und sie dann auf ihre neue Aufgabe hin geschult“, erinnert sich Doris Kollar, Regionalleiterin der St. Anna-Hilfe für Oberösterreich, und ergänzt: „Das ist auch heute noch so!“ Anhand des Konzeptes schulen Die ersten internen Fortbildungen für das Team Alltagsmanagement begannen im April 2005. Im Rahmen abendlicher Workshops erhielten die Anwärterinnen eine Einführung in das Konzept der Hausgemeinschaften und wurden in Hygienemaßnahmen geschult. Ersteres übernahm die Regionalleiterin selbst; Lehrkräfte für die Belange der Hygi- ene stellte die Firma Micromed aus Linz. Bis heute nehmen die Teams aus den Hausgemeinschaften der St. Anna-Hilfe einmal jährlich an Schulungen gemäß der Hygienerichtlinie teil. „Damals zeigte sich schon, dass immer mehr Träger in Österreich bereit sind, das Konzept der Hausgemeinschaften umzusetzen. Das IBG erkannte den Bildungsbedarf und hat sich an die St. Anna- Hilfe gewandt. Seit 2005 arbeiten wir eng zusammen“, bemerkt Doris Kollar. Gut gefällt ihr, dass das Konzept noch nicht genormt ist, dass es von jedem Haus etwas anders gelebt wird. „Diese Unterschiede möchten wir in den jeweiligen Fortbildungen pflegen; reguliert werden sie durch die verschiedenen Bedürfnisse in den einzelnen Bundesländern.“ Zusätzlich fanden in den Jahren 2006 und 2007 in Zusammenarbeit mit dem Verein MAS (Morbus Alzheimer Syndrom) je zweitägige Seminare zum Thema Kommunikation und Umgang mit demenzkranken Menschen und deren Angehörigen statt. Zielgruppe waren alle Mitarbeiter aus der Pflege und Betreuung sowie dem Sekretariat. Sogar der Hausmeister war eingeladen und nahm teil. Die Strukturen reflektieren Derzeit veranstaltet die St. Anna-Hilfe einen Reflexionsworkshop für sämtliche Leitungskräfte und auch die Küchenleiter ihrer Alten- und Pflegeheime in Gmunden, Nüziders und Stadl Paura – Heime, in denen das Konzept der Hausgemeinschaften erst vor kurzem eingeführt wurde. „Wir wollen uns nochmals intensiv anschauen, wie das Hausgemeinschaftskonzept und unsere Betreuungsgrundsätze in den einzelnen Häusern umgesetzt worden sind und gelebt werden. Außerdem sollen Instrumente erarbeitet werden – sei es ein Film oder ein Handout – die den Führungskräften künftig zur Einschulung neuer Mitarbeiter zur Verfügung stehen“, erklärt die Regionalleiterin. Ziel des Workshops ist, das gemeinsam erarbeitete Wissen nachhaltig zu sichern und das für das Alltagsleben in den Hausgemeinschaften erforderliche besondere Verständnis von Betreuung und Pflege zu festigen. Das Programm mit insgesamt sechs Terminen, darunter auch einer Heimbesichtigung in der Schweiz, läuft seit 3. März und noch bis Oktober. ❑

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