Mediathek der Stiftung Liebenau
Aufrufe
vor 1 Jahr

annalive 01/2015

Lesenswertes aus der Stiftung Liebenau Österreich

22 PRAXIS VORARLBERG

22 PRAXIS VORARLBERG Zertifikate für erfolgreiches Mitarbeitertraining im Seniorenheim Tschermakgarten Bewusst wertschätzend miteinander umgehen BREGENZ – Dreieinhalb Jahre lang haben sich alle Mitarbeiterinnen des Seniorenheims Tschermakgarten, von der Hausleiterin bis zur Reinigungskraft, intensiv mit Wahrnehmender Unternehmenskultur (WUK) beschäftigt. Unter der Leitung von Jeannette Pamminger ging es um Achtsamkeit sich selbst und anderen gegenüber und um eine wertschätzende Grundhaltung. „Denn nur, wenn es den Mitarbeiterinnen gut geht, geht es auch den Bewohnerinnen gut“, sagt Jeannette Pamminger. Text/Fotos: Lioba Scheidel „WUK hört nie auf“, betonte Hausleiterin Vesna Basagic bei der Zertifikatsverleihung Anfang Juni. Im Foyer feierten die Mitarbeiterinnen mit zahlreichen Gästen den Abschluss ihrer Schulung. „Ein sehr gutes Ergebnis“, attestierte Prof. Dr. Frederic Fredersdorf von der Fachhochschule Vorarlberg. Auf Wunsch von Jeannette Pamminger hat er die WUK-Schulung wissenschaftlich ausgewertet. „Die Mitarbeiterzufriedenheit war schon beim Start im Februar 2010 sehr hoch gewesen“, bestätigte er. Die Umfrage am Ende der Schulung zeige, dass sich das soziale Klima im Haus noch einmal signifikant verbessert habe. Die offene Einstellung der Mitarbeiterinnen und die Zufriedenheit der Bewohnerinnen sind für Prof. Fredersdorf wichtige Indizien für eine gelungene WUK-Schulung. „Wir freuen uns, dass die Wissenschaft den Erfolg unseres Projektes bestätigt“, sagte Klaus Müller. Der Geschäftsführer der St. Anna-Hilfe schätzt die Auseinandersetzung der Mitarbeiterinnen mit WUK und bestätigte: „Der bewusste und positive Umgang miteinander ist im ganzen Haus spürbar.“ Achtsame Wahrnehmung „WUK will euch stärken. WUK will euch bewusst machen, dass ihr wertvoll und einzigartig seid“, erklärte Jeannette Pamminger in ihrem Grußwort. „Dass sich das Betriebsklima im Haus verbessert hat, ist euer Verdienst“, würdigte sie die Motivation der Mitarbeiterinnen. Unter der Leitung von Jeannette Pamminger haben sie den positiven Umgang mit sich selbst trainiert und gelernt, die eigenen Fähigkeiten zu fördern und Stresssituationen zu bewältigen. Die Personaltrainerin schulte sie in der wertschätzenden, gewaltfreien Kommunikation. Sie lehrte konstruktive Kritik- und Konfliktkultur sowie den bewussten Umgang mit Nähe und Distanz. Darüber hinaus qualifizierte sie die pflegenden Mitarbeiterinnen in den Modulen „Pflegeprozess, -planung und –dokumentation von WUK im Kontext von BESA“, ein anerkanntes System für Ressourcenklärung und Qualitätsförderung im deutschsprachigen Raum. „Humor ist wichtig“, so Jeannette Pamminger. Gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen im Seniorenheim tanzte die Personaltrainerin den Elefantentanz für Hände, Füße und Kopf.

23 PRAXIS VORARLBERG „Menschen wahrnehmen, führen, begleiten, fördern, pflegen und betreuen“ – alle Mitarbeiterinnen im Seniorenheim Tschermakgarten haben die Schulung in Wahrnehmender Unternehmenskultur (WUK) absolviert. Anfang Juni überreichte Landesrätin Dr. Greti Schmid die Zertifikate (v.l.): Wohnbereichsleiterin Astrid Voraberger, Hauswirtschaftsleiterin Rosmarie Giselbrecht, Pflegedienst- und stellvertretende Hausleiterin Vesna Basagic, Wohnbereichsleiter Gerhard Hofer, Martin Hebenstreit, Geschäftsführer der connexia, Landesrätin Dr. Greti Schmid, Klaus Müller, Geschäftsführer der St. Anna-Hilfe, Personaltrainerin Jeannette Pamminger und Wohnbereichsleiterin Bettina Pitscheider. Dank und Anerkennung Jeannette Pamminger machte den Mitarbeiterinnen Mut, wahrnehmend für sich und andere zu sein. Dreieinhalb Jahre lang hat sie das Seniorenheim der St. Anna-Hilfe begleitet. Im Rahmen der Feierlichkeiten berichtete die Personaltrainerin über ihren Abschied von connexia und stellte ihren Nachfolger Walter Fink vor. Zur Zertifikatsverleihung waren auch Landesrätin Dr. Greti Schmid als Vertreterin der Vorarlberger Landesregierung und Stadtrat Dr. Michael Stockreiter gekommen. „Ich wünsche ihnen Kraft für die tägliche Arbeit, die nicht immer einfach ist“, sagte die Landesrätin. Sie unterstrich die Wichtigkeit des Seniorenheims auch im Zusammenwirken mit pflegenden Angehörigen und ambulanten Diensten. Greti Schmid würdigte das Engagement der Mitarbeiterinnen für eine bewusste Kultur des Umgangs und der gegenseitigen Wertschätzung und überreichte gemeinsam mit Martin Hebenstreit, Geschäftsführer der connexia, die Zertifikate. Ein Funken Humor WUK ist ein Entwicklungsprozess, der die Lebensqualität der Heimbewohnerinnen und die Arbeitsplatzqualität der Mitarbeiterinnen im Focus hat. Mit einem kleinen Theaterstück ist es den Pflegekräften Gabi Huber, Gerhard Hofer und Alexander Haasis gelungen, WUK auf humorvolle Art erfahrbar zu machen. Kokett und witzig stellten sie eine Szene aus ihrem Arbeitsalltag vor. Sie zeigten, wie schnell die eigenen Grenzen der Belastbarkeit überschritten sind. In WUK haben sie gelernt, „auf die Kupplung zu treten.“ Anschließend holten sie Jeanette Pamminger auf die Bühne. Gemeinsam tanzten sie den Elefantentanz für Kopf, Hände und Füße und riefen viel Begeisterung hervor. Humor ist der Personal- trainerin wichtig. Jeannette Pamminger erinnerte an die gemeinsame Zeit: „Wir haben viel gelacht.“ Die Feier wurde von Studierenden des Landeskonservatoriums Vorarlberg musikalisch begleitet. Mitarbeiterinnen des Seniorenheims hatten Nachtschichten eingelegt und verwöhnten mit in- und ausländischen Spezialitäten. ❑ Der Elefantentanz zauberte ein Lächeln auf die Gesichter der Besucherinnen. Grundsätze Wahrnehmender Unternehmenskultur (WUK) • Nur gestärkte Menschen sind in der Lage, andere zu stärken. • Nur motivierte Menschen sind imstande, andere zu motivieren. • Nur optimal geförderte Menschen sind imstande, andere optimal zu fördern. WUK ist auf drei Jahre angelegt. Bewohnerorientiertes Arbeiten (BOA) ist die verkürzte Version von WUK mit einer Dauer von eineinhalb Jahren.

Hier finden Sie Impulse für den Alltag

Anstifter

Anstifter 3, 2019 der Stiftung Liebenau
Anstifter 2, 2019 der Stiftung Liebenau
Anstifter 1, 2019 der Stiftung Liebenau
Anstifter 3, 2018 der Stiftung Liebenau
Anstifter 2, 2018 der Stiftung Liebenau
Anstifter 1, 2018 der Stiftung Liebenau
Anstifter 3, 2017 der Stiftung Liebenau
Anstifter 2, 2017 der Stiftung Liebenau
Anstifter 1, 2017 der Stiftung Liebenau
Anstifter 3, 2016 der Stiftung Liebenau
Anstifter 2, 2016 der Stiftung Liebenau
Anstifter 1, 2016 der Stiftung Liebenau
Anstifter 3, 2015 der Stiftung Liebenau
Anstifter 2, 2015 der Stiftung Liebenau
Anstifter 1, 2015 der Stiftung Liebenau
Anstifter 3, 2014 der Stiftung Liebenau
Anstifter 2, 2014 der Stiftung Liebenau
Anstifter 1, 2014 der Stiftung Liebenau

Jahresberichte

Jahresbericht 2016 der Stiftung Liebenau
Jahresbericht 2015 der Stiftung Liebenau
Jahresbericht 2014 der Stiftung Liebenau
Jahresbericht 2013 der Stiftung Liebenau
Jahresbericht 2012 der Stiftung Liebenau
Jahresbericht 2011 der Stiftung Liebenau
Jahresbericht 2010 der Stiftung Liebenau

Karriere/Akademie

Deine Ausbildung bei uns - Stiftung Liebenau
Dein FSJ/BFD bei uns - Stiftung Liebenau

Kirchliche Stellungnahmen

Die Stiftung Liebenau – eine Lebens- und Wesensäußerung von Kirche

Stiftung Liebenau Österreich

annalive 02/2018
annalive 01/2018
annalive 02/2017
annalive 01/2017
annalive 02/2016
annalive 01/2016
annalive 02/2015
annalive 01/2015
annalive 02/2014
annalive 01/2014
annalive 02/2013
annalive 01/2013
annalive 02/2012
annalive 01/2012
annalive 02/2011
annalive 01/2011
annalive 02/2010
annalive 01/2010
annalive 02/2009

Beteiligungen

BDS Flyer