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annalive 01/2014

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Lesenswertes aus der Stiftung Liebenau Österreich

22 PRAXIS

22 PRAXIS OBERÖSTERREICH Monika Kirchmayr lebt und malt im Haus St. Josef Ausstellung zugunsten des Tierheims GMUNDEN – Monika Kirchmayr lebt zusammen mit ihrer Katze Lotti in einer der heimgebundenen Wohnungen im Haus St. Josef in Gmunden. Dort entstehen ihre lebendigen Tierbilder. Im Moment bereitet sich die Malerin auf eine Charity-Ausstellung zugunsten des Tierheims Altmünster im Jänner vor. Text: Claudia Wörner/Foto: Monika Kirchmayr „MonKi“ – so signiert Monika Kirchmayr ihre Tierbilder – ist erst im Sommer 2010 durch einen Zufall zum Malen gekommen. In der Ferienwohnung am Traunsee fehlte ein Bild. Anstatt eines zu kaufen malte sie einfach selbst ein Bild mit Katzen. Dieses Amateur-Kunstwerk gelang so gut, dass Freunde ein Bild ihrer Tiere bei Monika Kirchmayr in Auftrag gaben. Jetzt sind Tiere das Lieblingsmotiv der Pensionistin. Nach einer ersten Ausstellung im Herbst 2012 wagte die Malerin ein größeres Projekt: Für eine Charity- Ausstellung im Marktgemeindeamt in Bad Goisern malte sie ab Jänner über dreißig Hundebilder. Bis zum Beginn der Ausstellung fanden einige davon ihren Platz an den Wänden im Haus St. Josef, wo sich auch die Bewohnerinnen an ihnen freuen konnten. Die Ausstellung war ein voller Erfolg für die Malerin und vor allem für das Tierheim Altmünster, dem sie Selbstbildnis mit Katze Lotti, gemalt von Monika Kirchmayr. den Ertrag in Höhe von 3000 Euro spendete. Mitte Jänner eröffnet Monika Kirchmayr in der Bürgerservicestelle in Gmunden eine weitere dreimonatige Charity-Ausstellung, deren Erlös in Gänze an das Tierheim Altmünster geht. Dabei zeigt sie ausschließlich Bilder von Tieren des Tierheims. Ein Bild kostet zwischen 60 und 120 Euro. Die Künstlerin erzählt, dass Malen für sie wie Meditation sei. „Im Moment meditiere ich sehr viel, um alle Aufträge zu erledigen.“ ❑ Neuer Pflegedienstleiter im Haus St. Josef GMUNDEN – Anfang Sepember trat Hannes Harfmann die Stelle des Pflegedienstleiters im Haus St. Josef in Gmunden an. Zuvor war er 18 Jahre als Fachpfleger für Intensivmedizin und Anästhesie im Allgemeinen Krankenhaus in Wien sowie im Institut für Anästhesie und Intensivmedizin des Krankenhauses in Vöcklabruck tätig. „Mein Eindruck nach zwei Monaten ist sehr, sehr gut. Das Haus St. Josef ist ein Segen“, sagt Hannes Harfmann. Schon beim ersten Betreten des Altenpflegeheims seien all seine Sinne positiv überrascht worden. „Und das merkt man auch den Menschen an, die hier leben.“ Sein berufsbegleitendes gesundheitswissenschaftliches Masterstudium in Linz bereitete ihn bestens auf seine neue Tätigkeit mit Personalverantwortung und der Forderung nach lösungsorientiertem Denken vor. Jetzt mache es ihm große Freude, mit einem motivierten Team zusammenzuarbeiten. Neben seinem Beruf engagiert sich Hannes Harfmann seit 20 Jahren im Rahmen des Notarztwagen-Systems Vöcklabruck und bei der Flugrettung. ❑ Text: Claudia Wörner/Foto: privat

23 PRAXIS OBERÖSTERREICH Resi, i hol di mit‘m Traktor ab GMUNDEN – Anfang August feierten die Bewohnerinnen des Hauses St. Josef in Gmunden zusammen mit Angehörigen und Mitarbeiterinnen, Vertreterinnen der Stadt- und der Pfarrgemeinde sowie der Bezirkshauptmannschaft bei strahlendem Sonnenschein ihr alljährliches Sommerfest. Bei frisch gezapftem Bier und leckeren Spezialitäten vom Grill wurde im Innenhof gesungen und viel gelacht. Mitarbeiterin Theresia Autengruber sorgte für ein ganz besonderes Highlight: Sie kam mit ihrem Oldtimer- Traktor zum Sommerfest und lud die Bewohnerinnen zu einer kleinen Spritztour ein. Außerdem hatte sie knackige Äpfel und ein Gläschen Schnaps für die Bewohnerinnen im Gepäck. ❑ Text: Claudia Wörner/Foto: Bernadette Peitler Ganz besonders freute sich Theresia Fürst über den Ausflug in die Welt der Landwirtschaft. Kein Wunder – sie war früher selbst Bäuerin. Eine kleine Kunstwerkstatt entsteht GMUNDEN – Im Januar eröffnet das Haus St. Josef eine kleine Kunstwerkstatt, die allen Interessierten offensteht. Das Angebot richtet sich vor allem an die Bewohnerinnen mit Demenz, die durch hausinterne M.A.S-Trainerinnen begleitet werden sollen. „Denn, wo die Worte fehlen, weil die Sprache oder die Gedanken verloren gegangen sind, kann man Menschen mit Demenz durch kreatives Tun auf der emotionalen Ebene erreichen“, sagt Hausleiter Thomas Adler. Die kleine Kunstwerkstatt wurde durch eine großzügige Spende des Soroptimistinnen Clubs Traunsee ermöglicht (siehe dazu anna live 2/2013, Seite 23). Auf Wunsch des Clubs sollte die Zuwendung in ein kunsttherapeutisches Projekt umgesetzt werden. ❑ Text: Claudia Wörner Gesundheitstag in Gmunden Vom Gmundner Pflegeheim St. Josef nutzten Pflegedienstleiter Hannes Harfmann, Hausleiter Thomas Adler und Regionalleiterin Doris Kollar-Plasser (v.l.n.r.) die Gelegenheit, den Besucherinnen das Haus vorzustellen. GMUNDEN – Anfang September präsentierten sich mehr als 20 Einrichtungen, Vereine und Selbsthilfegruppen aus dem Gesundheitsbereich beim Gmundner Gesundheitstag am Schubertplatz und an der Esplanade. „Insbesondere unser Hausgemeinschaftskonzept stieß auf Interesse“, berichtete Hausleiter Thomas Adler. Dabei leben jeweils 14 bis 16 Seniorinnen in einer Hausgemeinschaft zusammen, ähnlich wie in einer Familie. Sie gestalten ihren Alltag weitgehend selbstständig. Speziell geschulte Fachkräfte kümmern sich um Haushalt und Mahlzeiten und achten darauf, die Bewohnerinnen so weit wie möglich zu beteiligen. „Unser Ziel ist, auch im Alter ein Stück Normalität zu leben“, sagt Thomas Adler ❑ Text: Claudia Wörner/Bild: Hannes Harfmann

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