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annalive 01/2013

Lesenswertes aus der Stiftung Liebenau Österreich

32 ANNA PRAXIS KÄRnten

32 ANNA PRAXIS KÄRnten Beisammensein im Wohnzimmer der Wohnung „Toni“. Das erste „Probegartenbeet“ entsteht. Eine Bewohnerin und ihr Begleiter sind fleißig beim Ausheben, Eingrenzen und Ebnen. Gemeinsam das Wochenende planen Die meisten Bewohnerinnen haben sich schnell eingelebt und fühlen sich wohl in der Lebenswelt St. Antonius. Viele fahren am Wochenende zu ihren Angehörigen, so wie der 28-jährige Martin H., der ein paar Wochen nach seinen Einzug bemerkte: „I freu‘ mi schon sehr auf das Heimfohrn, ober i freu mi auch schon wieder auf Montag, wenn i zurückkomm. Eigentlich seid’s ihr eh olle gonz nett und schaut‘s so schen auf mi!“. Und Regina A., 24 Jahre, ist der Meinung: „Eigentlich möchte ich nur noch jedes zweite Wochenende heimfahren.“ Denn auch das Freizeitprogramm fürs Wochenende planen die jungen Menschen gemeinsam. Gemeinsam mit den Begleiterinnen wird besprochen, wohin man gehen, was man machen könnte – abhängig vom Wetter und wer da ist. Ihre Ausflüge führten sie zum Beispiel zu den Ritterspielen auf Burg Sommeregg in Seeboden, zum Schwimmen ins Paternioner Gemeindebad oder zum Candlelight-Shoppen durch die Stadt. „Am Wochenende steht auch die Verschönerung auf dem Programm“, ergänzt Manuela Roscher. „Das heißt, wir gehen zum Friseur, zur Fußpflege und was sonst noch nötig ist oder gewünscht.“ Autonom in Hauswirtschaft und Garten Alle Bewohnerinnen der Wohnwelt sind in der Arbeitswelt beschäftigt. Zusätzlich kommen jeden Werktag sieben junge Menschen mit Behinderung, um in einer der Arbeitsgruppen – Gärtnerei, Hauswirtschaft, Kreativ- oder Kunstwerkstatt – zu arbeiten. Besonders begehrt sind die Hauswirtschaftsund Gartengruppe. Alle Beschäftigten sollen aber auch die anderen Arbeitsgruppen kennenlernen. „Wir sind derzeit in einer Rochade. Einige der jungen Menschen sind schon sehr überzeugt von ihrer Wahl, andere wechseln eventuell noch“, prognostiziert die Hausleiterin. In der Hauswirtschaftsgruppe jedenfalls wird mit Elan gearbeitet – so effektiv, dass sie inzwischen für alle Mahlzeiten in der Wohnwelt sorgt. „Es gibt nichts, was die Köchin alleine zubereiten muss. Unsere Bewohnerinnen beteiligen sich an jedem Arbeitsgang“, freut sich Roscher. Positiv überrascht hat sie auch die Gartengruppe, die den Rasen des großräumigen Areals über den Sommer hinweg ohne externe Hilfe gemäht und gepflegt hat. Eine Schlüsselfunktion nimmt dabei der Rasenmäher- Traktor ein, den alle gern fahren wollen. „Leider war der Rasen nur alle 14 Tage fällig“, lacht Manuela Roscher. ❑ Bei der ersten Apfelernte. Das stolze Ergebnis: 155 Liter Apfelsaft.

33 ANNA PRAXIS KÄRnten Handgefertigtes aus der Arbeitswelt Produkte Kreativgruppe Diverse Tonprodukte, zum Beispiel Schalen, Töpfe oder Serviettenringe, Schlüsselanhänger und Schmuck aus Filz, Perlen oder Kapseln, Glückwunschkarten, Lesezeichen, bedruckte Baumwollschürzen, Badekugeln, Salzteigfiguren Die Kreativgruppe und ihre Begleiterin zeigen Produkte aus ihrer „Werkstatt“. SPITTAL / DRAU – In der Arbeitswelt der Lebenswelt St. Antonius sind die die jungen Erwachsenen mit Behinderung mit vielfältigen handwerklichen Tätigkeiten beschäftigt. So bewirtschaften sie in der Garten- und Hauswirtschaftsgruppe weitgehend eigenständig das hauseigene Areal. Andere, die in handwerklich und künstlerisch ausgerichteten Gruppen tätig sind, zeigen sich sehr engagiert bei der Produktion der unterschiedlichsten Produkte – und haben auch schon einiges im Auftrag gefertigt. Kunstgruppe Notizbücher, bedruckte oder befilzte Leinentaschen, Pinnwände, Windlichter, Badekugeln, Bücher zum Fühlen, Rasseln, Kreuze, Figuren im Topf, Bilder, Geschenkverpackservice mit selbstgestalteten Geschenkboxen, -taschen oder –dosen, und Geschenkpapier Gartengruppe Kreuze, Gestecke, (Tür-)Kränze, Türbögen, jahreszeitliche Gestecke ❑ Alle Produkte können während der Öffnungszeit der Arbeitswelt erworben werden: Mo – Do, 8.30 – 16 Uhr, Fr 8.30 – 12 Uhr Tel.: 04762 35310-400 / Mo – Fr, 8 – 12 Uhr Text/Foto: Manuela Roscher Willkommensfeier in der Lebenswelt St. Antonius SPITTAL / DRAU – Anfang November, fünf Monate nach dem Einzug der ersten Bewohnerinnen und der offiziellen Eröffnung, haben die nun insgesamt 24 jungen Erwachsenen mit geistiger Behinderung gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und rund 60 Gästen ihr neues Leben in der Wohn- und Arbeitswelt St. Antonius gefeiert. Klaus Müller, Geschäftsführer der St. Anna-Hilfe, und Prälat Michael H. F. Brock, Vorstand der Stiftung Liebenau, deren Tochter die St. Anna-Hilfe ist, sind aus Bregenz und dem deutschen Liebenau angereist, um an den Willkommensfeierlichkeiten teilzunehmen. Nach einer von Prälat Brock zelebrierten Andacht, segneten die örtlichen Pfarrer Ernst Windbichler und Oliver Prieschl die Räumlichkeiten. Als Vertreter der Stadt Spittal hießen die Vize-Bürgermeister Bernd Sengseis und Herbert Haupt die Bewohnerinnen herzlich willkommen. „Die letzten fünf Monate waren vor allem durch das gegenseitige Kennenlernen geprägt“, resümiert Hausleiterin Manuela Roscher. „Nachdem nun alle ihren Platz gefunden haben, soll das, was die jungen Menschen hier leben und leisten, über die Türen der Lebenswelt St. Antonius hinaus in die Gemeinde- und Pfarrbevölkerung wirken.“ ❑ Verantwortliche und Bewohnerinnen haben sich zum Gruppenbild aufgestellt. Hinten (v. l.): Wohnungspatin Elisabeth Florian, Wohnungspatin und Mutter Ina-Maria Lerchbaumer, Klaus Müller, Geschäftsführer der St. Anna- Hilfe, Prälat Michael H. F. Brock, Vorstand der Stiftung Liebenau, und eine Bewohnerin. Vorne Hausleiterin Manuela Roscher (2. v. l.) mit einer Bewohnerin und zwei Bewohnern. Text: Manuela Roscher/Foto: Elisabeth Rosegger

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