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annalive 01/2013

Lesenswertes aus der Stiftung Liebenau Österreich

24 ANNA PRAXIS

24 ANNA PRAXIS VORARlberg Durch Aufschäumen lässt sich Breikost in Form bringen: Spinat mit Kalbstafelspitz und Kartoffeln, Fisch mit Gemüsebeilage, Biskuitroulade mit Sahnecreme und Himbeere sowie verschiedene Desserts mit Fruchtgeschmack (v. l.). Breikost in Bestform SCHRUNS – Bei ihrer diesjährigen Weiterbildung zur Diplom-Heimköchin und zum Diplom-Heimkoch haben sich Annette Konzett und Christian Sahler mit einer besonderen Art der Zubereitung von pürierter Kost für Menschen mit Kau- und Schluckbeschwerden beschäftigt. Diese neue Breikost heißt Smoothfood, ihr Geheimnis: Schaum. Rohe oder gegarte, frische oder gefrorene ernährungsphysiologisch hochwertige Nahrungsmittel werden durch Schneiden, Mixen, Pürieren, Passieren, insbesondere aber durch das abschließende Aufschäumen schonend in eine geschmeidige (englisch: smooth) und appetitliche Form gebracht. Hausleiterin Jutta Unger ist überzeugt: „Diese neue Schaumkost ist eine tolle Sache! Wir ar- beiten schon länger an einer Verbesserung unserer Breikost, haben schon viel probiert, doch so richtig eingeschlagen hat erst diese Methode. Bewohnerinnen, die vorher eher zögerlich gegessen haben, langen bei den Mahlzeiten wieder kräftig zu. Man sieht, dass es ihnen schmeckt!“ Für die Herstellung der Schaumkost hat das Haus St. Josef eigens einen Thermomixer angeschafft. Smoothfood ist übrigens eine Erfindung des katalanischen Kochs Ferran Adriào, Mitbegründer der Molekularküche, die sich mit den bio- und physikalisch-chemischen Prozessen bei der Zubereitung von Speisen und Getränken befasst. ❑ Text: Elke Benicke/Fotos: Jutta Unger Ehrenamtliche zu Besuch in Liebenau Hausleiterin Jutta Unger (2. v. l.) mit 18 Ehrenamtlichen aus dem Haus St. Josef in Schruns zu Besuch in Liebenau. SCHRUNS / LIEBENAU – Mitte Oktober sind 18 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen des Hauses St. Josef zu einem Besuch nach Liebenau (Deutschland) gefahren. Susanne Droste-Gräff, Mitarbeiterin der Liebenau Teamwork Kommunikation GmbH, hat die Besucherinnen herzlich empfangen und ins Liebenauer Schloss geleitet. Dort konnten sie sich anhand eines anschaulichen Vortrags ein umfassendes Bild von den vielfältigen Tätigkeiten der Stiftung Liebenau machen. Nach einem gemeinsamen Mittagessen führte sie Wolfgang Reck, Leiter des Arbeitsbereiches Liebenau, durch die Werkstatt der St. Gallus- Hilfe. Kompetent und engagiert informierte er die Besucherinnen über den Wirkungskreis der Werkstätten für Menschen mit Behinderung als Ausgangspunkt für eine weitere Vernetzung im Arbeitsleben. Den Förder- und Betreuungsbereich der Gallus-Werkstatt zeigte ihnen Leiterin Doris Kaiser. Zum Ausklang des rundum kurzweiligen Besuchs gab es noch ein gemütliches Beisammensein bei Kaffee und Kuchen mit Helga Raible, Leiterin der Abteilung Kommunikation und Fundraising. ❑ Text/Foto: Jutta Unger

25 ANNA PRAXIS VORARlberg Johann Kreuschs Entzündung an der großen Zehe ist schon Vergangenheit. Zu Demonstrationszwecken lässt sich der 88-Jährige aber gerne noch einmal von Wundmanagerin Rosi Schnetzer verbinden. Das Thema im Sozialzentrum St. Vinerius: Auch kleine Wunden ernst nehmen NÜZIDERS – Noch während ihrer Ausbildung zur Wundmanagerin hat Rosi Schnetzer das Wundmanagement im Sozialzentrum St. Vinerius reformiert: Im Laufe des Jahres hat sie nicht nur neue Formulare für eine einheitliche Dokumentation erstellt und den Vorrat an Verbandsmaterial optimiert, sondern auch das Personal und die Bewohnerinnen für das Thema Wunden, deren Ursachen und mögliche Vorbeugemaßnahmen sensibilisiert. Text/Foto: Elke Benicke „Eine große Rolle bei der Vorbeugung wie bei der Wundbehandlung spielt die Ursache“, betont Wundmanagerin Rosi Schnetzer. Sie legt großen Wert darauf, dass bei einem diabetischen Fuß der Blutzucker eingestellt, bei einem Dekubitus (Wundliegen) die totale Druckentlastung herbeigeführt wird. Als eine über 90-jährige Dame mit Veneninsuffizienz, (die oft zu Hautgeschwüren führt), wegen einer Bagatellwunde zu ihr kam, leitete Rosi Schnetzer sofort eine Kompressionstherapie ein. Die Wunde besserte sich zunächst. Dann verschlechterte sich allerdings der Allgemeinzustand der Bewohnerin, was eine Wundinfektion mit Schwellung und Schmerz zur Folge hatte. Die Wundmanagerin verordnete weiter Kompressionen, bis die Wunde schließlich verheilt war. „Wir haben konsequent die Ursache behandelt, das war wichtig“, bestätigt Hausleiter Florian Seher. Wie Wunden gar nicht erst entstehen „Unsere Bewohnerinnen haben bemerkt, dass wir noch öfter kontrollieren, auch kleine Wunden ernst nehmen und uns verstärkt um die Prophylaxe kümmern. Sie sind sensibilisiert und das ist gut“, freut sich Rosi Schnetzer. Das Wundmanagement ist auch in den Teamsitzungen immer wieder ein Thema. Anhand von Fallbeispielen hat die Wundmanagerin ihre Kolleginnen schon in der Kompressionstherapie, den Wundheilungsphasen oder einer vorbeugenden und heilungsfördernden Ernährung geschult. „Wunden, vor allem die noch nicht vorhandenen, sind das große Thema im Haus“, schmunzelt Rosi Schnetzer. Speziell die Dekubitusprophylaxe ist derzeit übrigens in allen Häusern der St. Anna-Hilfe ein großes Thema: Gemeinsam arbeiten die Pflege- und Wohnbereichsleiterinnen an einem Standard – die Wohnbereichsleiterinnen Barbara Koburger und Doris Zotter, sowie Wundmanagerin Rosi Schnetzer führen im Sozialzentrum St. Vinerius die Fäden zusammen. Warum ein Formular zur Heilung beiträgt Trotz aller Prophylaxe gibt es auch im Sozialzentrum St. Vinerius Wunden zu versorgen. „Früher haben wir sie im Rahmen des Pflegeberichts beschrieben, mal ausführlicher, mal weniger ausführlich – jede Pflegekraft erachtete etwas anderes für besonders wichtig. Zum Teil haben wir auch verschiedene Begriffe für dieselbe Sache verwendet“, erinnert sich Rosi Schnetzer. Um die Wunddokumentation einheitlich und übersichtlich zu organisieren, hat sie im Rahmen ihrer Abschlussarbeit daher ein dreiseitiges Formular zur Wunddokumentation erstellt. Schreiben muss man hier nur noch die Patientendaten, alle Details zur Wunde – deren Lokalisation am Körper, die Ursache, weitere Faktoren und die Beobachtungen zur Wundumgebung und -sekretion, zum Wundrand, -grund oder -geruch – lassen sich mit einem Kreuzchen beantworten. Zudem ist ein Foto der Wunde jetzt obligatorisch. „Mithilfe des Formulars kann jede Pflegende schnell und einfach nachvollziehen, wie die Heilung voranschreitet und gegebenenfalls weitere heilungsfördernde Maßnahmen in Erwägung ziehen“, lobt Florian Seher. ❑

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