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annalive 01/2012

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Lesenswertes aus der Stiftung Liebenau Österreich

6 DAS THEMA Angehörige

6 DAS THEMA Angehörige aus Sicht der Pflegewissenschaft Kein Angehöriger ist wie der andere Unabhängig von der jeweiligen Altenpflegeeinrichtung agieren und reagieren Angehörige so, wie es ihrem individuellen Charakter und ihrer jeweiligen aktuellen Lebenssituation entspricht: jeder auf seine Art. Allein in ihrer Haltung gegenüber dem Heim und dem Pflegepersonal, teilt sie die Pflegewissenschaft* in zwei größere Gruppen ein. Text: Elke Benicke/Foto: Andrea Anderlik Die einen haben viel Pflegeerfahrung und werden in der Fachliteratur als die „aktiv-pflegenden Angehörigen“ bezeichnet. Sie wollen und sollen sich in ihren Leistungen bestätigt fühlen, aber auch erfahren, dass sie nicht alles wissen, können oder tun müssen, um von ihrem Familienmitglied und den Mitarbeitern anerkannt zu werden. Zu dieser Gruppe gehören auch die „psycho-sozial stabilisierenden Angehörigen“, die sich allein auf die psychische Betreuung ihres Familienmitglieds konzentrieren. Die Pflegekräfte geben ihnen am besten weitergehende Informationen über das jeweilige Krankheitsbild und besprechen individuelle Abwei- chungen. Selbst Angehörige, deren Beziehung zu dem im Heim lebenden Familienmitglied angespannt ist, die sich eher fernhalten, und daher als „sich distanzierende Angehörige“ bezeichnet werden, gehören in die Gruppe der „aktiv-pflegenden“. Denn die Erfahrung hat gezeigt, dass sie sich oft gerne in die Betreuung einbinden lassen, wenn man ihnen Aufgaben anbietet, die im selben Raum mit dem Bewohner stattfinden, aber keine direkte Konfrontation zur Folge haben. Dazu gehören vor allem hauswirtschaftliche Tätigkeiten. Die anderen sehen das Heim als Service-Einrichtung, sich selbst in einer Überwachungs- und Bewertungsfunktion. Sie werden von der Pflegewissenschaft als „delegierende Angehörige“ bezeichnet. Die Mitarbeiter sollten ihnen Informationen über Arbeitsabläufe und –inhalte geben oder sie zur aktiven Teilnahme an der Pflegeplanung einladen. ❑ *siehe zum Beispiel Sigrid Daneke, „Angehörigenarbeit“, München, 2000, S. 152 ff.

7 DAS THEMA FAQs – häufig gestellte Fragen in den Häusern der St. Anna-Hilfe 1. Wem müssen wir über den Einzug ins Heim Bescheid geben? Der Krankenkasse, dem Einwohnermeldeamt und der Pensionsversicherung. Außerdem sollte ein Nachsendeauftrag bei der Post eingerichtet werden. 2. Wie sind die Besuchszeiten geregelt? In allen Häusern gelten durchgehende Besuchszeiten. Spätabends sind die Häuser verschlossen. Einlass ist über die Nachtdienstglocke möglich. Tipp: Bewohnern mit Demenzerkrankung hilft es, wenn sie regelmäßig am selben Wochentag und zur selben Tageszeit von derselben Person besucht werden. Bitte in jedem Fall Bescheid geben, sollten Sie einmal nicht kommen können. 3. Besteht freie Arztwahl? Kommt der Arzt auch ins Heim? Ja. Sie können den Arzt frei wählen, zum Beispiel den Hausarzt kommen lassen. In der Regel schaut dieser dann einmal pro Woche nach dem Bewohner. 4. Können eigene Möbel mitgenommen werden? Ja. Jeder Bewohner darf und soll seine eigenen Möbel und persönlichen Gegenstände mitbringen, so dass er sich so weit als möglich wie zuhause fühlen kann. Aus pflegerischen Gründen stellen wir gewöhnlich ein Pflegebett zur Verfügung. 5. Wer organisiert die Medikamente? Die Medikamente werden von der Einrichtung in Zusammenarbeit mit dem Arzt und der Apotheke organisiert. 6. Darf man die Mama oder den Papa abholen? Ja, jederzeit. Bitte geben Sie unseren Mitarbeitern Bescheid, so dass diese den Bewohner vorbereiten und bei Bedarf die nötigen Medikamente mitgeben können. 7. Gibt es feste Essenszeiten? Kann der Bewohner auch in seinem Zimmer essen? Es gibt Richtzeiten, zu denen wir die Mahlzeiten anbieten. Jeder kann grundsätzlich auch in seinem Zimmer essen. Allerdings fördern wir in den Wohnbereichen das gemeinsame Essen zugunsten einer familiären Gemeinschaft. 8. Was ist beim Einzug alles mitzubringen? Sie bekommen rechtzeitig vor der Aufnahme eine Checkliste, die Ihnen hilft, die nötigen Dokumente, Toilettenartikel und ähnliches vorzubereiten. 9. Muss ich in Hausgemeinschaften oder Wohngruppen mitkochen? Nein. Aber jeder ist eingeladen, sich nach seinen eigenen Wünschen und Möglichkeiten am Kochen zu beteiligen. 10. Wie gehen Sie mit Diabetes um? Unsere Küchen sind auf die Zubereitung leichter, für Diabetiker geeignete Speisen spezialisiert. 11. Ist ein eigener Telefon- und Fernsehanschluss möglich? Ein eigener Telefon- und Fernsehanschluss ist in jedem Zimmer vorhanden. Die Kosten trägt der Bewohner selbst. Die Verwaltung und der Haustechniker helfen im Bedarfsfall beim Anschluss der Geräte. ❑ Text: Wilfried Grath

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