Mediathek der Stiftung Liebenau
Aufrufe
vor 1 Jahr

annalive 01/2011

  • Text
  • Bewohner
  • Haus
  • Josef
  • Menschen
  • Mitarbeiter
  • Autonomie
  • Thema
  • Praxis
  • Frau
  • Bewohnern
Lesenswertes aus der Stiftung Liebenau Österreich

16 PRAXIS VORARLBERG Mit

16 PRAXIS VORARLBERG Mit Power und Charme GAISSAU – Seit drei Jahren ist Ursula Greußing Leiterin des St. Josefshauses in Gaißau. Ihr Arbeitsbeginn fiel mit dem Start des Umbaus zusammen, fehlende Personalstrukturen stellten sie vor eine weitere Herausforderung. Für die sympathische Lauteracherin begann eine sehr intensive Zeit. „Gut, dass man im Vorhinein nicht weiß, was alles auf einen zukommt. Jetzt kann ich einfach genießen“, meint sie lachend. Die diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin arbeitete zunächst im Krankenhaus Bregenz, bevor sie als Wohnbereichsleiterin im Seniorenheim Tschermakgarten in die Altenpflege wechselte. Der Anstoß dazu kam von ihrer Tochter, die ebenfalls in der Altenpflege tätig ist. „Ich wollte nur „amol luaga“ und dann war ich von der Atmosphäre und den Bewohnern total begeistert und eingenommen“, erzählt sie. Die Pflege hilfebedürftiger Menschen hat auch in ihrer Familie einen großen Stellenwert. Ihren Mann, mit dem sie seit 31 Jahren verheiratet ist, lernte sie im Krankenhaus kennen – er war wie sie auf der Unfallabteilung tätig, ihre beiden Kinder erlernten ebenfalls einen Gesundheitsberuf. Die Familie ist es auch, in der die 49jährige Energie tankt – sie ist gerade zum zweiten Mal Oma geworden. Im Garten Arbeiten, Wandern und Schwimmen sind ihr Ausgleich zum Beruf. ❑ Text: Daniela Gilgen/Foto: Carmen Rohner Auf den gelungenen Umbau des St. Josefshauses stößt die Leiterin Ursula Greußing (links) hier mit Judith Lutz, Sozialkoordinatorin der Gemeinde Gaißau, und Alfred Bertele, Geschäftsführer der St. Anna Sozialzentren gGmbH, an. St. Josefshaus Gaißau feiert Abschluss der Sanierungsarbeiten Den heimeligen Charakter bewahrt GAISSAU – Während der letzten eineinhalb Jahre und für 1,6 Millionen Euro ist das St. Josefshaus umfassend modernisiert worden. Anfang September gab es ein öffentliches Einweihungsfest mit bischöflicher Segnung. Führungskräfte der Stiftung Liebenau und der St. Anna-Hilfe sowie Vertreter aus Politik und Kirche haben den Abschluss der Umbauarbeiten zusammen mit Bewohnern, Angehörigen, Mitarbeitern und interessierten Bürgern gebührend gefeiert. Text: Daniela Gilgen/ Fotos: Daniela Gilgen, Felix Kästle „Wir sind froh, dass der Umbau geschafft ist und vor allem, dass er vorbei ist“, sagte Klaus Müller, Geschäftsführer der St. Anna- Hilfe gleich zu Beginn seiner Begrüßung und erntete dafür Zustimmung bei den Festgästen. Die Bewohner, Angehörigen und Mitarbeiter mussten während der Umbauzeit viel Lärm, Dreck und Einschränkungen ertragen. Vor allem die Modernisierung des Brandschutzes hat größere Umbauten erfordert, auch die sanitären und elektrischen Anlagen sowie die Heizung wurden erneuert. Die sichtbarste Veränderung war die Schaffung der Wohnküchen in den einzelnen Wohngruppen. Das neue Pflegekonzept beinhaltet, dass künftig ein festes Team für eine kleine Gruppe von Bewohnern zuständig ist. Eng verbunden mit der Religion Die Geschichte des Hauses ist eng verbunden mit der Geschichte des Ordens der Franziskaner Ordensschwestern. Vor elf Jahren haben die Missionsschwestern das Pflegeheim an die St. Anna-Hilfe übergeben, noch heute sind sie bei der Begleitung von Sterbenden und deren Angehörigen sehr engagiert. Dass der Umbau ganz im Sinne der Ordensschwestern war, schilderte Provinzoberin Schwester Consilia in ihrer Rede. Die anfänglichen Bedenken, die Kapelle ins Erdgeschoss zu verlegen, haben sich in Begeisterung gewandelt. „Die Kapelle ist ein Schmuckstück geworden, wo sich Sorgen und Anliegen

17 PRAXIS VORARLBERG Gott darbringen lassen“, bedankte sich Schwester Consilia. Sie wünschte sich, dass das Haus ein Ort der Menschlichkeit bleibe. Verantwortungsvolle Pflege Das St. Josefshaus bietet Platz für 44 Bewohnerinnen und Bewohner, wobei jeder sein Einzelzimmer samt Bad mit persönlichen Gegenständen und Möbeln einrichten kann. Die Pflege von Menschen mit unterschiedlichen Krankheitsbildern, das Angebot von Urlaubs- und Kurzzeitpflege stellt hohe Ansprüche an das Mitarbeiterteam. Neben einer professionellen Altenpflege sei den Mitarbeitern dafür zu danken, dass die Individualität jedes einzelnen Bewohners bestmöglich in der Gemeinschaft gelebt werden kann, sagte Dr. Berthold Broll, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Liebenau, zu der die St. Anna- Hilfe gehört. Großes Bevölkerungsinteresse Sozial-Landesrätin Dr. Greti Schmid ging in ihrer Rede auf die großen Herausforderungen in der Altenpflege ein, die in den nächsten Jahren und Jahrzehnten auf die Gesellschaft zukommen. Den Abschluss der offiziellen Feierlichkeiten bildete die Segnung des Hauses und der Kapelle durch Bischof Elmar Fischer. Anschließend nutzten rund 300 Interessierte den „Tag der offenen Tür“ und besichtigten das St. Josefshaus. Strahlender Sonnenschein, musikalische Unterhaltung und kulinarische Köstlichkeiten luden ein, im Festzelt die Feier gemütlich ausklingen zu lassen. ❑ Bildreihe links (von oben nach unten): Die Arbeitsgruppe Palliative-Care im Haus St. Josef stellt sich vor Um Leiden zu lindern SCHRUNS – Ziel der Palliativmedizin ist es, Schmerzen zu lindern und Sterbende auch in psychischen, sozialen und seelsorgerischen Fragen zu begleiten. Seit fünf Jahren gibt es im Haus St. Josef eine eigene Palliativ-Arbeitsgruppe, die im Zuge des Pilotprojekts „Palliative Care in Vorarlberger Pflegeheimen“ gegründet wurde. Inzwischen ist sie eine feste Institution mit einer eigenen Handlungsleitlinie. Text: Elke Benicke/Foto: Jutta Unger „An unserer Arbeitsgruppe kann jede interessierte Mitarbeiterin teilnehmen, die bereit ist, sich einzubringen und durch Fortbildungen mit dem Thema auseinanderzusetzen“, sagt Palliativbeauftragte Evelin Walch. Sie selbst absolvierte 2004 den interdisziplinären Palliativ-Lehrgang in Batschuns und war zuvor 17 Jahre ehrenamtlich in der Hospizbegleitung tätig. Die Mitglieder der Palliativ-Arbeitsgruppe treffen sich alle sechs bis acht Wochen, um Informationen auszutauschen, aktuelle Problemlagen zu besprechen und Lösungen zu finden – auch die drei ehrenamtlichen Hospizbegleiterinnen des Hauses St. Josef sind dazu eingeladen. Schriftliche Grundlage der Palliative-Care im Haus St. Josef ist die Handlungsleitlinie. An erster Stelle geht es darin um die Wünsche und Bedürfnisse des Bewohners für seine letzte Lebensphase. Sie sollen schon beim Einzug ins Heim und mit besserem Kennenlernen des Bewohners durch die Biographiearbeit fortlaufend geklärt werden. Die Handlungsleitlinie enthält außerdem Anregungen zur Begleitung der Angehörigen oder Vorschläge für mögliche Rituale in der Sterbephase. ❑ Dr. Berthold Broll, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Liebenau, Klaus Müller, Geschäftsführer der St. Anna-Hilfe, Sozial-Landesrätin Dr. Greti Schmid, Bischof Elmar Fischer, und Provinzoberin Schwester Consilia Hofer (von links nach rechts) freuen sich über den erfolgreichen Umbau des St. Josefshauses in Gaißau. Bischof Elmar Fischer segnet das Haus und die Kapelle. Im Festzelt genießen die Besucher das gemeinsame Essen und gemütliche Beisammensein. Der gepflegte, weitläufige Garten des St. Josefshauses lädt zum Spazieren und Verweilen ein. Die modernisierten Innenräume strahlen Wärme und Behaglichkeit aus. Mitglieder der Palliativ-Care-Arbeitsgruppe sind Hausleiterin Jutta Unger, Palliativbeauftragte Evelin Walch, die Pflegekräfte Nina Wachter (sitzend, von links nach rechts), Irmtraud Seebacher, Hildegard Kinzl, Gisela Fritz und Emilie Masal (stehend, von links nach rechts).

Hier finden Sie Impulse für den Alltag

Anstifter

Anstifter 3, 2019 der Stiftung Liebenau
Anstifter 2, 2019 der Stiftung Liebenau
Anstifter 1, 2019 der Stiftung Liebenau
Anstifter 3, 2018 der Stiftung Liebenau
Anstifter 2, 2018 der Stiftung Liebenau
Anstifter 1, 2018 der Stiftung Liebenau
Anstifter 3, 2017 der Stiftung Liebenau
Anstifter 2, 2017 der Stiftung Liebenau
Anstifter 1, 2017 der Stiftung Liebenau
Anstifter 3, 2016 der Stiftung Liebenau
Anstifter 2, 2016 der Stiftung Liebenau
Anstifter 1, 2016 der Stiftung Liebenau
Anstifter 3, 2015 der Stiftung Liebenau
Anstifter 2, 2015 der Stiftung Liebenau
Anstifter 1, 2015 der Stiftung Liebenau
Anstifter 3, 2014 der Stiftung Liebenau
Anstifter 2, 2014 der Stiftung Liebenau
Anstifter 1, 2014 der Stiftung Liebenau

Jahresberichte

Jahresbericht 2016 der Stiftung Liebenau
Jahresbericht 2015 der Stiftung Liebenau
Jahresbericht 2014 der Stiftung Liebenau
Jahresbericht 2013 der Stiftung Liebenau
Jahresbericht 2012 der Stiftung Liebenau
Jahresbericht 2011 der Stiftung Liebenau
Jahresbericht 2010 der Stiftung Liebenau

Karriere/Akademie

Deine Ausbildung bei uns - Stiftung Liebenau
Dein FSJ/BFD bei uns - Stiftung Liebenau

Kirchliche Stellungnahmen

Die Stiftung Liebenau – eine Lebens- und Wesensäußerung von Kirche

Stiftung Liebenau Österreich

annalive 02/2018
annalive 01/2018
annalive 02/2017
annalive 01/2017
annalive 02/2016
annalive 01/2016
annalive 02/2015
annalive 01/2015
annalive 02/2014
annalive 01/2014
annalive 02/2013
annalive 01/2013
annalive 02/2012
annalive 01/2012
annalive 02/2011
annalive 01/2011
annalive 02/2010
annalive 01/2010
annalive 02/2009

Beteiligungen

BDS Flyer