Mediathek der Stiftung Liebenau
Aufrufe
vor 1 Jahr

annalive 01/2011

  • Text
  • Bewohner
  • Haus
  • Josef
  • Menschen
  • Mitarbeiter
  • Autonomie
  • Thema
  • Praxis
  • Frau
  • Bewohnern
Lesenswertes aus der Stiftung Liebenau Österreich

12 ANNA FORUM Familiäre

12 ANNA FORUM Familiäre Konflikte im pflegerischen Kontext lösen Verständnis für die Pflegebedürftigen: Besser aus Überzeugung pflegen als aus einem Schuldgefühl heraus. aktualisiert“, macht die Psychologin ihren Zuhörern bewusst. Der pflegende Lebenspartner sollte sich daher fragen „Was bin ich aufgrund unserer bisherigen Beziehung noch fähig und bereit zu tun?“ Von den Kindern wird Verständnis für die alt gewordenen Eltern erwartet; gleichzeitig sollten sie sich aber auch nicht in der Pflege aufopfern, sondern ihr eigenes Leben als Mutter oder Vater und im Beruf möglichst wie gewohnt und ohne Einschränkungen weiterführen. Gut ist, wenn sich die Geschwister absprechen und die Verantwortung untereinander teilen. Wenn ein Familienmitglied schwer erkrankt, sind auch die nächsten Angehörigen unmittelbar betroffen. Aufgrund der veränderten Situation können aus alten Spannungen neue Konflikte entstehen. Welche Belastungen auf die Pflegenden zukommen können und welche Lösungen sich anbieten, hat die Psychologin und Psychotherapeutin Mag. Hemma Tschofen in ihrem Vortrag Anfang Oktober in Schruns dargestellt. Die enge Beziehung zwischen zwei Lebenspartnern oder zwischen den pflegebedürftigen Eltern und den eigenen, inzwischen erwachsenen Kindern ist Grundlage der Pflegebereitschaft, birgt aber auch hohes Konfliktpotenzial. „Durch die neue Situation werden frühere Verletzungen oder Brüche wieder „Jeder muss selbst entscheiden, was er oder sie leisten kann oder möchte. Jeder sollte nach seiner Überzeugung pflegen, nicht aus einem Schuldgefühl heraus“, betont Hemma Tschofen. „Wichtig ist, die eigenen Gefühle ernst zu nehmen, sich auch mal Urlaub von der Pflege zu genehmigen oder Unterstützung für bestimmte Aufgaben zu holen.“ ❑ Text: Elke Benicke/Foto: Felix Kästle „Pflege im Gespräch“ – Vorträge für pflegende Angehörige Ziel der Vortragsreihe ist es, pflegende Angehörige in ihrem Alltag zu unterstützen und ihnen umfangreiche Informationen im Umgang mit Pflegebedürftigen zu bieten. Kontakt: connexia, Reingard Feßler, Telefon 0664 1237190 Lehrling in der St. Anna-Zentrale BREGENZ – Die Zentrale Verwaltung der St. Anna- Hilfe beschäftigt erstmals eine Auszubildende: Seit Anfang September lernt die 21jährige Emine Kücükalbostan für zwei Jahre den Beruf der Bürokauffrau – vier Tage pro Woche die praktische Seite, einen Tag die theoretische in der Berufsschule. Grundsätzlich sei natürlich alles neu, sagt sie und freut sich, dass sie das, was sie vor ihrer Ausbildung in der Handelsschule gelernt hat, jetzt in die Praxis umsetzen kann. „Die Arbeit hier im Büro macht mir Spaß – vor allem auch, weil die Kollegen so nett sind“, findet Emine Kücükalbostan. Text/Foto: Dennis Roth

13 PRAXIS VORARLBERG Bildreihe oben (von links nach rechts): Badespaß im Bodensee, Besuch der früheren Arbeitsstelle, beim Schiffsausflug und eine glückliche Barbara Debortolli. „Bei uns im Haus Mariahilf ist immer etwas los!“, sagt sie. Bild links: Kässpätzle-Partie oberhalb von Bregenz Ende Oktober. Viel Engagement und persönlicher Einsatz für eine gute Idee Herzenswünsche erfüllen BREGENZ – Seit drei Jahren wird im Haus Mariahilf nach dem Konzept BOA gearbeitet. Mit der Schlange hat das nichts zu tun, die Abkürzung bedeutet „Bewohnerorientiertes Arbeiten“. Die Idee ist eigentlich ganz einfach und simpel: Es geht darum, das ganz Normale des Lebens in den Vordergrund zu stellen. Mitarbeiter, Bewohner und Angehörige sind begeistert. Text: Daniela Gilgen/Fotos: Yvonne Mayrhofer Mehrere Arbeitsgruppen sind darum bemüht, dass das mehrseitige Konzept auch mit Leben gefüllt wird. Während sich etwa ein Team um eine ansprechende Dekoration des Hauses kümmert, organisiert eine weitere Gruppe um Wohnbereichsund Pflegedienstleiterin Sajda Zivkovic mit viel Engagement Ausflüge in die nähere und weitere Umgebung oder erfüllt besondere Wünsche der Bewohner. „Eine Bewohnerin hat sich gewünscht, ihre frühere Arbeitsstelle bei einem Garnhersteller zu besuchen. Mit noch zwei anderen Bewohnerinnen konnten wir das realisieren. Mit leuchtenden Augen erklärten sie uns dort, wie an der Maschine der Faden eingefädelt werden musste“, sagt Sajda Zivkovic. Badetag am Bodensee Ein schöner Sommertag wurde genutzt, um mit sechs Bewohnern einen Badeausflug an den Bodensee zu unternehmen – samt Eisessen, versteht sich. Zuvor war etwas Kreativität gefragt, denn Schwimmwesten und Badekleidung mussten orga- nisiert werden. „Ich hatte keinen Badeanzug mehr, und so musste ich mit meiner Tochter ganz spontan einen kaufen gehen. Es war phantastisch. Ich habe nicht gedacht, dass ich mit meinen 88 Jahren und nach meiner Krebserkrankung nochmals würde schwimmen gehen“, erzählt Barbara Debortolli. Kleine Wünsche erfüllen Ohne die Unterstützung von Angehörigen, Ehrenamtlichen und den Einsatz der Mitarbeiter, die in ihrer Freizeit die Bewohner auf die Ausflüge begleiten, ließen sich die vielen Unternehmungen nicht realisieren. Ging die Initiative anfangs von den Mitarbeitern aus, kommen mittlerweile die Bewohner mit Vorschlägen auf das Team zu – etwa mit dem Wunsch, in einem urigen Lokal Kässpätzle essen zu gehen. Gesagt, getan – ein wunderbarer Blick auf den Bodensee war inbegriffen. Danke! Sajda Zivkovic zieht eine äußerst positive Bilanz, sowohl für das Mitarbeiterteam als auch für die Bewohner. Die Bewohner können selbstbestimmt und selbstständig entscheiden, sie fühlen sich wertgeschätzt, die Mitarbeiter schätzen die Abwechslung und berichten von einem guten Arbeitsklima. „Viele Bewohner genießen die begleiteten Ausflüge. Sie erzählen mir oft, dass sie nicht so viel unternommen hätten, als sie noch allein zuhause lebten“, sagt sie. Strahlende Gesichter und ein von Herzen kommendes Dankeschön sind auch für die Zukunft Ansporn. ❑

Hier finden Sie Impulse für den Alltag

Anstifter

Anstifter 3, 2019 der Stiftung Liebenau
Anstifter 2, 2019 der Stiftung Liebenau
Anstifter 1, 2019 der Stiftung Liebenau
Anstifter 3, 2018 der Stiftung Liebenau
Anstifter 2, 2018 der Stiftung Liebenau
Anstifter 1, 2018 der Stiftung Liebenau
Anstifter 3, 2017 der Stiftung Liebenau
Anstifter 2, 2017 der Stiftung Liebenau
Anstifter 1, 2017 der Stiftung Liebenau
Anstifter 3, 2016 der Stiftung Liebenau
Anstifter 2, 2016 der Stiftung Liebenau
Anstifter 1, 2016 der Stiftung Liebenau
Anstifter 3, 2015 der Stiftung Liebenau
Anstifter 2, 2015 der Stiftung Liebenau
Anstifter 1, 2015 der Stiftung Liebenau
Anstifter 3, 2014 der Stiftung Liebenau
Anstifter 2, 2014 der Stiftung Liebenau
Anstifter 1, 2014 der Stiftung Liebenau

Jahresberichte

Jahresbericht 2016 der Stiftung Liebenau
Jahresbericht 2015 der Stiftung Liebenau
Jahresbericht 2014 der Stiftung Liebenau
Jahresbericht 2013 der Stiftung Liebenau
Jahresbericht 2012 der Stiftung Liebenau
Jahresbericht 2011 der Stiftung Liebenau
Jahresbericht 2010 der Stiftung Liebenau

Karriere/Akademie

Deine Ausbildung bei uns - Stiftung Liebenau
Dein FSJ/BFD bei uns - Stiftung Liebenau

Kirchliche Stellungnahmen

Die Stiftung Liebenau – eine Lebens- und Wesensäußerung von Kirche

Stiftung Liebenau Österreich

annalive 02/2018
annalive 01/2018
annalive 02/2017
annalive 01/2017
annalive 02/2016
annalive 01/2016
annalive 02/2015
annalive 01/2015
annalive 02/2014
annalive 01/2014
annalive 02/2013
annalive 01/2013
annalive 02/2012
annalive 01/2012
annalive 02/2011
annalive 01/2011
annalive 02/2010
annalive 01/2010
annalive 02/2009

Beteiligungen

BDS Flyer