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annalive 01/2010

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Lesenswertes aus der Stiftung Liebenau Österreich

22 PRAXIS VORARLBERG

22 PRAXIS VORARLBERG Flexibleres Betreuungskonzept in St. Josef, Sozialzentrum Montafon Aktivitäten in den Alltag integriert Sinnvolle Beschäftigung: Zwei Seniorinnen zupfen Ringelblumen für einen Schnaps, der in Form von Einreibungen bei Muskel- und Gelenkschmerzen hilft. SCHRUNS – In St. Josef gibt es seit etwa einem halben Jahr keinen fixen Plan für die Aktivitäten mehr. Er wurde abgelöst durch ein flexibleres Konzept, das zwar nach wie vor Fixpunkte enthält, aber auch großen Wert auf den Austausch unter den Pflege- und Betreuungskräften legt. So fließen immer wieder neue Ideen für spontane Aktivitäten ein, wie etwa das Kuchenbacken fürs Wochenende oder das Singen in gemütlicher Runde bei einem Gläschen Wein. Text: Elke Benicke/Foto: Jutta Unger „Der alte Monatsplan ist uns zu steif geworden“, resümiert Jutta Unger, Heimleiterin von St. Josef. Er habe je eine festgelegte Stunde Singen, Gedächtnistraining und ähnliches pro Woche oder Monat enthalten. „Und wenn die Betreuungskraft für eine bestimmte Aktivität ausfiel, entstand eine Lücke.“ Das neue Konzept ist nicht mehr festgeschrieben, es ist offen und dynamisch, will weg vom künstlichen Beschäftigen, hin zu mehr Austausch und Spontaneität. Deshalb gibt es jetzt in jedem Wohnbereich eine eigene Ansprechpartnerin für Betreuungsfragen. Sie organisiert gemeinsame Besprechungen zum Thema Aktivitäten, koordiniert den Zeitplan und unterstützt ihre Kollegen bei der Realisierung neuer Ideen. Aktivitäten, die zum Ritual werden Einige wurden so positiv angenommen, dass sie inzwischen zum Alltag gehören und zu neuen sogenannten „Fixpunkten“ wurden, so zum Beispiel das gemeinsame Backen fürs Wochenende. Dabei dürfen und sollen sich die Bewohner einbringen, Vorschläge machen und Tipps geben. „Selbstverständlich essen die Bäckerinnen ihren Kuchen dann auch selbst in einer gemütlichen Kaffeerunde am Wochenende auf!“, freut sich Jutta Unger. Auch die „Menüwahl“ ist zum Ritual geworden: Einigen Mitarbeitern ist aufgefallen, dass viele Bewohner große Mühe haben, sich zwischen den beiden angebotenen Menüs pro Tag zu entscheiden. Jetzt nimmt sich eine Betreuungskraft jeden Montag Zeit dafür, erklärt, ob es sich jeweils um würzige oder milde Speisen handelt und was wie zubereitet ist. Neu ist in gewisser Hinsicht auch die alte, monatliche Singrunde. Denn heute läuft sie nicht mehr wie eine Schulstunde mit konkretem Anfang und Ende ab, sondern beginnt mit einem lockeren Beisammensein. „Dann, wenn die Stimmung danach ist, stimmt unsere Ehrenamtliche Verena ein Lied auf der Gitarre an. Wer möchte, singt mit und trinkt ein Gläschen Wein dazu“, erklärt die Heimleiterin. Mehr Zeit für den Einzelnen Geändert hat sich nicht zuletzt die Grundeinstellung des Personals und der Bewohner gegenüber den Aktivitäten an sich. „Betreuung beginnt ja nicht mit einem Programm, sondern mit dem Tag selbst“, unterstreicht Jutta Unger. „Deshalb haben wir zum Beispiel auch das ganze Frühstück in eine Aktivität umgewandelt, das heißt, wir ermuntern die älteren Menschen, sich selbst einzuschenken oder ein Brot zu streichen, nehmen uns Zeit dafür.“ Wichtig sind ihr und ihren Mitarbeitern auch die menschlich intensiven, täglichen Spaziergänge mit den Bewohnern – „egal bei welchem Wetter“. Im Zuge der Einführung des neuen Konzepts wurde jeder Bewohner befragt, was er gerne in seiner Freizeit machen möchte beziehungsweise früher gerne gemacht habe. „Auch wenn wir nicht alle Wünsche umsetzen können, spüren die älteren Menschen doch, dass wir sie ernst nehmen und auf sie eingehen möchten“, sagt Jutta Unger. ❑

23 PRAXIS OBERÖSTERREICH Leitungswechsel im Haus St. Josef Wohlverdiente Pension Die alte und die neue Hausleiterin: Stefanie Bruckschwaiger (links) mit Andrea Anderlik. GMUNDEN – Nachdem Stefanie Bruckschwaiger neun Jahre im Haus St. Josef als Leiterin tätig war, ist sie Ende September in Pension gegangen. Ihre Nachfolgerin ist Andrea Anderlik. Text: Klaus Müller/ Foto: Andrea Anderlik Stefanie Bruckschwaiger arbeitete bereits seit Oktober 1998 für die St. Anna-Hilfe, damals im Alten- und Pflegeheim Schlossberg in Bregenz. Im Jahr 2000 nahm sie die Herausforderung einer Hausleitung inklusive eines Umzugs nach Gmunden an. Aufgrund schwieriger baulicher Umstände im damaligen Josefsheims war zu Beginn ihrer Anstellung als Hausleiterin vor allem ihr Organisationstalent gefragt. Stefanie Bruckschwaiger gelang es schnell, die Mitarbeiter und auch die im Haus mitwirkenden Ordensschwestern für sich zu gewinnen. So konnten auch die eineinhalb Jahre im Ausweichquartier in Stadl-Paura vor dem Einzug in das neue Haus St. Josef hervorragend bewältigt werden. Im letzten Jahr dann durfte sie sich über die Früchte ihrer Arbeit freuen und das Hausgemeinschaftskonzept umsetzen. Stefanie Bruckschwaigers Nachfolgerin ist Andrea Anderlik. Sie hat bereits Anfang Juli die Hausleitung übernommen. Die studierte Sozialmanagerin war fünf Jahre beim Kinder- und Jugendverein in Linz-Lanz als Geschäftsführerin tätig und bringt ein hohes Maß an sozialer Kompetenz und Organisationsstärke mit in ihren neuen Posten. ❑ „Job & Kids“ bringt neuen Schwung ins Haus St. Josef Kleine, engagierte Besucher GMUNDEN - Im Haus St. Josef bringen Vanessa (zehn Jahre), Marvin und Melanie (beide acht Jahre) neuen Schwung ins Haus. Die ersten beiden sind die Kinder der Hausleiterin Andrea Anderlik, Melanie ist die Tochter des Hausmeisters Wolfgang Kreuzer. Sie kommen vor allem an schulfreien Tagen ins Haus und verteilen dann mit großer Begeisterung die Post an die Bewohner. Außerdem unterstützen sie den Hausmeister bei seinen alltäglichen Aufgaben, wie Unkrautzupfen, Müllentsorgen und Rasenmähen. Durch die Kinderstimmen kommt Leben ins Haus und die Bewohner zeigen ihre Begeisterung durch ein Lächeln. Besonders beim Mittagessen, das gemeinsam im Wohnbereich eingenommen wird, merken die Kinder wie offen sie in die Gemeinschaft aufgenommen werden. Jeder Bewohner macht ihnen am Tisch gerne Platz. Die Senioren fragen, wann die Kinder wieder kommen, und freuen sich schon auf den nächsten Besuch. ❑ Text/Foto: Andrea Anderlik

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