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annalive 01/2010

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Lesenswertes aus der Stiftung Liebenau Österreich

14 14ANNA FORUM Zum

14 14ANNA FORUM Zum Abschluss der Fortbildung erarbeiteten die Mitarbeiter ein großes Puzzle bestehend aus den sechs Leitsätzen zum Hausgemeinschaftskonzept. Hier präsentiert eine der Gruppen den fünften Leitsatz „Bestmögliche Betreuung und Pflege durch ein Miteinander“, von links nach rechts: Peter Wimmer, Krankenpfleger DGKP in Gmunden (ganz links: die Moderatorin Andrea Freisler-Traub), Christa Pührimair, zuständig für Sekretariat und Verwaltung in Gmunden, Jasminka Sprajc, Pflege-Fachsozialbetreuerin in Gmunden, Norbert Schachinger, Pflegekraft in Gmunden – er hat die Hausmeister auf der Bühne vertreten, Svetlana Marjanovic, Küchenkraft in Bad Goisern, Helga Schwaighofer, Reinigungskraft in Stadl Paura. Abschluss der internen Fortbildung zum Hausgemeinschaftskonzept in Oberösterreich Den Status quo unter die Lupe genommen Im Laufe dieses Jahres hat die St. Anna-Hilfe in Oberösterreich einen mehrteiligen Workshop zum Thema Hausgemeinschaften veranstaltet. Eingeladen waren die Leitungskräfte der Alten- und Pflegeheime, die das Konzept bereits oder in Kürze umsetzen. Zunächst wurde der derzeitige Zustand beschrieben, um dann Maßnahmen für ein lebendigeres Miteinander in den jeweiligen Hausgemeinschaften zu definieren. Diese wurden schließlich an alle Mitarbeiter weitergegeben. Text/Fotos: Doris Kollar Bereits zwei Einrichtungen in Oberösterreich setzen das Modell der Hausgemeinschaften aktiv um: das Sozialzentrum Kloster Nazareth in Stadl Paura (seit April 2005), und das Haus St. Josef in Gmunden (seit April 2008). Sobald der Neubau in Bad Ischl fertiggestellt ist, soll auch dort ein an die Hausgemeinschaften angelehntes Wohnkonzept realisiert werden. Diese bereits bestehenden Hausgemeinschaften wurden nun im Rahmen eines mehrteiligen Workshops näher betrachtet. Eingeladen waren alle Führungskräfte: die Haus- und Pflegeleitungen ebenso wie die Leitung des Alltagsmanagements, die Hauswirtschafts- sowie die Küchenleitungen. Phase 1: Erkennen und Handeln Die erste Veranstaltung im März diente dazu, die Teilnehmer für das Themenfeld der Hausgemeinschaften zu sensibilisieren. Bei einem zweiten Treffen im Juni ging es dann um die praxisorientierte Umsetzung der neuen Erkenntnisse und Ideen. Diese insgesamt erste Phase beinhaltete fünf Themenblöcke. Die erste Aufgabe bestand darin, den Status quo in den einzelnen Hausgemeinschaften zu ermitteln. Dieser wurde aus Sicht der Bewohner, der Angehörigen, der Mitarbeiter und der Sozialabteilung beschrieben. Darauf folgte die erste „Expertisen- Bildung“, im Rahmen derer die Teilnehmer Fachliteratur, wissenschaftliche Arbeiten und Filme auf der Basis vorab formulierter Leitfragen studierten. Parallel startete eine Mitarbeiterbefragung. Eine zweite „Expertisen-Bildung“ schloss sich an. Die anwesenden Führungskräfte sollten den Status quo mit der wissenschaftlichen Theorie vergleichen und Anregungen für einen Ideenpool sammeln. Durch die Workshops führte Andrea Freisler-Traub vom Institut für Bildung und Gesundheitsdienst GmbH (IBG).

15 ANNA FORUM Zusätzlich hielt die Regionalleiterin ein Referat über die inhaltlichen Schwerpunkte der St. Anna-Hilfe. In der Erweiterung der Expertise fuhren die Teilnehmer nach Vorarlberg und in die Schweiz, um dort Alten- und Pflegeheime zu besichtigen, die erfolgreich nach dem Hausgemeinschaftskonzept arbeiten. Schließlich wurde das Hausgemeinschaftsmodell der St. Anna-Hilfe in einem Zukunftsworkshop neu definiert. Als Ergebnis konnten sechs detailliert beschriebene Leitsätze festgehalten werden. Phase 2: Weitergeben Während des zweiten Halbjahrs diskutierten die Führungskräfte im Rahmen weiterer Workshops den Status quo ihrer jeweiligen Hausgemeinschaft. Es ging darum, neue Maßnahmen für eine lebendige und für den Bewohner erfahrbare Umsetzung des Modells abzuleiten und diese dann an die Mitarbeiter weiterzugeben. Schließlich – so der gemeinsame Konsens – funktioniert ein Konzept nur, wenn alle Mitarbeiter dessen Philosophie verstehen, Gedanken und Werte teilen und sich ihrer Aufgaben bewusst sind. Zum Abschluss der Fortbildung wurde Ende November ein Projekt unter dem Motto „Mach mit“ im Papiermachermuseum in der Steyrermühl in Oberösterreich veranstaltet. Alle Mitarbeiter der St. Anna-Hilfe Oberösterreich waren aufgefordert, sich bei einer Schnitzeljagd interaktiv mit dem Hausgemeinschaftsmodell auseinander zu setzen. Aufgaben und Rätsel mussten gelöst werden, das Ergebnis ergab ein großes Puzzle, das alle Leitsätze aus Phase 1 enthält. ❑ Den ersten Leitsatz „Normalität durch Haushaltsstruktur“ präsentierten: Renate Stastny, Hauswirtschaftsleiterin in Stadl Paura, Raimo Zetwitz, Pflegekraft in Bad Goisern Pflege, Silvia Lind, Alltagsmanagerin in Gmunden, Silvia Slezina, Alltagsmanagerin in Stadl Paura, Sonja Kutsam, Pflegekraft in Gmunden, Beatrix Mariann Pergerne Haluska, Pflegekraft in Stadl Paura, und Monika Haupt, Pflegekraft und Alltagsmanagerin in Gmunden. Das Hausgemeinschaftskonzept: Leitsätze im Überblick 1. Normalität durch Haushaltsstruktur 2. Miteinander leben und Leben gestalten 3. Offenes und familiäres Wohnen 4. Abwechslungsreicher und flexibler Arbeitsplatz 5. Bestmögliche Betreuung und Pflege durch ein Miteinander 6. Bewusster und wertschätzender Umgang mit den Bewohnern in ihrem Zuhause Stiftung Liebenau gedenkt Euthanasie-Opfern LIEBENAU/DEUTSCHLAND – Die Stiftung Liebenau, Muttergesellschaft der St. Anna-Hilfe, veranstaltet am 27. Januar 2010 erstmals eine eigene Veranstaltung zum nationalen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. 512 Menschen war damals das Lebensrecht aberkannt worden. 501 von ihnen wurden in den Gasmordanstalten der deutschen Orte Grafeneck und Hadamar umgebracht. Die Deportationen fanden in den Jahren 1940/41 statt. Schon vor 20 Jahren hatte die Stiftung Liebenau die Ereignisse von damals aufgearbeitet und in einer Broschüre veröffentlicht. Und bereits seit 1970 hat ein Gedenkstein mit den Namen aller Ermordeten einen festen Platz in der Liebenauer Kirche. Erst vor kurzem ist eine von der Stiftung Liebenau unterstützte neue Dokumentation entstanden, die Liebenauer Archivmaterial und auch Material aus anderen Archiven bündelt, darunter auch einige Krankenakten. Ein weiterer Beitrag dazu, die Ermordeten dem Vergessen zu entreißen und ihr Schicksal in der Erinnerung wach zu halten. Die Gedenkveranstaltung beginnt um 17:30 Uhr in Liebenau. ❑ Text: Susanne Droste-Gräff

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